• 20.10.2017
      00:25 Uhr
      Staudamm Fernsehfilm Deutschland 2012 | arte
       

      Roman hat mit Mitte 20 noch keine Ahnung, was er mit seinem Leben anfangen soll. Durch seinen Aushilfsjob bei einem Anwalt wird er mit dem Amoklauf eines bayerischen Schülers konfrontiert. Am Ort des Geschehens lernt Roman Laura kennen, die den Amoklauf überlebt hat. Die zarte Liebe zu der jungen Frau reißt ihn aus seiner Lethargie und hilft auch Laura, die traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 20.10.17
      00:25 - 01:50 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      VPS 00:15
      Stereo HD-TV

      Roman hat mit Mitte 20 noch keine Ahnung, was er mit seinem Leben anfangen soll. Durch seinen Aushilfsjob bei einem Anwalt wird er mit dem Amoklauf eines bayerischen Schülers konfrontiert. Am Ort des Geschehens lernt Roman Laura kennen, die den Amoklauf überlebt hat. Die zarte Liebe zu der jungen Frau reißt ihn aus seiner Lethargie und hilft auch Laura, die traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen.

       

      Roman lebt zurückgezogen in seiner Münchener Wohnung und zeigt wenig Interesse, etwas aus seinem Leben zu machen. Seine Tage verbringt er damit, zu rauchen und Computerspiele zu spielen. Um Geld zu verdienen, digitalisiert er für den vielbeschäftigten Anwalt Schadt Akten. Schadts aktueller Fall hat es in sich: Vor einem Jahr erschoss ein Schüler in einem kleinen Ort in der bayerischen Provinz mehrere Mitschüler und Lehrer. Der Täter wurde anschließend von der Polizei erschossen. Anfangs noch unbeteiligt, beginnt sich Roman aufgrund der minuziös rekonstruierten Details der Tat mit Zeugenaussagen und Gutachten das erste Mal Fragen zu stellen, die über seine eigene kleine Lebenswelt hinausreichen. Da noch einige Dokumente bei der örtlichen Polizei liegen, schickt Schadt Roman an den Ort des Geschehens, der für immer von dem tragischen Vorfall gezeichnet ist.

      Die junge Laura, die damals den Amoklauf überlebt hat, zieht es wieder und wieder an den Tatort zurück. Sie fotografiert die Schule und die seit der Tat leerstehenden Räume, um ihre Erlebnisse zu dokumentieren und greifbarer zu machen. Bei Einbruch der Dunkelheit nimmt sie Roman mit in die gespenstisch verlassene Schule und in das Elternhaus des Täters. Die haben den Ort aus Angst vor Rache der Hinterbliebenen verlassen. Laura kannte den Täter gut und verspürt den Drang, sich Roman gegenüber zu öffnen. Roman ist fasziniert von der verstörten und doch starken jungen Frau. Es bahnt sich eine zarte Beziehung an, die beiden sehen durch den anderen plötzlich wieder einen Sinn.

      Thomas Siebens „Staudamm“ erhielt 2013 den Preis der Ökumenischen Jury beim Achtung Berlin Festival und lief im selben Jahr in Saarbrücken auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis. Friedrich Mücke wurde einem größeren Publikum durch den Spielfilm „Friendship!“ mit Matthias Schweighöfer bekannt, mit dem er auch „Russendisko“ (2012) und „Vaterfreuden“ (2014) drehte. Für „Friendship!“ erhielt er 2009 den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Liv Lisa Fries erhielt für ihre Rolle der schwer kranken Lea in „Und morgen Mittag bin ich tot“ (2013) als beste Nachwuchsdarstellerin den Bayerischen Filmpreis und den Max-Ophüls-Preis. Außerdem brachten ihr dieser Film und „Staudamm“ den Preis der deutschen Filmkritik 2015 ein.

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      00:25 - 01:50 Uhr (85 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2017