• 09.04.2017
      19:30 Uhr
      360° Geo Reportage Die letzten Krokodile Venezuelas | arte
       

      Das Orinoco-Krokodil gilt als das größte Raubtier Südamerikas. Über sechs Meter lang kann das seltene, nur im Süßwasserbereich des Orinoco lebende Tier werden. In den letzten Jahren hat der Bestand deutlich abgenommen. Geschätzte 1.500 Tiere gibt es noch in freier Wildbahn. Die El Hato Masaguaral Ranch in Venezuela ist einer der wenigen Orte, an denen versucht wird, Jungkrokodile aufzuziehen und anschließend auszuwildern.

      Sonntag, 09.04.17
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Das Orinoco-Krokodil gilt als das größte Raubtier Südamerikas. Über sechs Meter lang kann das seltene, nur im Süßwasserbereich des Orinoco lebende Tier werden. In den letzten Jahren hat der Bestand deutlich abgenommen. Geschätzte 1.500 Tiere gibt es noch in freier Wildbahn. Die El Hato Masaguaral Ranch in Venezuela ist einer der wenigen Orte, an denen versucht wird, Jungkrokodile aufzuziehen und anschließend auszuwildern.

       

      Das Orinoco-Krokodil gehört zu den größten, aber kaum erforschten Tieren Südamerikas. Nur wenig haben Wissenschaftler bis heute über die bis zu sechs Meter langen Tiere in Erfahrung gebracht. Bald könnte es zu spät sein, denn der Bestand der Tiere in seinen beiden Heimatländern Venezuela und Kolumbien nimmt weiter ab, obwohl sie offiziell unter Schutz stehen. Auf der El Hato Masaguaral Ranch in Venezuela werden Jungtiere gezüchtet und aufgezogen, bis sie erwachsen genug sind, um in der Wildnis zu überleben. "360° Geo Reportage" hat den Krokodil-Kindergarten besucht.

      Janel Abas arbeitet seit etwa drei Jahren auf der El Hato Masaguaral Ranch, einer ehemaligen Rinderfarm im Norden Venezuelas. Deren Mitarbeiter haben sich zum Ziel gesetzt, das selten gewordene Orinoco-Krokodil zu retten.

      Nachdem die Tiere früher wegen ihres Leders schonungslos gejagt wurden, sind heute die Verringerung ihres Lebensraums und die zunehmende Umweltbelastung die Hauptgründe für ihre Gefährdung. Etwa 1.500 Tiere leben noch in freier Wildbahn. Janel Abas betreut die Brut der Eier sowie die Aufzucht der Jungkrokodile, bis diese ausgewildert werden können. Für Nachschub sorgen Elterntiere auf der Farm. Außerdem werden Eier und Jungtiere in den Seitenarmen des Orinoco eingesammelt, deren Überlebenschancen bis zum ersten Lebensjahr in der freien Natur sehr gering sind. Das ist keine ungefährliche Aufgabe: Auch wenn die Orinoco-Krokodile sehr ruhige Vertreter ihrer Art sind, bewachen sie ihr Nest streng.

      Venezuelas Wirtschaftskrise ist auch auf der Farm zu spüren. Durch Stromausfälle verursachte Unterbrechungen von Licht und Heizung bedrohen die empfindlichen Gelege. Aufgrund defekter Kühlsysteme verdirbt das für die Fütterung der Tiere vorgesehene Fleisch. Dennoch sollen demnächst wieder Jungtiere ausgesetzt werden.

      "360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

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      Sonntag, 09.04.17
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