• 26.05.2017
      20:15 Uhr
      Verschollen in Kolumbien Fernsehfilm Frankreich 2015 (Au nom du fils) | arte Mediathek
       

      Der Schweißer Michel, Mitte 40, führt jenseits seiner Arbeit auf der Schiffswerft im Hafen von Brest ein einsames Leben. Vor Monaten schon ist sein 19-jähriger Sohn nach Kolumbien verschwunden. Erst viel später, über einen Freund und Kollegen, erfährt Michel, dass sein Sohn unter Freunden um einen größeren Geldbetrag gebeten hatte. Obwohl er sich zunächst gegen den Gedanken sträubt, wird er nun unruhig. Ist es seine Schuld, dass sein Sohn verschwunden ist, ohne sich seither zu melden? Ist er ein schlechter Vater? Von einem Tag auf den anderen lässt er alles stehen und liegen und bricht auf, den Verlorenen ausfindig zu machen.

      Freitag, 26.05.17
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Schweißer Michel, Mitte 40, führt jenseits seiner Arbeit auf der Schiffswerft im Hafen von Brest ein einsames Leben. Vor Monaten schon ist sein 19-jähriger Sohn nach Kolumbien verschwunden. Erst viel später, über einen Freund und Kollegen, erfährt Michel, dass sein Sohn unter Freunden um einen größeren Geldbetrag gebeten hatte. Obwohl er sich zunächst gegen den Gedanken sträubt, wird er nun unruhig. Ist es seine Schuld, dass sein Sohn verschwunden ist, ohne sich seither zu melden? Ist er ein schlechter Vater? Von einem Tag auf den anderen lässt er alles stehen und liegen und bricht auf, den Verlorenen ausfindig zu machen.

       

      Seit dem Tod seiner Frau vor zwei Jahren hat Michel nichts mehr von seinem Sohn Etienne gehört. Michel lebt seitdem zurückgezogen und hat einzig bei seiner Arbeit als Schweißer auf der Schiffswerft einige soziale Kontakte. Von seinem alten Freund und Kollegen erfährt Michel, dass der verschwundene Etienne nach viel Geld gefragt hatte. Er wird unruhig und beschließt, sich auf die Suche nach Etienne zu machen. Weit weg von seinem vertrauten alten Leben versucht er sich inmitten des wilden, pulsierenden Kolumbien zurechtzufinden. Kaum in Bogotá angekommen, wird Michel von jungen Leuten ausgeraubt, und alles was ihm bleibt, ist sein Pass. Bei der Polizei fahndet er nach seinem Sohn, doch weder dort noch bei der französischen Botschaft gibt es Hinweise auf seinen Verbleib.

      Auf der Straße trifft er auf eine junge Schweizerin, Charlie. Sie leiht ihm Geld für eine Nacht im Hostel, und er schließt sich ihr an, um zusammen mit dem Bus nach Norden in Richtung Karibik-Küste zu fahren. Während seine Reisegenossin Charlie dort bei ihren Freunden in der Stadt zurückbleibt, zieht Michel alleine weiter an die Strände - eine von Charlies Freundinnen hatte seinen Sohn mit einem Mädchen in einem Ort an der Küste gesehen.

      Nach einer abenteuerlichen Dschungelwanderung durch den Nationalpark Tayrona landet er in einer Strandbar. Keiner kennt seinen Sohn. Allein unter den entspannungssüchtigen, die Nächte durchfeiernden Jugendlichen ist er an den Traumstränden der Küstenregion der Verzweiflung nahe. Nur der beherzten Charlie hat er es zu verdanken, dass er von einem verschlagenen Strandbarbesitzer erfährt, die Freundin eines durchgereisten Franzosen verkaufe in Santa Marta Schmuck.

      Als Michel sie aufspürt, ist Etienne nicht mehr bei ihr - er hat sie verlassen, um die Kogi-Indianer beim Kampf gegen ein Straßenbauprojekt quer durch den Dschungel zu unterstützen. In einem wegen der Aufständischen militärisch gesperrten Gelände der Sierra Nevada findet Michel schließlich seinen Sohn. Er ist verletzt und krank, möchte sich jedoch nicht behandeln lassen. Wird Michel ihn überzeugen können, mit ihm zu kommen?

      Olivier Pérays spannender Film "Verschollen in Kolumbien" versetzt seinen Protagonisten und mit ihm den Zuschauer plötzlich in ein aufregendes, exotisches Land. Die Geschichte geht zurück auf eine Graphic Novel von Clément Belin und Serge Perrotin. Das spannende Roadmovie durch Kolumbien hat Olivier Péray mit viel Humor und Gespür für das lateinamerikanische Abenteuer inszeniert.

      Michel, der kernige Ex-Gewerkschafter auf fremdem Terrain, wird von Pascal Demolon verkörpert. Im französischen Film ein bekanntes Gesicht, war er etwa in "Er liebt mich, er liebt mich nicht - Toujours l'amour" (2014) von Tonie Marshall oder "Tout pour être heureux" (2015) von Cyril Gelblat zu sehen. Lola Naymark, hier die verführerische Charlie, hatte ihren Durchbruch als Hauptdarstellerin in "Die Perlenstickerinnen" (2004) von Eléonore Faucher, der seine Premiere in Cannes hatte und mit dem sie einige Preise gewann.

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      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 28.05.2017