• 29.03.2017
      20:15 Uhr
      Expeditionen ins Tierreich Unbekanntes Afrika - Sahara | NDR Fernsehen
       

      Schnee in Afrika? Das ist hoch oben im Norden keine Seltenheit. Frierend hocken Berberaffen in den eisigen Wipfeln der Zedern in Marokkos Atlasgebirge. Diese Folge des spektakulären Fünfteilers erstaunt: Was haben Sanddünen mit Schnee zu tun? Der Film lüftet das Geheimnis: Zeitrafferaufnahmen enthüllen die Wanderung der Dünen auf nie zuvor gezeigte Weise, enträtseln das Mysterium der "singenden Dünen", liefern Bilder von einem Sandsturm, als sei man mitten drin.

      Mittwoch, 29.03.17
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Schnee in Afrika? Das ist hoch oben im Norden keine Seltenheit. Frierend hocken Berberaffen in den eisigen Wipfeln der Zedern in Marokkos Atlasgebirge. Diese Folge des spektakulären Fünfteilers erstaunt: Was haben Sanddünen mit Schnee zu tun? Der Film lüftet das Geheimnis: Zeitrafferaufnahmen enthüllen die Wanderung der Dünen auf nie zuvor gezeigte Weise, enträtseln das Mysterium der "singenden Dünen", liefern Bilder von einem Sandsturm, als sei man mitten drin.

       

      Schnee in Afrika? Das ist hoch oben im Norden keine Seltenheit. Frierend hocken Berberaffen in den eisigen Wipfeln der Zedern in Marokkos Atlasgebirge. Auch diese Folge des spektakulären Fünfteilers "Unbekanntes Afrika" mit dem Titel "Sahara" erstaunt: Was haben Sanddünen mit Schnee zu tun?

      Der Film lüftet das Geheimnis: Zeitrafferaufnahmen enthüllen die Wanderung der Dünen auf nie zuvor gezeigte Weise, enträtseln das Mysterium der "singenden Dünen", liefern Bilder von einem Sandsturm, als sei man mitten drin.
      Die Vorfahren der frierenden Affen in Marokkos Bergen sind Vertriebene, geflohen vor dem unerbittlichen Vormarsch der größten Wüste der Welt und ihrer Hitze. Auch die Grevyzebras sind einst in angrenzende Trockensteppen ausgewandert, wo das Leben zumindest etwas erträglicher ist. Dort warten die Hengste in ihren Territorien auf Stuten.

      Andere höchst skurrile Geschöpfe flüchten vor der Sonne einfach in die Tiefe. Nacktmulle verbringen nahezu ihr ganzes Leben unter der Erde, wo es mit knapp 30 Grad im Vergleich zu draußen schon sehr erträglich ist. Sie sind die einzigen Säugetiere, die wie Bienen und Ameisen Staaten bilden, mit einer recht tyrannischen Königin und einem ganzen Stab an Arbeitern. Der Film begleitet einen weiblichen Nacktmull auf der Suche nach einem Partner, den sie mit ihren riesigen Schneidezähnen mitten in der Nacht in die gefährliche Oberwelt führt.
      Im Zentrum der Sahara jedoch vermag kaum jemand zu überleben. Die Wüste, die mittlerweile eine Fläche so groß wie die USA einnimmt, hat sich erst vor etwa 5.000 bis 6.000 Jahren gebildet. Da sich Erdachse und Erdumlaufbahn leicht verschoben, blieben die Regenfälle aus. Der Tierpopulation blieb keine Zeit, sich an die veränderte Situation anzupassen. Selbst die als "Wüstenschiffe" bezeichneten Kamele sind auf menschliche Begleitung angewiesen, um Oasen zu finden.

      Ein gerade einmal 20 Gramm schwerer Vogel schafft das jedoch mit eigener Leistung. Die Rauchschwalbe muss auf ihrem Weg von ihrem Winterquartier in Nigeria zurück nach Europa die Sahara überqueren. Das wäre ohne einen ausgezeichneten Navigationssinn ein hoffnungsloses Unterfangen. Der einzige Halt für sie unterwegs ist eine Oase namens Umm al Maa. Doch statt frischem Wasser erwartet die Schwalbe dort eine ätzende Sodabrühe und eine riesige Fliegenplage. Doch genau diese Insekten erweisen sich auf den zweiten Blick als ihre Rettung. Aber wie kann das sein?

      Das vielleicht spektakulärste Beispiel, wie sich auch kleine Tiere meisterhaft in Szene setzen lassen, bildet die letzte Geschichte: der Wettlauf der Silberameisen gegen die Zeit. Sie treten erst mittags zutage, genau dann, wenn ihr größter Feind, die Fransenfingereidechse, unter die Erde fliehen muss. Dann herrschen bereits über 46 Grad. Den Ameisen bleiben gerade einmal zehn Minuten, um Beute zu machen. Dann wird die Temperatur 53 Grad erreicht haben. Mehr halten die Ameisen trotz ihrer silbrigen, Hitze reflektierenden Haut nicht aus. Vier Minuten, bevor sie wieder unter die Erde müssen, finden sie eine Fliege, die ein Opfer der Hitze geworden ist. Für die Ameise ist es jedoch ein immenser Kraftakt, sie in den Bau zu schleifen. Schon liegen einige der Ameisenarbeiter sterbend in der sengenden Sonne. Wie sollen die kleinen Tiere es schaffen, die für sie riesige Beute rechtzeitig in den Bau zu bringen? Müssen sie aufgeben?

      Den Abschluss dieser Folge "Unbekanntes Afrika" bildet anhand eines eindrucksvollen Beispiels ein Blick auf den riesigen Einfluss, den der Kontinent Afrika auf die gesamte Erde hat. In den Wintermonaten trägt der Wind jeden Tag 700.000 Tonnen Mineralstaub von einem riesigen, ausgetrockneten See inmitten der Sahara bis nach Südamerika. Dort düngt er den Regenwald am Amazonas, einen der reichhaltigsten Lebensräume der Erde. Afrika ist das Ursprungsland erstaunlich vieler Lebewesen, die von hier aus die Welt eroberten. Nicht zuletzt gehörten auch unsere Vorfahren dazu. Alles begann in Afrika.

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