• 18.05.2018
      04:30 Uhr
      Historische Ereignisse Berühmte Expeditionen | PHOENIX
       

      Sie erkunden ferne Länder, fremde Kulturen und mystische Orte: mutige Forscher und Expediteure wie Max von Oppenheim oder Alfred Wegener. Während heutzutage nahezu alle Orte erkundet und für Touristen erreichbar sind, gab es vor rund 100 Jahren noch weiße Flecken auf der Landkarte. "Historische Ereignisse" blickt zurück auf berühmte Expeditionen vergangener Jahrhunderte.

      Dokumentationen:

      • Expedition ins ewige Eis - Alfred Wegener
      • Expedition in die Wüste - Johann Burckhardt
      • Ein Kölner Baron auf Schatzsuche - Die Orient-Abenteuer des Max von Oppenheim
      • Der Flieger von Feuerland - Auf den Spuren eines deutschen Pioniers

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 18.05.18
      04:30 - 06:45 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      Stereo

      Sie erkunden ferne Länder, fremde Kulturen und mystische Orte: mutige Forscher und Expediteure wie Max von Oppenheim oder Alfred Wegener. Während heutzutage nahezu alle Orte erkundet und für Touristen erreichbar sind, gab es vor rund 100 Jahren noch weiße Flecken auf der Landkarte. "Historische Ereignisse" blickt zurück auf berühmte Expeditionen vergangener Jahrhunderte.

      Dokumentationen:

      • Expedition ins ewige Eis - Alfred Wegener
      • Expedition in die Wüste - Johann Burckhardt
      • Ein Kölner Baron auf Schatzsuche - Die Orient-Abenteuer des Max von Oppenheim
      • Der Flieger von Feuerland - Auf den Spuren eines deutschen Pioniers

       
      • Expedition ins ewige Eis - Alfred Wegener

      Film von Gabriele Wengler und Sandra Papadopoulos

      Der charismatische Schauspieler Robert Atzorn begibt sich auf die Spuren von Forschern, deren Entdeckungen die Welt bewegten. Männer, die ihrer Zeit oft weit voraus waren und deren Werk zum Teil erst heute vollständig gewürdigt wird.

      Im Zeitalter der Globalisierung, in dem fast jeder Winkel der Welt von Touristen bereist werden kann, ist kaum noch vorstellbar, dass es im 19., ja selbst Anfang des 20. Jahrhunderts, noch weiße Flecken auf der Landkarte gab. Ziele, die heute nur wenige Flugstunden entfernt sind, konnten damals nur nach wochen- oder monatelangen Reisen erreicht werden.

      Mutige Männer wie Alfred Wegener, Johann Ludwig Burckhardt oder Georg Forster widmeten ihr Leben der Entdeckung von Orten und Landschaften, denen noch heute der Reiz des Magischen anhaftet: die zauberhafte Inselwelt der Südsee, das kalte Herz der Arktis oder die geheimnisvollen Tempel Ägyptens.

      Sie verfolgten ihr Ziel ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit. Keine Gefahr war ihnen zu groß, kein Weg zu weit, und der Tod war ihr ständiger Begleiter.

      Als Alfred Wegener im Frühjahr 1930 zu seiner dritten Grönlandexpedition aufbricht, hofft er, dass sie die Krönung seiner Karriere wird. Wenige Jahre zuvor hatte er bereits mit seiner Theorie der Kontinentalverschiebung Furore gemacht, jetzt will er die Klimaforschung revolutionieren.

      Ein Jahr lang werden er und seine Mitarbeiter Messdaten aus der Höhe der Atmosphäre und der Tiefe des Inlandeises zusammentragen. Es ist die erste Langzeitstudie überhaupt und damit der Beginn der modernen Klimaforschung. Ein Teil der Wissenschaftler wird nicht nur weit ins Landesinnere vordringen, sondern mitten auf dem Eispanzer eine Station errichten, die den bezeichnenden Namen "Eismitte" trägt. Zwischen ihr und dem Basislager an der Westküste liegen 400 Kilometer unwirtliche Eiswüste.

      • Expedition in die Wüste - Johann Burckhardt

      Film von Friedrich Klütsch

      Im Frühjahr 1809 erreicht ein junger Kaufmann mit Namen "Sheikh Ibrahim" das syrische Aleppo und lässt sich dort für zwei Jahre nieder. Angeblich kommt er aus Indien, tatsächlich aber handelt es sich um den Schweizer Johann Ludwig Burckhardt, der im Auftrag der britischen "African Association" als Geheimagent unterwegs ist.

      Akribisch hat er bereits in Cambridge die Grundlagen der arabischen Sprache gelernt, in Aleppo wird er jetzt nicht nur sein Arabisch, sondern vor allem auch seine Tarnung vervollkommnen. Denn als Muslim verkleidet will er wagen, was bisher noch keinem gelang: die Erkundung des Niger in Zentralafrika. Anders als seine Vorgänger, die den Fluss von seiner Mündung her über West und Nordafrika erreichen wollten, setzt Burckhardt auf die Ostroute. Er plant, sich in der Verkleidung des arabischen Händlers der großen Pilgerkarawane anzuschließen, die alljährlich von Mekka aus über Kairo nach Timbuktu zieht.

