• 05.04.2017
      20:15 Uhr
      Expeditionen ins Tierreich Unbekanntes Afrika - Das Kap | NDR Fernsehen
       

      Am Kap der Guten Hoffnung im äußersten Südwesten Afrikas treffen zwei Giganten aufeinander: der warme Indische Ozean und der kalte Atlantik. Wenn sie sich vermischen, steigen Wasserdämpfe auf, die die Gipfel der Tafelberge umhüllen. Diese Folge des außergewöhnlichen Fünfteilers "Unbekanntes Afrika" widmet sich den Einflüssen der beiden Meere und ihren sehr unterschiedlichen Strömungen.

      Mittwoch, 05.04.17
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Am Kap der Guten Hoffnung im äußersten Südwesten Afrikas treffen zwei Giganten aufeinander: der warme Indische Ozean und der kalte Atlantik. Wenn sie sich vermischen, steigen Wasserdämpfe auf, die die Gipfel der Tafelberge umhüllen. Diese Folge des außergewöhnlichen Fünfteilers "Unbekanntes Afrika" widmet sich den Einflüssen der beiden Meere und ihren sehr unterschiedlichen Strömungen.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Eva-Maria Wittke
      Autor Hugh Pearson
      Redaktion Ralf Quibeldey

      Am Kap der Guten Hoffnung im äußersten Südwesten Afrikas treffen zwei Giganten aufeinander: der warme Indische Ozean und der kalte Atlantik. Wenn sie sich vermischen, steigen Wasserdämpfe auf, die die Gipfel der Tafelberge umhüllen.

      Diese Folge des außergewöhnlichen Fünfteilers "Unbekanntes Afrika" widmet sich den Einflüssen der beiden Meere und ihren sehr unterschiedlichen Strömungen. Der warme Agulhasstrom zieht die Ostküste entlang in Richtung Kap; der von der Antarktis kommende kalte Benguela zieht an Afrikas Westküste entlang gen Norden.

      Die kleinen Grünen Meeresschildkröten geraten in den Agulhasstrom, wenn sie den gefährlichen Weg über den Strand vom Ort des Schlüpfens bis zum Meer überlebt haben. Der Film zeigt hautnah die Not eines kleinen Weibchens, das mitten durch hungrige Rabenscharen und von Geisterkrabben verfolgt zum Meer hetzt. Dort angekommen, wird es sofort von der heftigen Brandung erfasst. Und von oben stürzt ein Milan auf das Weibchen hinab. Ist die erste Reise schon nach wenigen Minuten beendet?

      Der Agulhasstrom transportiert jeden Tag über 300 Milliarden Liter Wasser zum Kap. Doch auf seinem Weg dorthin beeinflusst er das Klima bis weit ins Landesinnere. Denn er ist so warm, dass enorme Mengen Wasser verdampfen. Sie regnen in den Bergen von Mosambik ab und haben dort einen Regenwald erschaffen, dessen Ausmaß erst kürzlich mithilfe von Google Earth in vollem Umfang erfasst werden konnte. Insider nennen ihn deshalb auch "Google-Wald". Mitten in ihm folgen Hunderte von Schmetterlingen den Bachläufen gegen den Strom und gelangen so auf den baumfreien Gipfel des Monte Mabu. Dort haben sie Raum genug, um ihren "Schmetterlingsball" aufzuführen. Ein BBC-Filmteam konnte dieses Schauspiel erstmals mit der Kamera für diesen Film einfangen, dessen Drehreise war die zweite Expedition, die in diesen Bergen überhaupt bislang stattgefunden hat.

      Der Einfluss des feuchten Agulhasstroms endet abrupt an den Hängen der Drachenberge, etwa 200 Kilometer von der Ostküste entfernt. Dahinter erstreckt sich die größte Sandfläche der Welt: die Kalahari. Sie geht im äußersten Südwesten in die noch trockenere Wüste Namib über. Deren Bewohner erleben so gut wie nie einen Regenschauer und können nur dank der Nebelschwaden überleben, die an über 200 Tagen im Jahr vom Meer in die Sanddünen ziehen.

      An der Westküste nämlich herrscht der kalte Benguelastrom, der zwar für reichlich Nahrung im Meer, aber nur ganz selten für Regen sorgt. Wenn er tatsächlich einmal fällt, erblüht die Küste in bunten Farben. Dann kämpfen Blatthornkäfer in den Blüten der Kapmargeriten um ihre Weibchen. Vor der Küste sammeln sich währenddessen unzählige Delfine, um einem riesigen Sardinenschwarm zu folgen. Sie werden andererseits von einem noch größeren Feind verfolgt, einem Brydewal. Er ist wie die Delfine auf die Fische aus. Doch der massige Wal braucht die Delfine, die die Sardinen zusammentreiben. Aber dennoch scheint es zunächst, als würde er immer zu spät kommen und kaum etwas von der Beute abbekommen.

      Der nahrungsreiche Benguelastrom lockt auch unzählige Brillenpinguine an, die auf kleinen Inseln vor Südafrikas Küste brüten. Sie müssen ihre Eier vor Hitze schützen. Dabei gehen sie beinahe zugrunde, sind sie doch mit einer dicken Speckschicht gegen grimmige Kälte ausgestattet. Nicht alle halten die heißen Temperaturen aus und müssen ihr Ei verlassen. Der Film begleitet ein Weibchen, das hin- und hergrissen ist zwischen dem Wunsch, der Hitze zu entfliehen, aber gleichzeitig sein Junges nicht zu verlassen. Als der Pinguin-Vater von der Jagd zurückkehrt, weiß er nicht, ob das Weibchen noch auf ihn wartet und sein Junges noch lebt.

      Film von Hugh Pearson

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      Mittwoch, 05.04.17
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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