• 22.05.2017
      09:35 Uhr
      360° Geo Reportage Laetitia, allein unter Wölfen | arte
       

      Das Dörfchen Puplovo in der russischen Taiga: Vor fünf Jahren gesellte sich dort mitten in der Wildnis zu einer Handvoll Einheimischen die junge Französin Laetitia Becker aus Straßburg. Es scheint, als habe sie hier das vollkommene Glück gefunden, im schlichten Holzhaus, in dem sie mit ihrem Pyrenäen-Schäferhund Thalis ganz allein dem harten russischen Winter trotzt. Hier kann sie sich ihrer Lebensaufgabe widmen: der Verhaltensforschung von Wölfen.

      Montag, 22.05.17
      09:35 - 10:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Dörfchen Puplovo in der russischen Taiga: Vor fünf Jahren gesellte sich dort mitten in der Wildnis zu einer Handvoll Einheimischen die junge Französin Laetitia Becker aus Straßburg. Es scheint, als habe sie hier das vollkommene Glück gefunden, im schlichten Holzhaus, in dem sie mit ihrem Pyrenäen-Schäferhund Thalis ganz allein dem harten russischen Winter trotzt. Hier kann sie sich ihrer Lebensaufgabe widmen: der Verhaltensforschung von Wölfen.

       

      In Russland gelten Wölfe nach wie vor als Schädlinge. Das schonungslose Jagen ist seit jeher erlaubt. Laetitia Becker, eine junge Französin, und Wladimir Bologow, ein russischer Biologe, möchten die Einstellung zu den geächteten Tieren ändern.

      Wladimir ist der Leiter einer Forschungs- und Auswilderungsstation mitten in der Taiga. Zur Station gehören mehrere Gehege in einem 35 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet. Jedes Jahr nimmt die Station Wolfswelpen von russischen Zoos auf. Außerdem bringen Jäger Jungtiere, deren Eltern sie erschossen haben, hierher. Hauptanliegen ist die Wiederauswilderung der Tiere, die zwar von Laetitia versorgt werden, sich aber nicht zu sehr an sie gewöhnen dürfen. Doch die meisten ihrer Schützlinge kennen die Nähe von Menschen, und Laetitia will erfahren, ob eine Wiederauswilderung dennoch möglich ist. Sie verbringt Tage und Wochen damit, bewegungslos im Gehege zu sitzen - sie beobachtet das Verhalten der Wolfsjungen und verfolgt, inwieweit sich die Jungtiere selbst mit Nahrung versorgen können.

      Laetitia und Wladimir kämpfen gegen den unkontrollierten Abschuss von Wölfen in Russland. Ihr Ziel ist es, das Prämiensystem, das für russische Jäger pro Pelz eine Gratifikation vorsieht, abzuschaffen und dem Wolf zumindest eine Schonzeit einzuräumen. 23 Wölfe konnte Wladimir bis heute auswildern. In Kürze sollen drei Tiere aus Laetitias Bestand folgen. Erstmals konnten sie die Mittel aufbringen, GPS-Halsbänder für die Tiere zu erwerben, um deren Verbleib in der Wildnis weiterhin verfolgen und dokumentieren zu können. Es ist ein einsamer und harter Kampf, den Laetitia führt. Obwohl sie nicht weiß, ob die bevorstehende Auswilderung gelingen wird, ist sie sich sicher: "Meine Zukunft liegt in Russland, in meiner Arbeit wird es immer um Wölfe gehen."

      "360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

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      Montag, 22.05.17
      09:35 - 10:30 Uhr (55 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.08.2017