• 16.01.2018
      00:35 Uhr
      Der Schnee am Kilimandscharo Spielfilm Frankreich 2011 | BR Fernsehen
       

      Michel und Marie-Claire sind seit 30 Jahren verheiratet und verbringen gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln ein beschauliches Leben. Als der engagierte Gewerkschafter Michel arbeitslos wird und der Familie bei einem Überfall die Ersparnisse gestohlen werden, steht die Familie zunächst unter Schock - zumal sich einer der Täter als früherer Kollege Michels entpuppt. Dennoch kümmern sie sich schließlich liebevoll um die mittellosen Brüder des inzwischen Inhaftierten.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 16.01.18
      00:35 - 02:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Michel und Marie-Claire sind seit 30 Jahren verheiratet und verbringen gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln ein beschauliches Leben. Als der engagierte Gewerkschafter Michel arbeitslos wird und der Familie bei einem Überfall die Ersparnisse gestohlen werden, steht die Familie zunächst unter Schock - zumal sich einer der Täter als früherer Kollege Michels entpuppt. Dennoch kümmern sie sich schließlich liebevoll um die mittellosen Brüder des inzwischen Inhaftierten.

       

      Michel, ein engagierter Hafenarbeiter und Gewerkschafter der ersten Stunde, ist nach einer Entlassungsrunde in seiner Marseiller Werft in den viel zu frühen Ruhestand gegangen. Nun verbringt er mit seiner Frau Marie-Claire, mit der er seit 30 Jahren verheiratet ist, ein beschauliches, wenn auch leicht bourgeoises Leben, das vor allem durch die Besuche ihrer Kinder, Enkel und Freunde bestimmt wird.

      Das einfache Leben des Paars wird jedoch erschüttert, als Michel und Marie-Claire brutal überfallen werden. Dabei werden ihnen die gemeinsamen Ersparnisse gestohlen, mit denen sie sich eine Reise zum Kilimandscharo ermöglichen wollten. Als sich dann herausstellt, dass einer der Täter ein früherer Arbeitskollege Michels ist, ist der Gewerkschafter schockiert. Dennoch beginnt das Paar, sich liebevoll um die jüngeren Brüder des inzwischen Inhaftierten zu kümmern.

      Der französische Regisseur Robert Guédiguian ("Letzte Tage im Élysée"), selbst Sohn eines Hafenarbeiters, inszenierte frei nach dem Gedicht "Les pauvres gens" von Victor Hugo ein in seiner Heimatstadt Marseille angesiedeltes herzenswarmes Drama über Solidarität und Menschlichkeit. Sein Film erinnert an die politisch engagierten Filme Mike Leighs, Ken Loachs und Nanni Morettis und begeistert durch Humor und Lokalkolorit. Die Hauptrollen in dem Sozialdrama spielen Jean-Pierre Darroussin und Ariane Ascaride, die zu den Stammschauspielern des Regisseurs zählen, der fast alle seine Filme in Marseille gedreht hat.

      Die französische Hafenstadt bezeichnete Guédiguian entsprechend einmal als "mein Sammelbecken für Fiktion". "Von einem Regisseur mit so ausgeprägter politischer Überzeugung könnte man nun ein dröges oder gar sentimentales Lehrstück befürchten, bar jeder Ironie oder Ambivalenz. Das ist hier nicht der Fall - dafür wählte Guédiguian aber auch eine Form von hintersinnigem Eskapismus, den die inzwischen fast aus dem Kino exterritorialisierten linken Regisseure derzeit bevorzugen: Sie erzählen Märchen. ... Mag sein, es handelt sich hier um eine provenzalische Gartenlauben-Fantasie von Solidarität, die ins Licht gerückt wird. Aus Frankreich, dem abgewerteten Nachbarn in der Eurozone, kommen indes immer noch Impulse, wie 'sozialkritisches Kino' aussehen kann, wenn man als Regisseur seine Figuren mehr liebt als die Belehrung des Publikums."

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 16.01.18
      00:35 - 02:15 Uhr (100 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.04.2018