• 12.10.2017
      10:15 Uhr
      Stalins James Bond Richard Sorge - Der verratene Meisterspion - Schwerpunkt: Im Auftrag fremder Mächte | arte
       

      Richard Sorge gilt als einer der Meisterspione des 20. Jahrhunderts. Der Deutschrusse war im Zweiten Weltkrieg als Spion für die Sowjetunion in Japan tätig. Mit seinen Meldungen ermöglichte er es Stalin, den Angriff Hitlers auf Moskau zu stoppen. Der Spion mit schillernder Biografie wollte den Sieg Hitlers verhindern. Heute wird er in Japan als Kämpfer für den Frieden verehrt.

      Donnerstag, 12.10.17
      10:15 - 11:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Richard Sorge gilt als einer der Meisterspione des 20. Jahrhunderts. Der Deutschrusse war im Zweiten Weltkrieg als Spion für die Sowjetunion in Japan tätig. Mit seinen Meldungen ermöglichte er es Stalin, den Angriff Hitlers auf Moskau zu stoppen. Der Spion mit schillernder Biografie wollte den Sieg Hitlers verhindern. Heute wird er in Japan als Kämpfer für den Frieden verehrt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Kama Bonvin
      Michael Trabitzsch

      Der Deutschrusse Richard Sorge war eine schillernde Persönlichkeit: Playboy, Trinker, brillanter Analytiker und überzeugter Kommunist. Für Stalin wurde er im Krieg zur Schlüsselfigur, denn die Sowjetunion sah sich nicht nur im Westen durch Deutschland bedroht, sondern ebenso im Osten durch Japan. Mit seiner kriegerischen Expansionsstrategie war Japan eine permanente Bedrohung der UdSSR. Stalin brauchte zuverlässige Agentenmeldungen über den japanischen Kurs. Unter den Augen der japanischen Geheimpolizei baute Richard Sorge einen Spionagering auf.

      Wochen vor dem Juni 1941 funkte er Informationen über den bevorstehenden Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion nach Moskau. Aber Stalin glaubte ihm nicht und verließ sich auf seinen Pakt mit dem Nazi-Regime. Die in Russland vorrückende Wehrmacht brachte die Rote Armee in Bedrängnis. Sie brauchte Verstärkung aus dem Fernostkommando, was Sibirien zur leichten Beute machen würde. Dann landete der Top-Agent Sorge seinen vielleicht größten Coup: Nach einer Geheimkonferenz, der auch der japanische Kaiser beiwohnte, sickerten die erlösenden Details durch, die Sorge sofort nach Moskau übermittelte: Die Japaner würden in Sibirien nicht angreifen.

      Durch die Information konnte Stalin 34 Divisionen vom Fernen Osten nach Westen verlegen und die auf Moskau vorpreschende Wehrmacht stoppen. Sorge wurde 1941 in Tokio verhaftet und 1944 hingerichtet. Er sah sich nicht als Spion, sondern als Patriot, der den globalen Krieg in Südostasien und Japans Zerstörung verhindern wollte. Heute wird er in Japan als Kämpfer für den Frieden verehrt.

      Schwerpunkt: Im Auftrag fremder Mächte
      Spione zwischen den Fronten

      Für die einen sind sie furchtlose Helden im Kampf gegen das Böse, für die anderen skrupellose Verräter am eigenen Vaterland: Spione, die Geschichte schrieben und dabei nicht nur Leib und Leben riskierten, sondern selbst auch Opfer der politischen Zeitläufte und wechselnden Machtkalküls wurden. Richard Sorge, Stalins deutscher Meisterspion in Asien, lieferte wichtige Informationen über die deutsch-japanischen Kriegsvorbereitungen nach Moskau, und wurde nach seiner Enttarnung fallengelassen. Mata Hari, die verrucht-berüchtigte Nackttänzerin aus den Niederlanden, fiel nicht nur wegen ihrer zahllosen Affären mit mächtigen Männern in Paris und Berlin in Ungnade, sondern auch der Furcht vor feindlichen Agenten kurz vor dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Und Karl Ludwig Schulmeister aus Baden galt links des Rheins als verlässlicher Gefolgsmann Napoleons und rechts des Rheins als gefürchteter Statthalter französischer Vormachtansprüche in Europa.

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      10:15 - 11:10 Uhr (55 Min.)
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