• 26.07.2017
      09:30 Uhr
      Guédelon: Wir bauen uns eine Burg Dokumentarfilm Großbritannien 2014 | arte
       

      In der französischen Gemeinde Treigny im Burgund liegt eine besondere Baustelle: Hier entsteht eine mittelalterliche Burg, und zwar ausschließlich mit Werkzeugen, Materialien und Techniken des 13. Jahrhunderts. Der Dokumentarfilm "Guédelon: Wir bauen uns eine Burg" blickt hinter die Kulissen des Projekts und begleitet die Arbeiten von März bis Oktober 2014. Dort spielen die Bauarbeiter eine ebenso große Rolle wie die Archäologen und Historiker, die sie beraten. Im Film geben sie Einblick in den Bauprozess der Burg und erzählen, wie diese ungewöhnliche Idee entstand.

      Mittwoch, 26.07.17
      09:30 - 11:20 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo HD-TV

      In der französischen Gemeinde Treigny im Burgund liegt eine besondere Baustelle: Hier entsteht eine mittelalterliche Burg, und zwar ausschließlich mit Werkzeugen, Materialien und Techniken des 13. Jahrhunderts. Der Dokumentarfilm "Guédelon: Wir bauen uns eine Burg" blickt hinter die Kulissen des Projekts und begleitet die Arbeiten von März bis Oktober 2014. Dort spielen die Bauarbeiter eine ebenso große Rolle wie die Archäologen und Historiker, die sie beraten. Im Film geben sie Einblick in den Bauprozess der Burg und erzählen, wie diese ungewöhnliche Idee entstand.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Lindsay Hill

      Das archäologische Experiment von Guédelon ist das größte seiner Art weltweit und lockt jedes Jahr 300.000 Besucher auf die Baustelle im französischen Burgund. Diese können zwar die Arbeiter am Werk betrachten, ahnen jedoch nichts von den minuziösen Recherche- und Planungsarbeiten, die der Umsetzung des Projektes vorausgingen. Ebenso verborgen bleibt die enge Zusammenarbeit zwischen Handwerkern und Forschern, die die wissenschaftliche Exaktheit des Unternehmens gewährleisten soll.

      Getreu der Philosophie des Learning by Doing veranschaulicht der Film wie drei wichtige Teilprojekte geplant und letztendlich fertiggestellt werden: Für die Herstellung der Keramikrohre, über die das Regenwasser in die Zisternen gelangt, wird ein Töpferofen mit einer Gesamtlänge von 17 Metern benötigt. Dafür werden die Rohre bei über 1.000 Grad Celsius gebrannt. Als Modell für die Wassermühle dienen archäologische Überreste eines Exemplars, das in Thervay im Jura gefunden wurde. Das Guédelon-Team konnte zusammen mit dem französischen Archäologieinstitut Inrap einen mittelalterlichen Hydraulikmechanismus nachbauen. Für die Burgkapelle wiederum müssen einige sehr komplexe Elemente wie das Weihwasserbecken, der Altar und ein gotisches Fenster per Hand hergestellt werden.

      Ein wichtiger Bestandteil der Mission ist nicht nur die Vergangenheit wiederzuentdecken, sondern auch das erhaltene Wissen über ein praktisches Bildungsprojekt an die Besucher weiterzugeben. So bietet sich zugleich auch die Gelegenheit, die mittelalterlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen im 13. Jahrhundert zu entdecken.

      Das archäologische Projekt von Guédelon wurde im Jahr 1997 gestartet und sollte etwa 25 Jahre dauern. Etwa 70 Vollzeitbeschäftigte arbeiten in Guédelon unter der Leiterin des Bauprojektes Maryline Martin. Guédelon ist nicht nur ein archäologisches Projekt mit historischem Reiz, es schafft auch neue Arbeitsplätze. Der Baustellenleiter Florian Renucci koordiniert die Arbeit von insgesamt elf Berufen, darunter Dutzende Maurer, Schmiede, Zimmerleute, Dachdecker und Seiler.

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      Mittwoch, 26.07.17
      09:30 - 11:20 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.07.2017