• 15.02.2018
      23:45 Uhr
      3096 Tage Spielfilm Deutschland 2013 | NDR Fernsehen
       

      Auf dem Schulweg passiert es: Die zehnjährige Natascha Kampusch wird von einem Mann gepackt und in einen Lieferwagen gezerrt. Der arbeitslose Fernmeldetechniker Wolfgang Priklopil hat diese Tat lange geplant. Während die Polizei nach Nataschas Verbleib sucht, beginnt sie zu begreifen, dass ihr Entführer nicht vorhat, sie wieder freizulassen. Im Gegenteil: Mit perfiden Methoden und gezielten Erniedrigungen will er sein Opfer zur absoluten Hörigkeit erziehen. Über acht Jahre muss das Mädchen in ihrem Gefängnis ausharren und sich mit dem unberechenbaren Kidnapper arrangieren. Bis ihr eines Tages die Flucht gelingt.

      Donnerstag, 15.02.18
      23:45 - 01:30 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Auf dem Schulweg passiert es: Die zehnjährige Natascha Kampusch wird von einem Mann gepackt und in einen Lieferwagen gezerrt. Der arbeitslose Fernmeldetechniker Wolfgang Priklopil hat diese Tat lange geplant. Während die Polizei nach Nataschas Verbleib sucht, beginnt sie zu begreifen, dass ihr Entführer nicht vorhat, sie wieder freizulassen. Im Gegenteil: Mit perfiden Methoden und gezielten Erniedrigungen will er sein Opfer zur absoluten Hörigkeit erziehen. Über acht Jahre muss das Mädchen in ihrem Gefängnis ausharren und sich mit dem unberechenbaren Kidnapper arrangieren. Bis ihr eines Tages die Flucht gelingt.

       

      Stab und Besetzung

      Natascha Kampusch Antonia Campbell-Hughes
      Wolfgang Priklopil Thure Lindhardt
      Natascha Kampusch (als Kind) Amelia Pidgeon
      Brigitta Sirny Trine Dyrholm
      Waltraud Priklopil Dearbhla Molloy
      Ludwig Koch Roeland Wiesnekker
      Großmutter Kampusch Ellen Schwiers
      Großmutter Priklopil Erni Mangold
      Ernst Holzapfel Sebastian Weber
      Beamter Arbeitsamt Stephan Bissmeier
      Beamtin Arbeitsamt Tina Grawe
      Beamter Arbeitsamt Arthur Streiling
      Regie Sherry Hormann
      Buch Bernd Eichinger
      Peter Reichard
      Musik Martin Todsharow
      Kamera Michael Ballhaus
      Drehbuch Ruth Toma

      Am Morgen des 2. März 1998 wird die zehnjährige Natascha Kampusch (Amelia Pidgeon) auf ihrem Schulweg von einem Mann in einen Lieferwagen gezerrt und in dessen Haus in einem Wiener Vorort verschleppt. Hier hat der arbeitslose Fernmeldetechniker Wolfgang Priklopil (Thure Lindhardt) in monatelanger Arbeit ein unterirdisches Verlies gebaut, in dem sein wehrloses Opfer die nächsten 3096 Tage ihres Lebens verbringen wird. Nach und nach wird der kleinen Natascha bewusst, in welch auswegloser Lage sie sich befindet: Ihr Entführer, ein psychisch labiler, sexuell verklemmter junger Mann, hat sich das Mädchen ausgesucht, um es in seinem Keller als gehorsame Gespielin aufzuziehen. Mit Überwachung, seelischen Erniedrigungen und körperlicher Gewalt zwingt der Kindnapper dem Kind seinen Willen auf.

      Nachdem sich die fehlerhafte polizeiliche Fahndung als ergebnislos erwies und selbst Nataschas Mutter (Trine Dyrholm), die ihre Tochter vorwiegend alleine aufzog, jede Hoffnung aufgegeben hat, glätten sich auch die medialen Wogen. Man geht zur gesellschaftlichen Tagesordnung über. Auch Wolfgang Priklopils Mutter (Dearbhla Molloy), die ihren zu Sozialkontakten unfähigen Sohn mit vorgekochtem Essen versorgt, ahnt nichts. Je länger der Aufenthalt in ihrem kargen Gefängnis dauert, je älter sie wird, desto mehr begreift Natascha (nun: Antonia Campbell-Hughes), dass sie nur eine Chance zum Überleben hat, wenn sie sich auf das perfide Spiel ihres Entführers einlässt. Sie lernt seine Schwächen kennen und erreicht damit, dass sie hin und wieder Freiheiten genießt - auch wenn jeder Versuch der Auflehnung eine unbeherrschte Attacke ihres Peinigers heraufbeschwört. Es entsteht eine bizarre Annäherung, die bei Natascha der Verzweiflung geschuldet ist, während Priklopil jetzt auch sexuelle Ansprüche stellt. Doch für das inzwischen volljährige Mädchen gibt es nach wie vor nur einen Gedanken: Flucht! Und eines Tages bietet sich ihr endlich die Gelegenheit.

      Wüsste man nicht um die Tatsachen, es wäre noch heute kaum zu glauben: Zwischen dem 2. März 1998 und dem 23. August 2006 verbrachte die junge Österreicherin Natascha Kampusch genau 3096 Tage im unterirdischen Gefängnis ihres Kidnappers: die wichtigsten Jahre ihres Heranwachsens. Ein spektakulärer Entführungsfall, der ein weltweites mediales Echo heraufbeschwor. 2010 veröffentlichte Kampusch ihre Autobiografie. Der deutsche Erfolgsproduzent Bernd Eichinger sicherte sich die Filmrechte und begann persönlich mit einer Drehbuchfassung, die er bis zu seinem plötzlichen Tod im Januar 2011 jedoch nicht mehr fertigstellen konnte und von der Autorin Ruth Toma und dem Journalist Peter Reichard vollendet wurde. Unter der behutsamen Regie von Sherry Hormann entstand ein beklemmendes Protokoll des vermeintlichen Tatherganges, das umso verstörender wirkt, weil die beiden internationalen Hauptdarsteller Antonia Campbell-Hughes („Bright Star") und Thure Lindhardt („Keep the Lights On") das gnadenlose Psychoduell zwischen Täter und Opfer geradezu beängstigend glaubwürdig nachstellen.

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      23:45 - 01:30 Uhr (105 Min.)
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