• 23.01.2015
      19:30 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | ARD-alpha
       

      Themen:

      • Pegida: Warum Dresden die Hauptstadt der Bewegung ist
      • "Wir sind jung. Wir sind stark": Spielfilm über Rostock-Lichtenhagen
      • Der Alkohol, die Sucht und wir: Daniel Schreibers Buch "Nüchtern"
      • "Kunst in der Katastrophe": Bilder aus Konzentrationslagern
      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Woche
      Freitag, 23.01.15
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Pegida: Warum Dresden die Hauptstadt der Bewegung ist
      • "Wir sind jung. Wir sind stark": Spielfilm über Rostock-Lichtenhagen
      • Der Alkohol, die Sucht und wir: Daniel Schreibers Buch "Nüchtern"
      • "Kunst in der Katastrophe": Bilder aus Konzentrationslagern
      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Woche
       

      Stab und Besetzung

      • Pegida: Warum Dresden die Hauptstadt der Bewegung ist

      Während es in anderen Städten eine große Gegenbewegung gibt, wächst die Zahl der Pegida-Demonstranten in Dresden von Woche zu Woche. Sie fühlen sich fremd im eigenen Land, dabei sind nur 0,1 Prozent der in Sachsen lebenden Menschen Muslime. Bautzen und Köln schalteten den Demonstranten symbolisch das Licht aus. Auch am kommenden Montag (19. Januar) wollen die Spaziergänger wieder das Abendland vor islamischer Überfremdung retten. Wer macht dabei eigentlich mit und warum? Diese Frage stellen sich auch Künstler, Politikwissenschaftler und Journalisten. Inzwischen hat sogar eine Studie den typischen Pegida-Mitläufer untersucht. Welche Ängste, welche Motivationen, welche Wut treibt diese Bürger auf die Straße? Das "Kulturjournal" befragt dazu u. a. die Schriftsteller Ingo Schulze und Thomas Rosenlöcher.

      • "Wir sind jung. Wir sind stark": ein Spielfilm über Rostock-Lichtenhagen

      Elf Jahre dauerte die juristische Aufarbeitung der Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen. Und zwölf Jahre später gibt es jetzt einen Spielfilm, der die Geschehnisse rund um das Sonnenblumenhaus und dessen Brandschatzung zeigt: "Wir sind jung. Wir sind stark" (Filmstart: 22. Januar 2015). Dem Regisseur Burhan Qurbani geht es dabei nicht so sehr darum, die Ereignisse von 1992 zu erklären; vielmehr will er die ausländerfeindlichen Ausschreitungen aus möglichst vielen Blickwinkeln zeigen: "Wir hatten das Gefühl, wir kriegen dieses Ding Lichtenhagen nicht zu packen". Herausgekommen ist ein vielschichtiger Episodenfilm, in dessen Mittelpunkt eine Gruppe von Jugendlichen steht, die auf der Suche ist nach Spaß, Glück, Aufmerksamkeit und nicht zuletzt nach Zukunft. Das "Kulturjournal" spricht mit Qurbani über seinen Film und über mögliche Parallelen zwischen den damaligen Ausschreitungen und der heutigen Pegida-Bewegung.

      • Der Alkohol, die Sucht und wir: Daniel Schreibers Buch "Nüchtern"

      Der Sekt zum Empfang, der Wein zum Essen, das Bier zum Fernsehen: Alkohol gehört in unserer Gesellschaft einfach dazu. Doch wenn jemand ein Problem mit dem Alkohol hat, dann wird er aus dieser trinkfreudigen Gesellschaft gerne ausgegrenzt oder als willens- und charakterschwach abgestempelt. Wir haben, so schreibt der Autor und Journalist Daniel Schreiber, ein bestimmtes Bild von Alkoholikern vor Augen. Das sind nie wir, egal, wie viel wir trinken. Abhängig sind immer die anderen. Daniel Schreiber hat vor einigen Jahren erkannt, dass er selbst alkoholkrank ist, und erzählt in seinem Buch "Nüchtern" sehr offen seine Geschichte. Doch sein Buch ist kein reiner
      Erfahrungsbericht, keine Betroffenheitsprosa, sondern ein kluger Essay. Reflektiert und kritisch schreibt der Autor über unseren oft heuchlerischen Umgang mit dem Alkoholismus, angereichert u. a. mit Fakten aus der neurologischen Forschung oder mit erschreckenden Statistiken. "Kulturjournal"- Moderatorin Julia Westlake trifft Daniel Schreiber, um mit ihm über den Alkohol und die Sucht zu sprechen.

      • "Kunst in der Katastrophe": Bilder aus Konzentrationslagern

      Kunst, die zeigt, was in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten geschehen ist, ist heute weitgehend unbekannt. Eben dieser "Kunst in der Katastrophe" widmet sich jetzt Jürgen Kaumkötter in einem Buch "Der Tod hat nicht das letzte Wort" (Galiani Berlin). Unter demselben Titel wird ab dem 27. Januar 2015 im Deutschen Bundestag im Rahmen einer Ausstellung eben diese Kunst zu sehen sein: Werke von KZHäftlingen, die sich unmittelbar mit den Todesfabriken auseinandersetzen, geprägt von Authentizität und Schrecken. Außerdem Werke, die im Nachhinein versuchen, von den Lagern zu erzählen, symbolisch erhöht und verklausuliert. Das "Kulturjournal" ist vor der Ausstellungeröffnung mit Jürgen Kaumkötter ins Depot gegangen und zeigt die vergessene Kunst.

      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Woche

      Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Besonders als Kunstkritiker. Mit was man sich da alles beschäftigen muss! Auch in dieser Woche kämpft sich der allseits geliebte und gefürchtete Kulturkritiker, Kulturpapst und Kulturbeutelbesitzer Dr. August Mömpel exklusiv für das "Kulturjournal" durch die Kulturereignisse der Woche: "Wahr. Schön. Gut." Da kriegen wieder einige ihr Fett weg. Aua.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Freitag, 23.01.15
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.08.2016