• 01.02.2018
      12:15 Uhr
      Re: Alpen in Gefahr Der Klimawandel in den Schweizer Bergen | arte
       

      Der Klimawandel in den Schweizer Alpen schafft Gewinner und Verlierer: Während die einen an spektakulären Pisten-Projekten arbeiten und künstlich einen Winter erschaffen, der schon länger keiner mehr ist, kämpfen andere mit den Folgen schmelzender Gletscher und gewaltiger Bergstürze, die ihre Existenzgrundlage bedrohen. So hat ein gewaltiger Bergrutsch im Sommer 2017 Teile des Dorfes Bondo in Graubünden verwüstet, acht Menschen starben. Über Jahrhunderte blieben die Gesteinsböden am Berg gefroren. Jetzt taut der Berg allmählich auf und bricht deshalb quasi auseinander.

      Donnerstag, 01.02.18
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      Der Klimawandel in den Schweizer Alpen schafft Gewinner und Verlierer: Während die einen an spektakulären Pisten-Projekten arbeiten und künstlich einen Winter erschaffen, der schon länger keiner mehr ist, kämpfen andere mit den Folgen schmelzender Gletscher und gewaltiger Bergstürze, die ihre Existenzgrundlage bedrohen. So hat ein gewaltiger Bergrutsch im Sommer 2017 Teile des Dorfes Bondo in Graubünden verwüstet, acht Menschen starben. Über Jahrhunderte blieben die Gesteinsböden am Berg gefroren. Jetzt taut der Berg allmählich auf und bricht deshalb quasi auseinander.

       

      Steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher: Die heile Bergwelt in den Schweizer Alpen existiert schon länger nicht mehr – und zieht dennoch erlebnishungrige Touristen an. Voraussetzung dafür: möglichst viele Events und ganz viel Schnee. Am letzteren mangelt es dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht.

      Um das ultimative Berg-Erlebnis zu ermöglichen, rückt die Tourismus-Industrie den Alpen weiter zu Leibe. Bernhard Tschannen, Chef des Erlebnis-Skigebietes Glacier 3000 am Nobelort Gstaad, will mit neuen Ski-Pisten immer höher hinaus. Die neueste, der sogenannte Red Run, beginnt auf 3.000 Metern und wurde erst kürzlich aus dem Berg herausgebombt. Sie soll neue Kundschaft aus Asien anlocken, die möglichst viel möglichst schnell erleben will.

      Bislang geht diese Geschäftsstrategie auf – aber ob das langfristig die Bergwelt für die Touristen, aber auch die Einheimischen, erhalten wird, ist fraglich. Klar ist: Durch den Klimawandel wird bis zum Ende des Jahrhunderts ein Großteil der Schweizer Gletscher verschwunden sein.

      Das Tauwetter in den Alpen bringt Menschen aber bereits heute in Not: Ein gewaltiger Bergrutsch hat im Sommer 2017 Teile des Dorfes Bondo in Graubünden verwüstet, acht Menschen starben. Über Jahrhunderte blieben die Gesteinsböden am Berg gefroren. Jetzt taut der Berg allmählich auf und bricht deshalb quasi auseinander.

      Annemieke und Reto Müller-Buob haben ihr Haus verloren; ihr Tal und ihre Heimat aufgeben, wollen sie dennoch nicht. Während die Müller-Buobs ihr Haus räumen müssen, steigt auf dem Gletscher bei Gstaad die Eröffnungs-Party für die neue Skipiste.

      Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen - authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. „Re:“ macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

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      Donnerstag, 01.02.18
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.05.2018