• 16.11.2017
      00:35 Uhr
      Der blaue Express Stummfilm Russland 1929 | arte
       

      1920: In einem von China in die Sowjetunion fahrenden Expresszug herrscht die übliche Aufteilung in drei Klassen: In der ersten Klasse reisen Diplomaten, Unternehmer und der vom Militär begleitete britische Gesandte. In der zweiten Klasse sind Bürger, Gelehrte und Handelsvertreter. In der dritten Klasse befinden sich die einfachen Arbeiter. Zwei westeuropäische Männer haben es auf ein Mädchen der untersten Klasse abgesehen, das in einer Rauferei schließlich zu Tode kommt. Chinesische Tagelöhner erheben sich gegen korrupte Generäle, Ausbeuter und Waffenschieber. Die Revolution bricht aus.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 16.11.17
      00:35 - 01:35 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      1920: In einem von China in die Sowjetunion fahrenden Expresszug herrscht die übliche Aufteilung in drei Klassen: In der ersten Klasse reisen Diplomaten, Unternehmer und der vom Militär begleitete britische Gesandte. In der zweiten Klasse sind Bürger, Gelehrte und Handelsvertreter. In der dritten Klasse befinden sich die einfachen Arbeiter. Zwei westeuropäische Männer haben es auf ein Mädchen der untersten Klasse abgesehen, das in einer Rauferei schließlich zu Tode kommt. Chinesische Tagelöhner erheben sich gegen korrupte Generäle, Ausbeuter und Waffenschieber. Die Revolution bricht aus.

       

      1920: Ein Expresszug fährt von China in die Sowjetunion. Darin sitzen Männer und Frauen unterschiedlichen Standes. In der ersten Klasse reist der britische Gesandte mit Missionaren und Unternehmern. In der zweiten Klasse sind Bürger, Akademiker und Handelsvertreter unterwegs, in der dritten Klasse reist das Proletariat. Als dort ein Mädchen Opfer sexueller Übergriffe wird, entwickelt sich aus dem Handgemenge eine Revolte, bei der sich chinesische Tagelöhner gegen korrupte Generäle und Waffenschieber erheben.

      Regisseur Ilja Trauberg folgte bei der Inszenierung dieses von größter Spannung erfüllten Revolutionsdramas bewusst dem Vorbild Sergej M. Eisensteins, denn bereits sein Bruder - Leonid Trauberg - war Regieassistent bei der russischen Filmlegende. Auch Autor Sergej Tretjakow stand in engem Kontakt zu Avantgardisten wie Eisenstein, Majakowski und Brecht.

      "Der blaue Express" war ursprünglich als Stummfilm gedreht worden und kam ab 1930 auch als Tonfilm in die Kinos. In Deutschland war Edmund Meisel, der die legendäre Premierenmusik für "Panzerkreuzer Potemkin" geschrieben hatte, für die Vertonung verantwortlich. Edmund Meisel (1894-1930) gilt als der große Neuerer der Stummfilm-Musik, der Filmen durch die Verschmelzung von Musik und Bildschnitt eine bezwingende Wirkung gab. Er schuf den Sound epochaler Werke der Film- und Theatergeschichte der 1920er Jahre, unter anderem für "Berlin - die Symphonie der Großstadt" (1927) und "Oktober" (1928).

      Seine Ausdrucksmittel hatte Meisel an der Berliner Volksbühne fürs Politische Theater von Erwin Piscator entwickelt. Er experimentierte mit neuen Technologien der Musikbegleitung, schrieb 14 Bühnenmusiken und zehn Filmmusiken, er dirigierte, machte Hörspiele und Plattenaufnahmen. Die Filmmusik für "Der blaue Express" ist sein künstlerisches Vermächtnis; Edmund Meisel starb kurz nach der Studio-Einspielung im November 1930 - mit ihm hatte die Filmwelt einen ihrer produktivsten Komponisten verloren.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 16.11.17
      00:35 - 01:35 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.11.2017