      Seinen ersten Streckenabschnitt, von Aleppo nach Kairo, legt Burckhardt über Land zurück und entdeckt dabei am 22. August 1812 die lang verschollene Wüstenstadt Petra. Die Entdeckung wird in England gebührend gefeiert, doch nicht der Entdecker. Denn sollte seine Tarnung auffliegen, schwebt er in Lebensgefahr. In Kairo angekommen, verschiebt sich Burckhardts Aufbruch Richtung Niger immer wieder. Der Schweizer nutzt die Zeit zu Expeditionen. Dabei entdeckt er die Felstempel von Abu Simbel in Nubien und gelangt selbst an die heiligen Stätten von Mekka und Medina. Als Agent im Auftrag britischer Kolonialpolitik aufgebrochen, macht ihn die Expedition in die Wüste zu einem wahren Freund und Kenner der islamisch-arabischen Welt.

      Den Niger sollte Johann Ludwig Burckhardt alias "Scheich Ibrahim" allerdings nie erreichen. Am 18. Oktober 1817 stirbt der Entdecker in Kairo an der Ruhr. Bei seiner Beerdigung nach muslimischem Ritual folgen sowohl Europäer als auch Araber, Christen und Muslime seinem Leichnam.

      200 Jahre nach der Wiederentdeckung Petras begleitet "Terra X" Robert Atzorn auf seiner Spurensuche in die Wüste und findet dabei einen der ersten "Brückenbauer" zwischen Abendund Morgenland, denn bis heute liefern Burckhardts Aufzeichnungen wichtige Erkenntnisse für das Verständnis der islamischen Welt.

      • Ein Kölner Baron auf Schatzsuche - Die Orient-Abenteuer des Max von Oppenheim

      Film von Jens Nicolai

      Es ist die Geschichte einer spektakulären Entdeckung, die der WDR in einer neuen Dokumentations-Reihe über Abenteurer aus NRW erzählt: Max von Oppenheim findet mitten in der Wüste tonnenschwere Steinfiguren: Basalt-Sphinxe und rätselhafte „Skorpionvogelmänner“. Unter dem Hügel „Tell Halaf“ liegt ein Palast aus biblischer Zeit begraben. Ein Jahrhundertfund.

      Ursprünglich sollte Max von Oppenheim die Geschäfte der familieneigenen Bank übernehmen – doch ihn interessieren der Orient, die Forschung und das Abenteuer. Er lernt Arabisch, studiert bei Beduinen die Sitten und Bräuche des Orients und wird schließlich Attaché am deutschen Generalkonsulat in Kairo, wo er eine Villa mit Gärtner, Dienern und einem Harem bezieht. Er nimmt sich nach islamischer Sitte „Frauen auf Zeit“ und veranstaltet Feste wie aus Tausendundeiner Nacht.

      Als Gastgeber genießt er einen legendären Ruf – doch seine diplomatischen Erfolge sind spärlich. Der Zufall führt ihn auf die Spur der seltsamen Steinfiguren an der türkisch-syrischen Grenze und Oppenheim lässt sich auf das Abenteuer seines Lebens ein. Er trotzt Räubern, der mörderischen Hitze und gräbt mit Hilfe von Archäologen die biblische Stadt „Gozan“ mit einer gigantischen Tempelanlage aus. Neben der Grabung errichtet er eine luxuriöse Unterkunft mit Telefon und Teppichen, lässt Fachinger Wasser importieren und am Ostersonntag Kaviar und Kotelett servieren.

      Der Erste Weltkrieg unterbricht das archäologische Großprojekt und Oppenheim versucht, wieder zurück im diplomatischen Dienst, die Araber g

      egen die feindlichen Engländer und Franzosen aufzuwiegeln. Doch der Plan misslingt. Deutschland verliert den Krieg und Oppenheim sein Vermögen. Aber er sammelt erneut Geld und schafft es tatsächlich, einen Teil seiner Funde nach Deutschland zu bringen. Doch im Zweiten Weltkrieg zerstört eine alliierte Phosphorbombe die Statuen aus dem Morgenland. Vom Lebenswerk Oppenheims bleiben 27.000 zum Teil nur daumengroße Bruchstücke im Keller des Pergamon-Museums übrig. Doch auch diese Katastrophe lässt Oppenheim nicht verzweifeln. „Kopf hoch, Mut hoch und Humor hoch!“ war sein Lebensmotto.

      Max von Oppenheim stirbt 1946. Ein halbes Jahrhundert später sind in einer beispiellosen Puzzlearbeit 30 Statuen wieder auferstanden – das Vermächtnis eines unerschrockenen Abenteurers.

      • Der Flieger von Feuerland - Auf den Spuren eines deutschen Pioniers

      Film von Uwe Agnes und Bernd Siering

      Der deutsche Abenteurer Gunther Plüschow unternimmt 1929 als Erster wagemutige Flüge über Feuerland in Südamerika. Doch seine Leidenschaft wird ihm zum Verhängnis. Fast 90 Jahre später folgt der Expeditionsreisende Arved Fuchs in Patagonien den Spuren des Flugpioniers, der zu Lebzeiten durch seinen Dokumentarfilm "Silberkondor über Feuerland" und seine Bücher ein Medienstar war - heute aber in Vergessenheit geraten ist.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 18.05.18
      04:30 - 06:45 Uhr (135 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.05.2018