• 19.05.2017
      10:55 Uhr
      Benno Ohnesorg - Sein Tod und unser Leben Dokumentation Deutschland 2017 | arte
       

      2. Juni 1967, Westberlin: Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg durch den Schuss eines Polizisten markiert nicht nur die Geburtsstunde der Radikalisierung, sondern auch den Ausgangspunkt für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Anlässlich des 50. Jahrestages rekapituliert der Dokumentarfilm „Benno Ohnesorg - Sein Tod und unser Leben“ die Geschehnisse des 2. Juni 1967, geknüpft an die persönlichen Erinnerungen von Menschen, für die der Tag zu einem persönlichen Wendepunkt wurde. Unter ihnen ist Friederike Hausmann, in deren Armen Benno Ohnesorg starb.

      Freitag, 19.05.17
      10:55 - 11:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      2. Juni 1967, Westberlin: Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg durch den Schuss eines Polizisten markiert nicht nur die Geburtsstunde der Radikalisierung, sondern auch den Ausgangspunkt für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Anlässlich des 50. Jahrestages rekapituliert der Dokumentarfilm „Benno Ohnesorg - Sein Tod und unser Leben“ die Geschehnisse des 2. Juni 1967, geknüpft an die persönlichen Erinnerungen von Menschen, für die der Tag zu einem persönlichen Wendepunkt wurde. Unter ihnen ist Friederike Hausmann, in deren Armen Benno Ohnesorg starb.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Simone Jung

      2. Juni 1967, Westberlin: Die Polizei geht mit massiver Gewalt gegen protestierende Studenten vor, die den Besuch des Schahs von Persien verhindern wollen. Um 20.35 Uhr liegt in den Armen von Friederike Hausmann der sterbende Benno Ohnesorg - am Hinterkopf getroffen von einer Polizeikugel. Der Schuss zielte in viele Köpfe und veränderte Lebensläufe.

      Im Dokumentarfilm „Benno Ohnesorg - Sein Tod und unser Leben“ erzählen Menschen, für die der 2. Juni 1967 zum Wendepunkt wurde, ihre persönliche Geschichte: Friederike Hausmann politisiert sich. Ralf Reinders radikalisiert sich so, dass er zu den Waffen greift und zum Terroristen wird. Zusammen mit anderen wird er die „Bewegung 2. Juni“ gründen und den Politiker Peter Lorenz entführen. Der Polizist Martin Textor ist noch in der Ausbildung und wird von alten Nazi-Offizieren gedrillt. Auch er bleibt nicht unberührt vom Tod des Studenten.

      Durch seine eindrucksvolle Montage entwickelt der Film mehr als nur ein Abbild der damaligen Geschehnisse: Während die Zeitzeugen erzählen, erleben sie Aufbruch und Aufbegehren, Empörung und Wut neu. Unterstützt durch die Originalaufnahmen von Thomas Giefer trägt der Dokumentarfilm die damalige Stimmung in die Gegenwart.

      Heute gilt der 2. Juni 1967 häufig als Geburtsstunde der Radikalisierung, doch der Tag hatte eine einschneidende Wirkung auf die gesamte Gesellschaft. Ohnesorgs Tod wird zum Fanal für die westdeutsche Studentenbewegung. Die Tragödie, die den Protesten gegen den Staatsbesuch des Schahs von Persien folgte, markiert in Westdeutschland den Ausgangspunkt für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, der nicht erst 1968 begann.

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      Freitag, 19.05.17
      10:55 - 11:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.10.2017