• 21.10.2017
      23:10 Uhr
      Spur der Steine Spielfilm DDR 1966 - Zum 1. Todestag von Manfred Krug | rbb Fernsehen
       

      Der Brigadier Hannes Balla und seine schlagkräftige, loyale Truppe auf der Großbaustelle Schkona entführen schon mal einen Kieslaster, wenn die planmäßigen Lieferungen ausbleiben. Weil die Arbeitsleistung des respektlosen Teams aber nie zu wünschen übrig lässt, fällt es der Bauleitung schwer, Balla für seine unsozialistischen Methoden zu kritisieren.

      Samstag, 21.10.17
      23:10 - 01:25 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Der Brigadier Hannes Balla und seine schlagkräftige, loyale Truppe auf der Großbaustelle Schkona entführen schon mal einen Kieslaster, wenn die planmäßigen Lieferungen ausbleiben. Weil die Arbeitsleistung des respektlosen Teams aber nie zu wünschen übrig lässt, fällt es der Bauleitung schwer, Balla für seine unsozialistischen Methoden zu kritisieren.

       

      Der Brigadier Hannes Balla und seine schlagkräftige, loyale Truppe auf der Großbaustelle Schkona entführen schon mal einen Kieslaster, wenn die planmäßigen Lieferungen ausbleiben. Weil die Arbeitsleistung des respektlosen Teams aber nie zu wünschen übrig lässt, fällt es der Bauleitung schwer, Balla für seine unsozialistischen Methoden zu kritisieren. Die Lage ändert sich, als auf der Baustelle die hübsche Ingenieurin Kati Klee und der neue Parteisekretär Werner Horrath erscheinen. Horrath will sich dem rüden Balla nicht kampflos unterwerfen und die Zustände auf der Baustelle wirklich verbessern. Wider Erwarten - und nicht ohne Klees Mithilfe - geht Balla auf den Vorschlag des Parteisekretärs ein und beginnt mit seiner Truppe nach dem kräftezehrenden Drei-Schichten-System zu arbeiten. Aus dem gegenseitigen Respekt der Männer wird bald Rivalität, als sich beide in Kati Klee verlieben. Horrath kann ihr Herz gewinnen, doch als sich der verheiratete Familienvater nicht öffentlich zu seinem Verhältnis bekennt, hat das für alle Beteiligten weitreichende Konsequenzen. In langen Parteisitzungen, die wegen der "unmoralischen Zustände" angesetzt werden, treten die Widersprüche eines Gesellschaftssystems zutage, das den Einzelnen stets mit Doppelmoral und oktroyierter Parteidisziplin bedroht.

      Frank Beyers Verfilmung von Erik Neutschs preisgekröntem Roman "Spur der Steine" war nach seiner Fertigstellung im Jahre 1966 nur für kurze Zeit in den Kinos der DDR zu sehen. Nachdem das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED im September 1965 verkündet hatte: "Unsere DDR ist ein sauberer Staat!", sorgten organisierte Störtrupps dafür, dass der unliebsame Film nur unter tumultuarischen Umständen vorgeführt werden konnte. Damit war die Rechtfertigung gegeben, den Film aus dem Programm zu nehmen, und "Spur der Steine" wurde zu einem "Kellerfilm" - 23 Jahre lang. Regisseur Frank Beyer war gezwungen, für Theater und Fernsehen zu arbeiten und konnte erst acht Jahre später wieder einen Kinofilm inszenieren: "Jakob der Lügner", der 1974 für den "Oscar" nominiert wurde. Das rbb Fernsehen sendet "Spur der Steine" in Erinnerung an Manfred Krug, der vor einem Jahr, am 21. Oktober 2016, in Berlin verstorben ist.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Samstag, 21.10.17
      23:10 - 01:25 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.12.2017