• 16.10.2017
      01:15 Uhr
      Geschlossene Gesellschaft Spielfilm Frankreich 1954 | arte
       

      Ein Hotelzimmer, drei Leute: Garcin der Deserteur, Inès die Lesbe und Estelle die Frau von Welt. Ferner vom Leben als irgend möglich, sind sie zu einem gemeinsamen Dasein auf engstem Raum verdammt: die Hölle als Hotelzimmer. Zwar ohne Folterknecht, doch mit einem Pagen, der sie daran erinnert, dass ihr früheres Leben keine Rolle mehr spielt. Wenn auf der Erde an sie gedacht wird, können sie die ihnen dargebotenen Szenen durch ein Fenster observieren und belauschen. Dass es das nicht gerade leichter macht, sollen die drei sehr schnell zu spüren bekommen...

      • Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Jean-Paul Sartre.
      Nacht von Sonntag auf Montag, 16.10.17
      01:15 - 02:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Ein Hotelzimmer, drei Leute: Garcin der Deserteur, Inès die Lesbe und Estelle die Frau von Welt. Ferner vom Leben als irgend möglich, sind sie zu einem gemeinsamen Dasein auf engstem Raum verdammt: die Hölle als Hotelzimmer. Zwar ohne Folterknecht, doch mit einem Pagen, der sie daran erinnert, dass ihr früheres Leben keine Rolle mehr spielt. Wenn auf der Erde an sie gedacht wird, können sie die ihnen dargebotenen Szenen durch ein Fenster observieren und belauschen. Dass es das nicht gerade leichter macht, sollen die drei sehr schnell zu spüren bekommen...

      • Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Jean-Paul Sartre.
       

      Drei Leute, die unterschiedlicher nicht sein könnten, werden zusammen in ein Hotelzimmer gesteckt. Da wären der Deserteur Garcin, die Lesbe Inès und die Frau von Welt Estelle. Dass das die Hölle sein kann, ist verständlich. Dass es tatsächlich die Hölle ist, ist irritierend. Die Hölle - ein Hotel?

      Wissend, wo sie sich befinden, sind die drei zu Beginn verwundert, als sie feststellen, dass sie keine Flammen, keine Folterinstrumente oder sonstigen physischen Qualen erwarten. Zu dritt, zusammen eingesperrt in einem Raum bis in alle Ewigkeit? Viel zu bieten hat das Hotelzimmer nicht, denn neben drei Sofas, einer Bronzestatue und einem Spiegel gibt es weder Bett noch Badezimmer. Geschlafen und gegessen wird nicht - also gibt es auch keinen Grund, sich die Zähne zu putzen.

      Weil die Bewohner an ihr menschliches Leben gewöhnt sind, werden sie oft vom Pagen daran erinnert, dass ihr früheres Leben keine Rolle mehr spielt. Abgesehen von diesem Angestellten, der die einzige sonstige Kommunikationsmöglichkeit bietet, haben sie trotzdem die Möglichkeit, etwas vom irdischen Leben mitzubekommen. Allein für die Zeit, in der auf der Erde an sie gedacht wird, können sie die ihnen dargebotenen Szenen durch ein Fenster observieren und belauschen. Dass es das nicht gerade leichter macht, sollen die drei sehr schnell zu spüren bekommen. Warum das Trio überhaupt in genau dieser Konstellation in der Hölle gelandet ist, kristallisiert sich im Laufe des Films heraus …

      „Huis clos“ (1944) ist neben „Die schmutzigen Hände“ (1948) das erfolgreichste Theaterstück von Jean-Paul Sartre. Der Existenzialist wurde 1964 mit dem Literaturnobelpreis für seinen weitreichenden Einfluss auf das Zeitalter ausgezeichnet - und lehnte ab. Das war bis dato erst ein Mal vorgekommen, als der Preisträger Boris Pasternak 1958 von seiner Regierung zur Ablehnung gezwungen wurde. Sartre hingegen nahm die als höchstmögliche geltende Auszeichnung schlichtweg aus persönlichen und inhaltlichen Beweggründen nicht an.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Sonntag auf Montag, 16.10.17
      01:15 - 02:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2017