• 13.08.2017
      05:05 Uhr
      Es war einmal ... "The Queen" Dokumentationsreihe Frankreich 2017 - Schwerpunkt: Summer of Fish 'n' Chips | arte
       

      Prinzessin des Volkes – nach Dianas tragischem Tod im Jahr 1997 steht Tony Blair vor einer schweren Entscheidung: Folgt der junge Premierminister der konservativen Haltung des Königshauses oder kämpft er für ein öffentliches Staatsbegräbnis? Diese Dokumentation zeigt, warum der Film „Die Queen“ (2006) ein Tabu brach, indem er die Königsfamilie auf die Kinoleinwand brachte und in anderem Licht zeigte.

      Sonntag, 13.08.17
      05:05 - 06:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Prinzessin des Volkes – nach Dianas tragischem Tod im Jahr 1997 steht Tony Blair vor einer schweren Entscheidung: Folgt der junge Premierminister der konservativen Haltung des Königshauses oder kämpft er für ein öffentliches Staatsbegräbnis? Diese Dokumentation zeigt, warum der Film „Die Queen“ (2006) ein Tabu brach, indem er die Königsfamilie auf die Kinoleinwand brachte und in anderem Licht zeigte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Thompson

      Der Film „Die Queen“ (2006) des britischen Regisseurs Stephen Frears stellt sich mutig der Aufarbeitung jüngster britischen Geschichte: den kurzen, aber heftigen Konflikt zwischen dem jungen britischen Premierminister Tony Blair und der Queen nach dem tödlichen Unfall von Prinzessin Diana im Jahr 1997. Weil die Queen befand, dass Diana nach ihrer Scheidung von Prinz Charles nicht mehr zur königlichen Familie gehöre, wollte sie weder das Begräbnis ausrichten noch eine offizielle Erklärung zu Dianas Tod abgeben. Die kühle, distanzierte Haltung der Monarchin, die in starkem Kontrast zur heftigen Trauer der britischen Bevölkerung stand, löste Wut und Fassungslosigkeit aus. Darüber geriet sogar die Monarchie, eine der Säulen des politischen Systems in Großbritannien, ins Wanken. Tony Blair hatte den Ernst der Lage erfasst. Mit großem Geschick gelang es ihm, die Queen umzustimmen und ein Staatsbegräbnis ausrichten zu lassen.

      Die Dokumentation „Es war einmal ... The Queen“, hebt hervor, wie gewagt Frears Film war. Lebende Mitglieder der königlichen Familie in einem Film zu zeigen, war bis dato ein absolutes Tabu gewesen. Stephen Frears, der von der dokumentarischen, sozialkritischen Free-Cinema-Bewegung der 50er Jahre geprägt ist, beschreibt, wie er sich an ein nationales Monument heranwagte. „Die Queen“ ist ein realistisches, zutiefst menschliches Porträt der britischen Königin, großartig dargestellt von Helen Mirren. In der Dokumentation schildert die Schauspielerin, wie sie sich auf die Rolle vorbereitete und wie es ihr gelang, dass die Grenzen zwischen Darstellerin und Monarchin verschwammen – für diese eindrucksvolle Leistung wurde sie mit einem Oscar ausgezeichnet. Die Dokumentation zeigt auch, dass sich Frears und sein Drehbuchautor Peter Morgan trotz der gründlichen dokumentarischen Arbeit und der authentischen Archivbilder auch große künstlerische Freiheiten nahmen.

      Neben Regisseur Stephen Frears geben Drehbuchautor Peter Morgan, Kameramann Affonso Beato und Sarah Bradford, die Biografin von Königin Elizabeth II., teils sehr private Einblicke in die Entstehungshintergründe des mehrfach preisgekrönten Films. Zu Wort kommen auch die Darsteller Alex Jennings, Michael Sheen und Helen Mirren, die für ihre Rolle mit dem Oscar bedacht wurde.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Sonntag, 13.08.17
      05:05 - 06:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.12.2017