• 19.02.2018
      02:25 Uhr
      Glanz und Elend der Kurtisanen im Spiegel der Malerei Dokumentation Frankreich 2015 | arte
       

      Anlässlich der Ausstellung "Pracht und Elend. Bilder der Prostitution, 1850-1910", die vom 22 September 2015 bis 17. Januar 2016 im Pariser Musée d'Orsay zu sehen war, wirft ARTE einen künstlerischen Blick auf das "älteste Gewerbe der Welt". Schon Manet, Degas, van Gogh und Picasso waren fasziniert vom weiblichen Körper und thematisierten die käufliche Liebe in ihren Bildern. Wohlhabende Kurtisanen, Halbweltdamen und mittellose Straßendirnen wurden porträtiert und geben schonungslos Auskunft darüber, wie der weibliche Körper im aufstrebenden Kapitalismus des 19. und 20. Jahrhunderts "vermarktet" wurde.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 19.02.18
      02:25 - 03:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 03:05
      Stereo HD-TV

      Anlässlich der Ausstellung "Pracht und Elend. Bilder der Prostitution, 1850-1910", die vom 22 September 2015 bis 17. Januar 2016 im Pariser Musée d'Orsay zu sehen war, wirft ARTE einen künstlerischen Blick auf das "älteste Gewerbe der Welt". Schon Manet, Degas, van Gogh und Picasso waren fasziniert vom weiblichen Körper und thematisierten die käufliche Liebe in ihren Bildern. Wohlhabende Kurtisanen, Halbweltdamen und mittellose Straßendirnen wurden porträtiert und geben schonungslos Auskunft darüber, wie der weibliche Körper im aufstrebenden Kapitalismus des 19. und 20. Jahrhunderts "vermarktet" wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sandra Paugam

      Ob Manets Olympia, Picassos Demoiselles d'Avignon oder auch die Bordellszenen von Degas, van Gogh und Toulouse-Lautrec - in der frühen modernen Malerei wird die Figur der Prostituierten zum zentralen Motiv. Warum malten die Künstler mit Vorliebe den zur käuflichen Liebe bereiten weiblichen Körper? Vielleicht weil die Prostitution im sittenstrengen Zweiten Kaiserreich so rasant zunahm? Oder aus dem Streben nach Realismus und sozialer Wahrheit heraus? Oder etwas doppelbödiger, weil die ambivalente Nacktheit - so frei und doch erzwungen - die Grenzen der Malerei herausforderten?

      Die Darstellungen dieser Frauen von den wohlhabenden Kurtisanen und Halbweltdamen bis zu den mittellosen Straßendirnen geben schonungslos Auskunft darüber, wie der weibliche Körper im aufstrebenden Kapitalismus "vermarktet" wurde. Die künstlerische Erneuerung liegt in den kraftvollen oder auch elenden Gestalten selbst, als hätten sie die Maler zur Suche nach neuartigen Formen getrieben.

      Anlässlich der Ausstellung "Pracht und Elend. Bilder der Prostitution, 1850-1910", die ab September im Pariser Musée d'Orsay zu sehen ist, unternimmt ARTE in dieser Dokumentation eine Reise durch das Paris des 19. und 20. Jahrhunderts und zeichnet eine Chronologie der Darstellungen des ältesten Gewerbes der Welt in der Bildenden Kunst. Der Film beleuchtet herausragende Werke namhafter Künstler und schildert, wie sich das Prostitutionsgewerbe in Paris ausbreitete und was dies für Folgen hatte - angefangen bei der von Napoleon initiierten Sittenpolizei bis hin zur Ausbreitung der Syphilis, die auch vielen Künstlern zum Verhängnis wurde.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 19.02.18
      02:25 - 03:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 03:05
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.02.2018