• 12.08.2017
      05:50 Uhr
      London Beat - Musik als Revolte Dokumentation Deutschland 2017 - Schwerpunkt: Summer of Fish 'n' Chips | arte
       

      The Rolling Stones, The Kinks, The Who, Depeche Mode, Sex Pistols, zuletzt Kate Tempest und M.I.A. - Londons Musikszene hat mehr als große Namen und Welterfolge zu bieten. Die erfolgreichsten Hits aus London haben oft eine ernste Nachricht an das politische Establishment. In den 1980er Jahren mobilisiert sich eine Armada von Bands und Künstlern gegen die von starken Klassen- und Rassengegensätzen geprägte Gesellschaft. Anhand von Konzertausschnitten und Interviews erzählt der Film von den Hintergründen und veranschaulicht die abwechslungsreiche Geschichte der Revolte in der Musik Londons.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 12.08.17
      05:50 - 06:50 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      The Rolling Stones, The Kinks, The Who, Depeche Mode, Sex Pistols, zuletzt Kate Tempest und M.I.A. - Londons Musikszene hat mehr als große Namen und Welterfolge zu bieten. Die erfolgreichsten Hits aus London haben oft eine ernste Nachricht an das politische Establishment. In den 1980er Jahren mobilisiert sich eine Armada von Bands und Künstlern gegen die von starken Klassen- und Rassengegensätzen geprägte Gesellschaft. Anhand von Konzertausschnitten und Interviews erzählt der Film von den Hintergründen und veranschaulicht die abwechslungsreiche Geschichte der Revolte in der Musik Londons.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Claus Bredenbrock

      In den 1980er Jahren mobilisiert sich eine ganze Armada von Bands und Künstlern aus London auf ihre eigene Art gegen die von starken Klassen- und Rassengegensätzen geprägte Gesellschaft. Aswad unterstützen die Plattform "Rock Against Racism". Pete Townshend von The Who widmet 1985 ein ganzes Album dem Londoner Problemstadtteil White City. In London wird die Initiative zur Haftentlassung Nelson Mandelas gegründet. Der Song "Free Nelson Mandela" wird zum internationalen Erfolg und CND, die Kampagne für nukleare Abrüstung, wird bei ihren Aktionen schon seit den 1950er Jahren von Musikern aller Stilrichtungen unterstützt. The Rolling Stones, The Kinks, The Who, Depeche Mode, Sex Pistols, The Clash, Linton Kwesi Johnson, zuletzt Kate Tempest und M.I.A. - Londons Musikszene hat mehr als nur große Namen und Welterfolge zu bieten. Die spannendsten und erfolgreichsten Hits aus London haben oft eine ernste Nachricht an das politische Establishment. Die musikalischen Meisterleistungen gepaart mit ihrer politisch kritischen Haltung machen London zur innovativsten und aufregendsten Musikstadt der Welt, in der populäre Kultur, Sozialgeschichte und Musik in ungewöhnlichen Synergien Erstaunliches hervorbringen. Anhand von Konzertausschnitten und Interviews mit Musikern wie Jools Holland (Squeeze) und Aktivisten wie Don Letts (The Clash) oder Viv Albertine (The Slits) erzählt der Film von den Hintergründen der Entwicklung und veranschaulicht die abwechslungsreiche Geschichte der Revolte in der Musik Londons.

      Dokumentation Deutschland 2017

      • Schwerpunkt: Summer of Fish 'n' Chips

      Großbritannien ist das Mutterland des Pop. Zum einen ist das Vereinigte Königreich neben den USA das einzige Land, das internationale Popgrößen über Jahrzehnte quasi fließbandartig produziert hat: Adele, Coldplay, One Direction, Radiohead heute – früher die Beatles, die Rolling Stones, Pink Floyd, Led Zeppelin oder The Who, irgendwo dazwischen Depeche Mode, Robbie Williams, George Michael, Sting oder Queen. Zum anderen bildet Großbritannien für das Musikgeschäft seit jeher den Brückenkopf zwischen den USA und Europa: Erst wer den hart umkämpften englischen Markt knackt und erobert, hat Chancen auf einen wahren Welterfolg. ARTE wagt sich nun – im Jahr, in dem die historischen Verhandlungen über den Brexit beginnen – mit dem "Summer of Fish 'n' Chips" daran, sechs Jahrzehnte reichhaltigster britischer Popkultur an sechs Wochenenden zu feiern und zu würdigen.

      Der Programmschwerpunkt bietet markante und kultige Spielfilme wie "Highlander", "Notting Hill", den visionären Horror-Klassiker "Peeping Tom" oder Michael Winterbottoms ikonoklastisches Werk "24 Hour Party People", das die New-Wave- und Rave-Szene Manchesters wiederauferstehen lässt. Natürlich ist auch dieser "Summer of" wieder reich an hochkarätigen Konzertaufzeichnungen, die von Pink Floyd über Depeche Mode und The Cure hin zu einem aktuellen Konzert von Deep Purple reichen, die in diesem Jahr ihren Bühnenabschied verkündet haben. Eine besondere Perle ist die Ausstrahlung vom Isle of Wight Festival, das 1968 erstmals stattfand und als das europäische Woodstock in die Pop-Annalen einging. Im Programm findet sich außerdem eine neue, unveröffentlichte Dokumentation über das Beatles-Album "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band", das in diesem Sommer 50 Jahre jung wird. Als zeitgenössisches Gegenstück zeigt ARTE in deutscher Erstaufführung mit "Bunch of Kunst" einen Film über das Musikduo Sleaford Mods, das die Wut und Energie des frühen Punk in sich bündelt, ins Heute transportiert und damit wie keine andere Band die aktuelle Stimmungslage im Land beschreibt.

      Präsentiert wird der "Summer of Fish 'n' Chips" von dem Mann, der als Sänger der Sex Pistols vor 40 Jahren den Punk miterfand und für gehörig "Anarchy in the UK" sorgte: John Lydon, besser bekannt als Johnny Rotten. Ein Mann, der vielen schon zu Lebzeiten als Legende gilt. Bis zum heutigen Tag mischt er mit seiner Band Public Image Ltd. (PiL) und Hits wie "This is not a love song" weltweit die Musikszene auf. In diesem Frühjahr veröffentlichte er seine gesammelten Texte in dem vielbeachteten Werk "Mr. Rotten's Songbook". Dem beschlossenen Brexit zum Trotz: Die britische Popmusik wird uns sicher auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch erhalten bleiben und uns weiterhin inspirieren, unterhalten und prägen. Ja, überhaupt: Als die Beatles und die Rolling Stones in den Sechzigern auch die kontinentaleuropäischen Hitparaden jahrelang besetzt hielten, war Großbritannien auch (noch) kein Mitglied der Europäischen Union ... Daher gilt bis auf weiteres: Keep cool und – never mind the Brits!

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 12.08.17
      05:50 - 06:50 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.12.2017