• 22.04.2015
      20:15 Uhr
      Meine Narbe - ein Schnitt ins Leben Ein Film von Mirjam Unger und Judith Raunig | 3sat
       

      Jedes dritte Baby in Österreich erblickt per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Die oft als "sanft" beschriebene Form der Geburt ist heute die häufigste Operation bei Frauen. Doch die von der Medizin angepriesene Geburtsform wird von vielen Frauen als Trauma erlebt: "Der Kaiserschnitt war immer eine dunkle Wolke, die über mir gehangen ist. So viele andere Frauen bringen ihre Kinder vaginal zur Welt, nur ich schaff's nicht." Gedanken und Gefühle, die oft genug dazu führen, dass Frauen ihr Erlebnis mit dem Kaiserschnitt tabuisieren.

      Mittwoch, 22.04.15
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Jedes dritte Baby in Österreich erblickt per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Die oft als "sanft" beschriebene Form der Geburt ist heute die häufigste Operation bei Frauen. Doch die von der Medizin angepriesene Geburtsform wird von vielen Frauen als Trauma erlebt: "Der Kaiserschnitt war immer eine dunkle Wolke, die über mir gehangen ist. So viele andere Frauen bringen ihre Kinder vaginal zur Welt, nur ich schaff's nicht." Gedanken und Gefühle, die oft genug dazu führen, dass Frauen ihr Erlebnis mit dem Kaiserschnitt tabuisieren.

       

      Jedes dritte Baby in Österreich erblickt per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Die oft als "sanft" beschriebene Form der Geburt ist heute die häufigste Operation bei Frauen. Doch die von der Medizin angepriesene Geburtsform wird von vielen Frauen als Trauma erlebt: "Der Kaiserschnitt war immer eine dunkle Wolke, die über mir gehangen ist. So viele andere Frauen bringen ihre Kinder vaginal zur Welt, nur ich schaff's nicht." Gedanken und Gefühle, die oft genug dazu führen, dass Frauen ihr Erlebnis mit dem Kaiserschnitt tabuisieren.

      Professor Peter Husslein, Leiter der Geburtshilfe im AKH, ist dennoch sicher, dass die Zahl solcher operativen Geburten weiter zunehmen wird. Er sieht die normale Geburt sogar bald als Ausnahme: "Frauen werden sich ganz bewusst für die vaginale Geburt entscheiden müssen, während sie sich jetzt noch bewusst für den Kaiserschnitt entscheiden." Er malt damit ein Bild, gegen das sich die Hebamme Ulrike Schuster wehrt. Sie ist längst aus dieser "Maschinerie", wie sie sagt, ausgestiegen, und arbeitet nun im Waldviertel als Hebamme für Hausgeburten. Sie weiß viel von Angstmache und Zeitdruck zu berichten: "Wenn man Schwangeren sagt, für ihr Kind wäre das besser, sagt kaum eine Frau: 'Ich will das nicht!'. Damit hat man die meisten schon gefangen."

      Doch was sind die wahren Gründe für das rapide Ansteigen der Rate an Kaiserschnitten, und was hätten viele Mütter und Väter bei der Geburt gern anders gemacht, wenn sie nur die Wahl gehabt hätten? Renate Großbichler, leitende Hebamme des SMZ-Ost in Wien, sieht den Vorteil des Kaiserschnitts in seiner guten Planbarkeit: "Das ist eine sehr bequeme Geschichte. Ich hab keine Rufbereitschaft, ich kann die Sache in einer halben Stunde erledigt haben."

      Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen junge Mütter und Väter und ihr persönliches Erleben mit der Schnittentbindung. In Interviews schildern sie Erwartungen und Wünsche, die sie an die Geburt ihres Kindes hatten, ihr körperliches und seelisches Empfinden sowie die oft langwierigen Folgen dieses Ereignisses.

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      Mittwoch, 22.04.15
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.07.2017