• 19.06.2017
      07:10 Uhr
      Leben und Sterben Tür an Tür Ein Hessenreporter von Juliane Meyer und Oliver Schmid | hr-fernsehen
       

      Die hessenreporter Autoren Juliane Meyer und Oliver Schmidt begleiten die Hebamme und Leiterin des Geburtshauses, Karin Flachmeyer, und Viviane Clauss, die Pflegedienstleiterin des Mehrgenerationen-Hospizes, die den Menschen dort in ihren letzten Lebenstagen beisteht: „Sterben ist ja ein Teil des Lebens, sagt sie. „Es ist wirklich der Kreislauf von Tod und Leben. Darin liegt für mich die Tiefe dieses Ortes.“

      Montag, 19.06.17
      07:10 - 07:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Die hessenreporter Autoren Juliane Meyer und Oliver Schmidt begleiten die Hebamme und Leiterin des Geburtshauses, Karin Flachmeyer, und Viviane Clauss, die Pflegedienstleiterin des Mehrgenerationen-Hospizes, die den Menschen dort in ihren letzten Lebenstagen beisteht: „Sterben ist ja ein Teil des Lebens, sagt sie. „Es ist wirklich der Kreislauf von Tod und Leben. Darin liegt für mich die Tiefe dieses Ortes.“

       

      „Ihnen zu begegnen, nachdem ich sie als kleine Babies in den Händen hatte, zu sehen wie sie wachsen – das ist berührend und sehr, sehr schön“, sagt die Hebamme Karin Flachmeyer bei einer Begegnung mit zwei- bis dreijährigen Kindern im „Heilhaus Kassel“. Sie fasst damit das Lebensgefühl der meisten Menschen zusammen, die hier wohnen und arbeiten: Sie fühlen sich einer Gemeinschaft zugehörig, in der jeder für den Anderen da ist in jeder Lebenssituation.

      Im „Heilhaus“ gehören Geburt, Leben und Tod zum Kreislauf des gemeinschaftlichen Lebens - miteinander gestaltet von Jungen und Alten, von Gesunden und Kranken. Ein in Hessen und in Deutschland einmaliger Ort. Er bietet ein Geburtshaus, eine Kindergemeinschaft für unter Dreijährige sowie eine Schule für schwer kranke Kinder und Jugendliche, ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt für derzeit 130 Menschen und Deutschlands einziges Mehrgenerationen-Hospiz. In ihm werden sowohl schwerstkranke Kinder als auch Greise, betreut und umsorgt in den letzten Wochen und Tagen ihres Lebens. Die Heilhausbewegung versteht sich als eine „moderne Form, alte, urchristliche Werte - wie Nächstenliebe, Mitgefühl, dienendes Dasein für andere Menschen - im Alltag zu leben“, sagt Begründerin Ursa Paul. Altes Wissen, so die Gründerin, soll mit Naturwissenschaften und moderner Medizin zusammenwirken. Sie sieht ihre Bewegung nicht als Konkurrenz zur konventionellen Medizin, sondern als Ergänzung. Zu ihrem Glauben befragt, sagt die Visionärin: „Ich bete nicht nur zu einem Gott. Ich glaube, dass in allem Liebe steckt und Glaubenskraft enthalten ist, und es gibt verschiedene Formen und Religionen dafür. So gesehen stehe ich nicht in Konkurrenz zur Kirche. Ich will in einen Dialog eintreten, um den Menschen Entwicklung zu ermöglichen.“ Das Heilhaus ist mit all seinen Angeboten nicht konfessionsgebunden und offen für alle. Kann diese Form der Gemeinschaft ein Gegen-Entwurf sein zu immer mehr Hochleistung und Stress in unserer Gesellschaft? Kann Sterben tatsächlich Teil des Lebens sein?

      Die hessenreporter Autoren Juliane Meyer und Oliver Schmidt begleiten die Hebamme und Leiterin des Geburtshauses, Karin Flachmeyer, und Viviane Clauss, die Pflegedienstleiterin des Mehrgenerationen-Hospizes, die den Menschen dort in ihren letzten Lebenstagen beisteht: „Sterben ist ja ein Teil des Lebens, sagt sie. „Es ist wirklich der Kreislauf von Tod und Leben. Darin liegt für mich die Tiefe dieses Ortes.“

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      Montag, 19.06.17
      07:10 - 07:40 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.10.2017