• 17.07.2017
      09:00 Uhr
      Klassenfahrt nach Nizza Ein Jahr nach dem Anschlag | rbb Fernsehen Mediathek
       

      Am 14. Juli 2016 rast ein Laster in Nizza in eine feiernde Menschenmenge. Der Attentäter tötet binnen Minuten 86 Menschen. Darunter zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin. Weitere Jugendliche werden schwer verletzt. Eine wundervolle Klassenfahrt endet in einem Alptraum. Ein Jahr nach dem Anschlag von Nizza sprechen die überlebenden Jugendlichen und Lehrer über diese Nacht und ihre Folgen.

      Montag, 17.07.17
      09:00 - 09:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Am 14. Juli 2016 rast ein Laster in Nizza in eine feiernde Menschenmenge. Der Attentäter tötet binnen Minuten 86 Menschen. Darunter zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin. Weitere Jugendliche werden schwer verletzt. Eine wundervolle Klassenfahrt endet in einem Alptraum. Ein Jahr nach dem Anschlag von Nizza sprechen die überlebenden Jugendlichen und Lehrer über diese Nacht und ihre Folgen.

       

      Am 14. Juli 2016 rast ein Laster auf der Promenade des Anglais in Nizza in die feiernde Menschenmenge. Der Attentäter Mohamed Lahouaiej Bouhlel tötet binnen Minuten 86 Menschen. Darunter zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule aus Berlin, die den französischen Nationalfeiertag mitfeierten wollten, direkt am Strand von Nizza. Weitere deutsche Jugendliche werden schwer verletzt. Eine wundervolle Klassenfahrt endet in einem Alptraum.

      Ein Jahr nach dem Anschlag von Nizza sprechen die überlebenden Jugendlichen und Lehrer über diese Nacht und ihre Folgen. Die Filmautoren Harriet Kloss und Markus Thöß sind selbst betroffen, denn ihre Tochter war bei der Klassenfahrt dabei und hat den Anschlag überlebt. Es sind Geschichten von Zufällen, die über Leben und Tod entscheiden, von Panik und Verzweiflung, aber auch von großer Anteilnahme und Unterstützung - auch durch die Anwohner in Nizza, die nach dem Anschlag den Jugendlichen Schutz und Hilfe bieten. Für die Berliner Schülerinnen und ihren Lehrer folgen in dieser Nacht lange Stunden des Bangens und Hoffens. Bis schließlich eine Ahnung zur furchtbaren Gewissheit wird. Zuhause in Berlin muss die Schulleitung verzweifelten Eltern und Angehörigen vom Tod ihrer Kinder und der Lehrerin berichten.

      Wie haben die Schülerinnen und Schüler, der überlebende Lehrer und die Angehörigen das Jahr danach erlebt, wie den Anschlag in Berlin, bei dem ebenfalls ein Attentäter einen LKW in eine Menschenmenge lenkte? Der Film begleitet sie, zeigt wie sie mit dem Trauma umgehen, jeder auf eine andere Art. "Die Angst ist da, sie ist überall", sagt die Mutter einer der verletzten Schülerinnen. "Ich fühle mich in Berlin-Neukölln nicht mehr sicher."

      Die Schülerinnen und Schüler stecken in diesen Wochen mitten in den Abiturprüfungen. Sie werden in Kürze einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Wie auch ihr Lehrer Fuad Z., der ab dem kommenden Schuljahr für drei Jahre an der deutschen Schule in Istanbul unterrichten wird. Zusammen mit seiner Kollegin Sylvia S., die bei dem Anschlag ums Leben kam, hat Fuad Z. die Klassenfahrt begleitet. "Ich selbst versuche jetzt, die Schüler durch das Abitur zu bringen, alle. Das ist meine Aufgabe", sagt der Lehrer. Wenn er alleine ist und die Bilder der Opfer sieht, die bei ihm Zuhause hängen, dann kommt die tiefe Traurigkeit zurück. "Das Schlimmste war, als ich den Koffer von Sylvia packen musste" erinnert er sich. Doch er will den Anschlag hinter sich lassen, irgendwie. Und wünscht sich für seine Zukunft: "Ich will nicht weiter wütend sein".

      Film von Harriet Kloss und Markus Thöß

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      Montag, 17.07.17
      09:00 - 09:30 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.07.2017