• 07.04.2017
      03:35 Uhr
      Magische Gärten Taman Ujung | arte
       

      Anak Agung, der letzte Herrscher Ost-Balis, ließ zwischen 1912 und 1921 den Wassergarten Taman Ujung erbauen, der eine hohe Symbolkraft besaß. Zwischen dem Meer und dem bewaldeten grünen Hang des Vulkans Mount Agung gelegen, sollte er eine Oase der Ruhe sein, aber auch religiösen Zeremonien dienen. Mit seinen Wasserbassins und Meditationspavillons zeugt der geometrisch angelegte Garten von Taman Ujung von einer Welt, die es so nicht mehr gibt.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 07.04.17
      03:35 - 04:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Anak Agung, der letzte Herrscher Ost-Balis, ließ zwischen 1912 und 1921 den Wassergarten Taman Ujung erbauen, der eine hohe Symbolkraft besaß. Zwischen dem Meer und dem bewaldeten grünen Hang des Vulkans Mount Agung gelegen, sollte er eine Oase der Ruhe sein, aber auch religiösen Zeremonien dienen. Mit seinen Wasserbassins und Meditationspavillons zeugt der geometrisch angelegte Garten von Taman Ujung von einer Welt, die es so nicht mehr gibt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Timo Ebermann
      Produktion ARTE F

      Bali ist die einzige Insel Indonesiens, die den Hinduismus praktiziert, während der Rest des Archipels muslimisch ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Garten von Taman Ujung ein königliches Anwesen, das zur Erholung und für religiöse Zeremonien diente. Die schwimmenden Gärten von Taman Ujung sind das Werk von König Anak Agung, dem letzten König, der über den Osten Balis herrschte. Er ließ sie zwischen 1912 und 1921 anlegen. Zu dieser Zeit stand Indonesien unter niederländischer Herrschaft, doch die Könige der Provinzen übten weiterhin lokale Macht aus. Der Standort der Gärten wurde sorgsam ausgewählt, denn unter einem Teich, der sich zum Meer hin öffnet, befinden sich heilige Quellen. Der Garten war ein Geschenk der holländischen Kolonialverwaltung an den König. Entworfen hat ihn der holländische Architekt van den Hentz, der dabei mit dem chinesischen Hofarchitekten des Königs Loto Ang zusammenarbeitete. Sie begannen, mit den Stilmitteln europäischer Gärten zu spielen, doch viele Elemente sind auch typisch für den balinesischen Stil: zum Beispiel der der Balai Gili, ein schwimmender Pavillon, und der Balai Bundar, ein Meditationspavillon. Der Garten besitzt alle Merkmale eines formalen europäischen Wassergartens, was dem Wunsch des holländischen Architekten entsprach. Es war Aufgabe des Herrschers, seinem Volk spirituelle Werte zu vermitteln. Dieser Auftrag wird deutlich, wenn man den Aufbau des Gartens betrachtet: Statuen und Blumengaben stehen Seite an Seite mit Wasserbassins und Pflanzen; alles spiegelt sich, Himmel und Erde werden eins.

      Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten der Welt. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken - und die Menschen kennenzulernen, die diese Gärten pflegen, erforschen und gestalten.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 07.04.17
      03:35 - 04:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.04.2017