• 04.11.2016
      20:15 Uhr
      Elbphilharmonie - von der Vision zur Wirklichkeit NDR Fernsehen
       

      Beeindruckende Architektur und imposante Ausmaße: Die Elbphilharmonie ist ein Jahrhundertbauwerk. Als das NDR-Team im April 2005 die ersten Bilder für eine Dokumentation über den Bau in Hamburg dreht, gingen alle noch davon aus, dass der Konzertsaal nach spätestens vier Jahren fertiggestellt sein würde. Aber: Es ist die längste Filmproduktion in der NDR-Geschichte geworden. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren wird in diesem Film die größte Baustelle Hamburgs durch alle Höhen und Tiefen dokumentiert.

      Freitag, 04.11.16
      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Beeindruckende Architektur und imposante Ausmaße: Die Elbphilharmonie ist ein Jahrhundertbauwerk. Als das NDR-Team im April 2005 die ersten Bilder für eine Dokumentation über den Bau in Hamburg dreht, gingen alle noch davon aus, dass der Konzertsaal nach spätestens vier Jahren fertiggestellt sein würde. Aber: Es ist die längste Filmproduktion in der NDR-Geschichte geworden. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren wird in diesem Film die größte Baustelle Hamburgs durch alle Höhen und Tiefen dokumentiert.

       

      Als das NDR-Team im April 2005 die ersten Bilder für eine Dokumentation über den Bau der Elbphilharmonie in Hamburg dreht, gingen alle noch davon aus, dass der Konzertsaal nach spätestens vier Jahren fertiggestellt sein würde. Aber: Es ist die längste Filmproduktion in der NDR-Geschichte geworden. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren wird in diesem Film die größte Baustelle Hamburgs durch alle Höhen und Tiefen dokumentiert.

      Wie kein anderes Medium hat der NDR hat den gesamten Entstehungsprozess des Jahrhundertbauwerks so exklusiv, hautnah und kontinuierlich begleitet. Von den ersten Planskizzen bis zur Eröffnung der sogenannten Plaza sind von Beginn der Bauarbeiten bis ins Jahr 2016 die entscheidenden Phasen des Baus gedreht worden.

      Das Team hat Zugang in alle Winkel und Ecken bekommen und verfolgt die Produktion besonders charakteristischer Elemente der Elbphilharmonie. Beispielsweise müssen die gebogenen Fassadenscheiben zwischen vier verschiedenen Produktionsorten in Europa hin- und hergefahren werden, weil nur hochspezialisierte Firmen die besonderen Herausforderungen bewältigen können. Exklusive Bilder vom Biegen der Fassadenfenster offenbaren, wie viel Detailverliebtheit, Ingenieurswissen und Wahnsinn in dem Gesamtkunstwerk Elbphilharmonie steckt.

      Einer der besten Konzertsäle der Welt soll in der Hafencity entstehen. Der Film zeigt den immensen Aufwand, der für dieses Ziel betrieben wird: von der Federlagerung des gesamten Konzertsaals bis zu den Akustiktests im riesigen 1:10-Modell und letzten akustikbedingten Änderungen am Bezug der Stühle.

      Ganze Heerscharen von Arbeitern haben an und in dem Jahrhundertbau geschwitzt. Vier von ihnen erzählen stellvertretend ihre Geschichte.

      Mitte der 1960er-Jahre ist Horst Röschen Stellenleiter im Kaispeicher A, damals der größte und modernste Speicher im Hafen, heute der Backsteinsockel für die gläserne Welle. 2007 ist Roman Risse mit seinem Abrissbagger einer der Ersten auf der Baustelle, denn der historische Speicher musste komplett entkernt werden. Jahre später kämpft Stahlbauer Karsten "Kurt" Masuhr in 100 Metern Höhe mit der hochkomplizierten Dachkonstruktion. Und auf der neuen Plaza steht die junge Bauleiterin Stefanie Overhoff mächtig unter Zeitdruck.

      Spektakuläre Aufnahmen von drei Zeitrafferkameras, die über zehn Jahre lang fest installiert fast acht Millionen Einzelbilder geschossen haben, liefern einen atemberaubenden Schnelldurchlauf des wachsenden Gebäudes bei Hitze und Schnee, bei Nebel und Sturmflut. Im Film dauert es vom ersten Spatenstich bis zur Vollendung nur knapp fünf Minuten.

      In Wahrheit zogen sich die Arbeiten bekanntlich wesentlich länger hin. Die Elbphilharmonie wurde zum Sinnbild für astronomische Kostensteigerung und Fehlplanung öffentlicher Bauten. Der Film vollzieht die Chronique scandaleuse verständlich nach. Auch während des Baustopps wurde auf der Baustelle gedreht und natürlich beim Parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

      All die Ernüchterung während der Krisenzeiten verfliegt dann aber angesichts des nun fertiggestellten Gebäudes schnell: Die Elbphilharmonie vermag wieder denselben Enthusiasmus auszulösen, wie er die Menschen in Hamburg in den frühen Planungszeiten schon ergriffen hatte. Es ist tatsächlich ein Wahrzeichen in der Freien und Hansestadt entstanden, das wie die Sydney Opera, der Eiffelturm oder das Bilbao Museum für eine ganze Stadt, vielleicht ein ganzes Land steht.

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      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
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