• 02.04.2017
      05:45 Uhr
      Kaiser, Konkubinen und Konfuzius - Chinas Welterbe Schätze der Welt spezial mit Max Moor | SR Fernsehen
       

      Die Ausstellung "Die 8 der Wege - Kunst in Beijing" ist die Ausgangsstation für Max Moors Reise zu den wichtigsten UNESCO-Welterbestätten Chinas. Der Titel verweist auf die Suche der Kuratoren nach den vielfältigen Ausdrucksformen der jüngeren Künstlergeneration im heutigen Peking. Die Zahl Acht gilt in der chinesischen Kultur als Glückszahl. Und im Deutschen klingt in "acht" "Achtung" an. Zum Beispiel die Achtung vor den Künstlern und ihrer Arbeit.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 02.04.17
      05:45 - 06:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Ausstellung "Die 8 der Wege - Kunst in Beijing" ist die Ausgangsstation für Max Moors Reise zu den wichtigsten UNESCO-Welterbestätten Chinas. Der Titel verweist auf die Suche der Kuratoren nach den vielfältigen Ausdrucksformen der jüngeren Künstlergeneration im heutigen Peking. Die Zahl Acht gilt in der chinesischen Kultur als Glückszahl. Und im Deutschen klingt in "acht" "Achtung" an. Zum Beispiel die Achtung vor den Künstlern und ihrer Arbeit.

       

      Die Ausstellung "Die 8 der Wege - Kunst in Beijing" ist die Ausgangsstation für Max Moors Reise zu den wichtigsten UNESCO-Welterbestätten Chinas. Der Titel verweist auf die Suche der Kuratoren nach den vielfältigen Ausdrucksformen der jüngeren Künstlergeneration im heutigen Peking. Die Zahl Acht gilt in der chinesischen Kultur als Glückszahl. Und im Deutschen klingt in "acht" "Achtung" an. Zum Beispiel die Achtung vor den Künstlern und ihrer Arbeit. Die Ausstellung zeigt, dass es vielen chinesischen Künstlern immer weniger um ästhetische Fragen geht, sondern um die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Politik, Wirtschaft und Kultur ihres Landes.

      Fast 9.000 Kilometer windet sich die Chinesische Mauer durch die Landschaft. Kein anderes Menschenwerk kann man mit ihr vergleichen. Ihre Entstehung ist eine Geschichte des Leidens und der Erfolge. Chinas erster Kaiser Qin Shi Huangdi musste um 220 vor Christus die Angriffe der Hunnen abwehren. Um sich abzuschotten, ließ er eine Mauer errichten. Die Große Mauer aber war das noch nicht. Die wurde erst über 1.000 Jahre später gebaut. Am Juyongguan-Pass nahe Peking hat sich ein Stück Mauer aus ältesten Zeiten erhalten - die sogenannte Wolkenterrasse. Von Buddhisten gebaut, kündet sie vom friedlichen Nebeneinander verschiedener Kulturen. Sie war einem Gott geweiht, dem "König des Himmels". Er sollte China beschützen, seine Krieger sollten die Feinde schrecken. Denn Abschreckung tat not: Immer wieder rannten Feinde gegen die Mauer an. Beim Bau der Mauer wurden zuerst zwei sieben Meter hohe Ziegelsteinmauern errichtet. Diese hatten einen Abstand von sieben Metern voneinander. Zwischen die beiden Mauern wurde Erde geschüttet und festgestampft. Hunderttausende Arbeiter sind bei dem Bau gestorben.
      Vor 2.200 Jahren formten Zwangsarbeiter die Armee des Qin Shi Huangdi aus Ton. Die Krieger waren als Schutztruppen für den Herrscher bestimmt. Denn der Kaiser fürchtete den Tod. Im Jenseits sollten die tönernen Soldaten erwachen und für ihn kämpfen. Gleich nachdem er den Thron bestiegen hatte, ließ Qin Shi Huangdi auch seine Grabanlage errichten. 700.000 Menschen mussten dafür zwölf Jahre lang arbeiten. In elf jeweils 230 Meter langen Reihen stehen des Kaisers Soldaten in Schlachtordnung. Selbst die Pferde ließ der Kaiser in Lebensgröße nachbauen. Auch sie sollten ihn im Jenseits beschützen. 1974 wurde die Terrakotta-Armee entdeckt. Beim Bau eines Brunnens fand ein Bauer den ersten Soldatenkopf. Eine Halle schützt heute die Ausgrabungen. Neben der Großen Mauer und der Verbotenen Stadt sind die Tonsoldaten Chinas größte Attraktion. Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Xian, der Hauptstadt des ersten chinesischen Kaiserreiches.

      Konfuzius war vor 2.500 Jahren einer von vielen Wanderpredigern und Weisen. Nach seinem Tod wurde er zum Begründer der chinesischen Staatsdoktrin. Konfuzius war schon lange tot, als ihm zu Ehren ein Tempel gebaut wurde. Von Dynastie zu Dynastie wurde dieser vergrößert. Wer früher den Konfuzius-Tempel in Qufu besuchte, hatte viel erreicht. Er war ein Anwärter auf ein hohes Staatsamt. Für die Mandarine, die hohen Beamten, war es Pflicht, nach Qufu zu pilgern. Beamte, ausgebildet nach Konfuzius Regeln, bestimmten bis ins 20. Jahrhundert die Geschicke Chinas. Jeder Kaiser besuchte vor seiner Inthronisation Qufu, Von Konfuzius selbst ist nichts Schriftliches überliefert. Erst Generationen später wurden seine Texte niedergeschrieben.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.08.2017