• 12.02.2018
      01:00 Uhr
      Heilkraft der Klänge Dokumentation Österreich 2015 | arte
       

      Was vermag Musik? Kann ein Klang heilen? Dass in Musik ein therapeutisch-heilsames Potenzial zu stecken scheint, wird besonders in orientalischen und asiatischen Kulturen bis heute nicht angezweifelt. Hingegen hat der Mensch aus den aufgeklärten Gesellschaften des Westens die Erkenntnisse der Wissenschaft und Empirie gegen den Glauben an das Heilsame in den Klängen eingetauscht. Erst jetzt scheint eine Rückbesinnung stattzufinden.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.02.18
      01:00 - 01:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 23:40
      Stereo HD-TV

      Was vermag Musik? Kann ein Klang heilen? Dass in Musik ein therapeutisch-heilsames Potenzial zu stecken scheint, wird besonders in orientalischen und asiatischen Kulturen bis heute nicht angezweifelt. Hingegen hat der Mensch aus den aufgeklärten Gesellschaften des Westens die Erkenntnisse der Wissenschaft und Empirie gegen den Glauben an das Heilsame in den Klängen eingetauscht. Erst jetzt scheint eine Rückbesinnung stattzufinden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Herbert Eisenschenk

      Nicht dass ein Klang schwere Erkrankungen zu heilen vermag, aber in der relativ jungen schulmedizinischen Erkenntnis, dass Heilung des Körpers ohne gleichzeitige Pflegemaßnahmen der Seele nicht optimal funktioniert, hat auch die Musik als wirksame therapeutische Zutat wieder ihren Platz gefunden.

      Auf seiner Reise durch unterschiedliche Welten der heilsamen Klänge macht der Film auch Station in der Türkei. Hier ist die Miteinbeziehung der Musik zur Genesung eine seit vielen Jahrhunderten gelebte Tradition.

      In der Dokumentation wird der Wiener Intensivmediziner und Pianist Klaus-Felix Laczika gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Staudinger nicht nur Schubert musizieren, sondern einen aufschlussreichen Exkurs in die therapeutisch wirksamen Klänge von Bach‘scher Musik unternehmen.

      Eine magische Welt des Klangs mit großem Potenzial zur Findung des inneren Gleichgewichts eröffnet der Klang der japanischen Bambusflöte Shakuhachi. An der Kremser Fachhochschule wurde für den Film erstmalig ein Experiment zur Untersuchung von therapeutischen Qualitäten des außergewöhnlichen Flötenklangs gestartet.

      Die Dokumentation begleitet die Musiktherapeutin Astrid Heine ans Krankenbett eines Wachkomapatienten. Der Zuschauer wird zum hautnahen Teilnehmer an der therapeutischen Situation, die nicht nur von Klang und Musik geprägt ist, sondern vor allem durch das berührende Einfühlungsvermögen der Therapeutin.

      Schließlich begegnet der Zuschauer mit einem der weltweit bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Seine Sicht und Erklärung auf die Wirkung von Mozarts Musik unterzieht das Klischeebild des „gottgesandten Komponisten“ einer wohltuenden Korrektur. Vor allem ist diese Dokumentation aber ein Film des intensiven Hörens von großartigen, vielleicht noch nie gehörten Klängen und des sensiblen Wahrnehmens leiser Zwischentöne - in der Musik und im Gesagten.

      Mitwirkende der Dokumentation sind: Fazil Say - türkischer Pianist und Komponist; Rahmi Oruc Guvenc - türkischer Psychologe und Musiktherapeut; Klaus-Felix Laczika - Wiener Intensivmediziner und Pianist; Jürg Zurmühle - Schweizer Shakuhachi-Meister; Gerhard Tuschy - Berliner Psychiater und Klangtherapie-Pionier; Astrid Heine - österreichische Musiktherapeutin; Gerhard Tucek - Leiter der Ausbildung für Musiktherapie, FH Krems.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.02.18
      01:00 - 01:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 23:40
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.02.2018