• 04.06.2017
      10:05 Uhr
      BR-KLASSIK: Mariss Jansons dirigiert in Luzern BR Fernsehen
       

      Unter den Messe-Vertonungen nimmt die "Glagolitische Messe" von Leos Janácek (1854-1928) eine Sonderstellung ein. Die Messe für vier Solo-Stimmen, Chor, Orgel und Orchester, die der tschechische Komponist zwei Jahre vor seinem Tod komponierte, ist ein sprachlich und musikalisch ungewöhnliches Werk. Als Textgrundlage wählte Janácek die altslawische Übersetzung des "Ordinarium Missae", die ursprünglich in der glagolitischen Schrift aufgezeichnet war, einer Schrift, die im 9. Jahrhundert von den slawischen Aposteln Kyrillos und Methodios zur Verbreitung von kirchlichen Texten entwickelt wurde.

      Sonntag, 04.06.17
      10:05 - 10:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Dolby

      Unter den Messe-Vertonungen nimmt die "Glagolitische Messe" von Leos Janácek (1854-1928) eine Sonderstellung ein. Die Messe für vier Solo-Stimmen, Chor, Orgel und Orchester, die der tschechische Komponist zwei Jahre vor seinem Tod komponierte, ist ein sprachlich und musikalisch ungewöhnliches Werk. Als Textgrundlage wählte Janácek die altslawische Übersetzung des "Ordinarium Missae", die ursprünglich in der glagolitischen Schrift aufgezeichnet war, einer Schrift, die im 9. Jahrhundert von den slawischen Aposteln Kyrillos und Methodios zur Verbreitung von kirchlichen Texten entwickelt wurde.

       

      Unter den Messe-Vertonungen nimmt die "Glagolitische Messe" von Leos Janácek (1854-1928) eine Sonderstellung ein. Die Messe für vier Solo-Stimmen, Chor, Orgel und Orchester, die der tschechische Komponist zwei Jahre vor seinem Tod komponierte, ist ein sprachlich und musikalisch ungewöhnliches Werk. Als Textgrundlage wählte Janácek die altslawische Übersetzung des "Ordinarium Missae", die ursprünglich in der glagolitischen Schrift aufgezeichnet war, einer Schrift, die im 9. Jahrhundert von den slawischen Aposteln Kyrillos und Methodios zur Verbreitung von kirchlichen Texten entwickelt wurde. Janácek komponierte dazu eine sehr diesseitig anmutende, festlich beschwingte Musik, die nicht zum liturgischen Gebrauch bestimmt war, sondern der Ausdruck eines freien, undogmatischen Gottesglauben ist. Wie seine ebenfalls 1926 entstandene "Sinfonietta" eröffnet Janácek auch die "Glagolitische Messe" mit Fanfarenklängen. Beendet wird das Werk mit einer instrumentalen "Intrada", die aus dem festlichen Messe-Schluss zugleich ein jubelndes "Hinaus-in-die-Welt", ein "Hinein-in-das-Fest-des-Lebens" macht, wie es der zeitgenössische Komponist Dieter Schnebel empfindet. Mariss Jansons präsentierte dieses emphatische Meisterwerk von Leos Janácek mit dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Rahmen des Lucerne Festivals zu Ostern 2012.

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      Sonntag, 04.06.17
      10:05 - 10:50 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.05.2017