• 21.05.2017
      09:15 Uhr
      Die Frauen des Impressionismus SR Fernsehen
       

      "Impressionismus ist weiblich". Die Bilder von Berthe Morisot - Kollegin, Freundin und Modell von Edouard Manet - öffnen die Augen des Betrachters für die feminine Seite der wohl beliebtesten Stilrichtung der Kunstgeschichte. Morisots Talent und das anderer Künstlerinnen wie Mary Cassatt und Eva Gonzales fordert aber auch eine Revision der Kunstgeschichte, die den Impressionismus als Domäne der Männer beschreibt, geprägt durch Künstler wie Monet, Degas und Manet.

      Sonntag, 21.05.17
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      "Impressionismus ist weiblich". Die Bilder von Berthe Morisot - Kollegin, Freundin und Modell von Edouard Manet - öffnen die Augen des Betrachters für die feminine Seite der wohl beliebtesten Stilrichtung der Kunstgeschichte. Morisots Talent und das anderer Künstlerinnen wie Mary Cassatt und Eva Gonzales fordert aber auch eine Revision der Kunstgeschichte, die den Impressionismus als Domäne der Männer beschreibt, geprägt durch Künstler wie Monet, Degas und Manet.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Rudij Bergmann

      "Impressionismus ist weiblich". Die Bilder von Berthe Morisot - Kollegin, Freundin und Modell von Edouard Manet - öffnen die Augen des Betrachters für die feminine Seite der wohl beliebtesten Stilrichtung der Kunstgeschichte. Morisots Talent und das anderer Künstlerinnen wie Mary Cassatt und Eva Gonzales fordert aber auch eine Revision der Kunstgeschichte, die den Impressionismus als Domäne der Männer beschreibt, geprägt durch Künstler wie Monet, Degas und Manet. Frauen tauchen lediglich auf der Leinwand und nicht als Künstlerinnen hinter der Leinwand auf.
      Die Dokumentation "Die Frauen des Impressionismus" setzt diese Künstlerinnen in Szene. Im Mittelpunkt stehen ihre Werke, die Ausgangspunkt für nicht nur ästhetische, sondern auch für geschichtliche und soziale Betrachtungen sind. Die Kunst als gesellschaftlicher Protest gegen das Zweite Kaiserreich des dritten Napoleon. Die Bilder des weiblichen wie männlichen Impressionismus sind vor diesem Hintergrund entstanden. Die Kunst ist aber auch beständiger Streitpunkt zwischen Männern und Frauen.
      Der erste Teil des Films widmet sich der emanzipiertesten und vielleicht begabtesten Impressionistin. Berthe Morisot heiratete den Bruder ihres Mentors und Freundes Edouard Manet. Sie lebte und malte den Impressionismus von Beginn an mit, nahm an Ausstellungen teil und überschritt die thematische Enge ihrer Kolleginnen. Im Gegensatz zu diesen beschränkte sie sich nämlich nicht auf häusliche Motive oder den geschützten elitären Raum des Theaters und der Oper, sondern malte auch das öffentliche Leben wie den Pariser Hafen und Eindrücke der Stadt.
      Der zweite Teil zeigt die Schicksale weiterer Impressionistinnen:
      Mary Cassatt, 1844 in einer reichen Familie in Pennsylvania geboren, hatte die seltene Möglichkeit Kunst zu studieren. In Paris lernte sie Degas kennen, der von ihren Fähigkeiten begeistert war. Doch seine und andere männliche Bewunderung verwehrte ihr private Bindungen. Obwohl sie sich als Frau auch nach Familie und Kindern sehnte, und dieses Motiv immer wieder bei ihr auftaucht, blieb Mary Cassatt als Künstlerin allein.
      Eva Gonzalès, Schülerin von Edouard Manet, starb in jungen Jahren, auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Sie hinterließ einige Aufsehen erregende Werke und hätte vielleicht ihren berühmten Lehrer noch einholen können.
      Die dritte, Marie Bracquemond, überflügelte ihren Ehemann, den bekannten Graveur Felix Bracquemond, in der Kunst, was zu heftigen Konflikten führte. Der Mann behielt schließlich die Oberhand und Marie hing den Pinsel an den Nagel. Dies zeigt, dass nicht nur das Leben der Frauen, sondern auch ihr künstlerischer Ausdruck begrenzt wurde.
      Die Galerie des Impressionismus muss also um einige Künstlerinnen erweitert werden. Dieser Film des renommierten Kunstfilmers Rudij Bergmann ergreift die Chance, neue Seiten dieser faszinierenden und revolutionären Kunstepoche zu entdecken, vor dem Hintergrund des Paris im ausgehenden 19. Jahrhundert.

      17.09.2011 3sat

      Autor: Rudij Bergmann

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      Sonntag, 21.05.17
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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