• 21.07.2017
      09:05 Uhr
      Liebe und Geschwätz Spielfilm Italien / Spanien 1958 (Amore e chiacchiere) | Das Erste
       

      Der Rechtsanwalt Bonelli ist am Ziel seiner Träume, als er eines Tages zum Bürgermeister seiner Heimatstadt ernannt wird. Allerdings droht die einflussreiche Position seine moralischen Prinzipien ins Wanken zu bringen: Da hat er den Bürgern lauthals versprochen, endlich ein neues Altersheim bauen zu lassen, doch würde dieser Bau einem mächtigen Unternehmer die Aussicht von seiner Villa versperren. Und damit nicht genug - Bonellis Sohn hat sich zudem ausgerechnet in die Tochter eines Straßenfegers verliebt. In den Augen des strengen Papas kein standesgemäßer Umgang für seinen Sohn. Dann brennen die jungen Liebenden nach Rom durch.

      Freitag, 21.07.17
      09:05 - 10:35 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Der Rechtsanwalt Bonelli ist am Ziel seiner Träume, als er eines Tages zum Bürgermeister seiner Heimatstadt ernannt wird. Allerdings droht die einflussreiche Position seine moralischen Prinzipien ins Wanken zu bringen: Da hat er den Bürgern lauthals versprochen, endlich ein neues Altersheim bauen zu lassen, doch würde dieser Bau einem mächtigen Unternehmer die Aussicht von seiner Villa versperren. Und damit nicht genug - Bonellis Sohn hat sich zudem ausgerechnet in die Tochter eines Straßenfegers verliebt. In den Augen des strengen Papas kein standesgemäßer Umgang für seinen Sohn. Dann brennen die jungen Liebenden nach Rom durch.

       

      Stab und Besetzung

      Vittorio Bonelli Vittorio de Sica
      Clara Bonelli Elisa Cegani
      Paolo Geronimo Meynier
      Spazzino Furlani Mario Meniconi
      Maria Carla Gravina
      Carlo Paseroni Gino Cervi
      Sonja Paseroni Isa Pola
      Doddy Alessandra Panaro
      Regie Alessandro Blasetti
      Sonstige Mitwirkung Mario Nascimbene
      Kamera Angelo Pennoni
      Buch Cesare Zavattini

      Rechtsanwalt Bonelli (Vittorio de Sica) ist nicht nur ein begnadeter Redenschwinger, sondern in seiner Position als Gemeinderatsmitglied seines Heimatortes Matorno auch ein unbeirrbarer Kämpfer für das Wohl des Volkes. Dann aber wird der gute Mann überraschend zum Bürgermeister ernannt und von einem Tag auf den anderen werden sein Idealismus und seine Integrität auf eine harte Probe gestellt.

      Eigentlich hatte Bonelli sich stets dafür eingesetzt, endlich den Neubau des im Krieg zerstörten Altersheims in Angriff zu nehmen. Nun aber sieht die Sache etwas komplizierter aus, denn das geplante Gebäude würde dem einflussreichen Wurstfabrikanten Paseroni (Gino Cervi) die Sicht aus seiner mondänen Villa versperren. Um Bonelli auf seine Seite zu ziehen, lädt Paseroni ihn ein, auf einem Fest bei ihm zu Hause eine große Rede zu halten, die sogar in Rundfunk und Fernsehen übertragen werden soll. Ein Angebot, für das der eitle Bonelli sein Versprechen gegenüber den Bürgern vergisst.

      Derweil geht es auf privater Ebene im Hause Bonelli drunter und drüber: Sohn Paolo (Geronimo Meynier) hat sich ausgerechnet in Maria (Carla Gravina), die Tochter eines Straßenfegers, verliebt. Der Bürgermeister sieht seinen Sohn jedoch bereits mit Paseronis Tochter Doddy (Alessandra Panaro) vor dem Traualtar und verbietet Paolo den Umgang mit Maria. In ihrer Verzweiflung beschließen die jungen Leute davonzulaufen. In Rom wollen sie ihrem Leben ein Ende setzen.

      Gerade als Bonelli in Paseronis Haus mit seiner sorgfältig einstudierten Rede beginnen will, erreicht ihn die Nachricht vom Verschwinden des Liebespaars. So nutzt er kurzentschlossen die landesweite Übertragung für einen Aufruf an die Bevölkerung, nach Maria und Paolo Ausschau zu halten.

      An Vittorio de Sica, den italienischen Schauspieler, Regisseur und Autor, der vor 40 Jahren am 13. November 1974 im Alter von 73 Jahren starb, will der MDR besonders erinnern. Seine Karriere hatte der am 7. Juli 1901 geborene Spross einer neapolitanischen Familie als Schauspieler begonnen. Bevor er mit fast 40 Jahren seinen ersten Film inszenierte, war er schon einer der populärsten Filmliebhaber, Bonvivants und Charakterkomiker des italienischen Kinos.

      Er gehörte zu den Mitbegründern des Neorealismus, der das europäische Kino entscheidend veränderte. "Ich habe auf der Universität der Armut studiert", sagte de Sica einmal, und die Lehren aus diesem Studium bestimmten sein Regiewerk der Frühzeit. Filme wie die Trilogie "Schuhputzer" (1946), "Fahrraddiebe" (1948), mit dem Oscar für den besten Auslandsfilm bedacht, und "Das Wunder von Mailand" (1950) sowie "Umberto D." (1951) entstanden. Große Publikumserfolge als Regisseur erzielte er auch nach dem Neorealismus u. a. mit der starbesetzten Komödie "Gestern, heute und morgen" (1964), die ihm den zweiten "Auslands"-Oscar einbrachte sowie mit der Komödie "Hochzeit auf Italienisch" oder dem Episodenfilm "Siebenmal lockt das Weib" (1966) mit Shirley McLaine. Zu einem späten Meisterwerk geriet ihm die Romanverfilmung "Der Garten der Finzi Contini", die u. a. 1972 mit dem Berliner "Goldenen Bären" und dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnet wurde.

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      09:05 - 10:35 Uhr (90 Min.)
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