• 15.09.2017
      01:35 Uhr
      Viktor und Viktoria Spielfilm Deutschland 1933 - Thema: 100 Jahre UFA - Ganz großes Kino! | arte
       

      Unterhaltsamer Klassiker einer Gender-Komödie, die zu ihrer Zeit auch in einer eigenen französischen Version - „Georges et Georgette“ mit Meg Lemonnier - produziert wurde. Sängerin Susanne gibt sich als Mann aus und hat plötzlich den Erfolg, von dem sie immer träumte. Das Wechselspiel geht nicht lange gut, als die Liebe nach Mann und Frau verlangt. Von dem Stoff gibt es mehrere Remakes: eine englische Version von Victor Saville (1935), eine deutsche von Karl Anton (1957) sowie auch einen Musicalfilm von Blake Edwards (1982) mit Julie Andrews in der Hauptrolle.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 15.09.17
      01:35 - 03:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Unterhaltsamer Klassiker einer Gender-Komödie, die zu ihrer Zeit auch in einer eigenen französischen Version - „Georges et Georgette“ mit Meg Lemonnier - produziert wurde. Sängerin Susanne gibt sich als Mann aus und hat plötzlich den Erfolg, von dem sie immer träumte. Das Wechselspiel geht nicht lange gut, als die Liebe nach Mann und Frau verlangt. Von dem Stoff gibt es mehrere Remakes: eine englische Version von Victor Saville (1935), eine deutsche von Karl Anton (1957) sowie auch einen Musicalfilm von Blake Edwards (1982) mit Julie Andrews in der Hauptrolle.

       

      Viktor Hempel ist ein Schauspieler, der sich zu höheren Rollen berufen fühlt, aber kein richtiges Engagement findet. Nur als Mann in Frauenkleidern hat er ein wenig Erfolg. Als er erkrankt, überredet er die junge Sängerin Susanne Lohr, seine Rolle als Damen-Imitator „Monsieur Viktoria“ zu übernehmen. Sie wird zum gefeierten Star, eine Tournee führt sie bald nach London. Dort kommt Susanne im Frack bei Frauen besonders gut an. Sie trifft auf Robert, der als „Londons berühmtester Frauenkenner“ gilt. Robert weigert sich zu glauben, dass „Monsieur Viktoria“ ein Mann ist, und denkt sich Tests aus, um die Männlichkeit des Monsieurs zu testen. Er enttarnt Susanne, verliebt sich jedoch in sie. Als kurz vor dem finalen Auftritt Inspektoren der britischen Sittenpolizei dem Verdacht nachgehen, der Monsieur sei eine Frau und kein Mann, schauen sie in den Umkleideraum von Viktoria und sind irritiert: Viktor ist wieder in seine alte Rolle als Monsieur Viktoria gesprungen und feiert ab jetzt selbst die großen Erfolge.

      Die beiden Hauptdarsteller Hermann Thimig und Renate Müller zählten 1933 zu den populärsten deutschen Schauspielern. Thimig, der bis dahin hauptsächlich Theater spielte, passt mit der Rolle des Viktor Hempel perfekt in sein Rollenfach. Renate Müller drehte schon zuvor mit Leinwandgrößen wie Willy Fritsch und Paul Hörbiger. Regisseur Reinhold Schünzel setzte ganz auf die schauspielerische Spitzenklasse seiner Protagonisten und inszenierte die Verwechslungsgeschichte mit rhythmischer Sprache und viel Gesang. Eine Komödie mit Ohrwurmgarantie.

      Der jüdische Regisseur und Schauspieler Reinhold Schünzel war ein Multitalent, so schrieb er für einige seiner Filme auch das Drehbuch und übernahm die Hauptrolle. In den 20er Jahren war er auch als Produzent tätig, diese Tätigkeit beendete der Triumph des Tonfilms. Ab 1931 nahm ihn die UFA als Regisseur unter Vertrag. 1937 folgte er einem Angebot Metro-Goldwyn-Mayers in die USA. In Hollywood schaffte der Regisseur nie den Durchbruch. Daraufhin widmete er sich der Schauspielerei und glänzte in Hitchcocks Thriller „Berüchtigt“ (1946) als teuflischer Wissenschaftler Dr. Anderson.

      Thema: 100 Jahre UFA - Ganz großes Kino!
      Bis heute steht der Name UFA für deutsches Kino in guten wie in schlechten Zeiten. Die UFA hat alles produziert: visionäres Kino ebenso wie perfide Propaganda, in ihren Produktionen spiegelt sich die deutsche Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. ARTE zeigt anlässlich des 100. Gründungsjubiläums der UFA ab Ende August 2017 eine repräsentative Filmreihe, die den großen Bogen von der Stummfilmzeit bis heute schlägt.

      Die UFA-Retrospektive, die ARTE in Zusammenarbeit mit dem ZDF im Fernsehen präsentiert, umfasst rund 20 Spielfilme und zwei neu produzierte Dokumentarfilme. In drei Sendestaffeln, im August, September und Dezember, dazu begleitend auf der Homepage von ARTE, stellt sie die wichtigsten Regisseure der UFA vor: Georg Wilhelm Pabst, Friedrich Wilhelm Murnau, Detlef Sierck, Josef von Sternberg, Robert Siodmak oder Veit Harlan. Filme mit den größten Stars der UFA zeigen die ganze Vielfalt. Alle Genres sind vertreten: Kostümfilm und Komödie, Krimi und Melodram, Kulturfilm - aber auch ein Propagandafilm; alle Filme sind in aktuellen Restaurierungen der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zu sehen. Ein begleitender Online-Auftritt dokumentiert die wichtigsten Ereignisse des UFA-Jubiläumsjahres mit Ausstellungen und Vorträgen und sieht die Live-Übertragung des von Bertelsmann und UFA organisierten Stummfilmfestivals "UFA-Filmnächte" auf der Berliner Museumsinsel im August 2017 vor.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 15.09.17
      01:35 - 03:15 Uhr (100 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.11.2017