• 19.05.2017
      06:15 Uhr
      Augenblicke der Weltgeschichte Victor Bermon - Ein Kolonialoffizier auf dem Jangtse | arte
       

      Das 20. Jahrhundert stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dank der neuen Technik konnte jedermann Erinnerungen an sein Leben in Bildern festhalten. Millionen von Amateurfotografen schufen so unwillkürlich eine Chronik ihrer Zeit. Im Jahr 1905 wird der Marineoffizier Victor Bermon nach China entsandt, um die französische Präsenz in der Provinz Sichuan zu sichern. In Hunderten von Fotos dokumentiert er seine Reise über den Jangtsekiang und vermittelt einen lebhaften Eindruck vom Alltag im Reich der Mitte zwischen Märkten, Opiumhöhlen und Freudenhäusern.

      Freitag, 19.05.17
      06:15 - 06:40 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Das 20. Jahrhundert stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dank der neuen Technik konnte jedermann Erinnerungen an sein Leben in Bildern festhalten. Millionen von Amateurfotografen schufen so unwillkürlich eine Chronik ihrer Zeit. Im Jahr 1905 wird der Marineoffizier Victor Bermon nach China entsandt, um die französische Präsenz in der Provinz Sichuan zu sichern. In Hunderten von Fotos dokumentiert er seine Reise über den Jangtsekiang und vermittelt einen lebhaften Eindruck vom Alltag im Reich der Mitte zwischen Märkten, Opiumhöhlen und Freudenhäusern.

       

      Anfang des 20. Jahrhunderts ist China ein Spielball europäischer Interessen. Frankreich - bereits Kolonialmacht in Indochina - will seinen Einflussbereich weiter ausdehnen. Ein strategisches Ziel ist die Kontrolle über den größten Fluss Asiens: den Jangtsekiang. 1905 wird der Marineoffizier Victor Bermon nach China entsandt, um dort in der Provinz Sichuan die französische Präsenz zu sichern. In Chongqing, dem französischen Stützpunkt der Provinz, übernimmt er das Kommando über den Kanonendampfer „Olry“. Schiff und Besatzung trotzen den gefährlichen Stromstellen und dringen flussaufwärts bis ins Herz des Landes vor. In Hunderten von Fotos dokumentiert Victor Bermon den Alltag im Reich der Mitte. Im Gegensatz zu den meisten Europäern, die sich in der damaligen Zeit für die koloniale Baukunst interessieren, fängt Bermon mit seiner Kamera das Leben auf den Straßen des Landes ein und zeichnet ein Bild der chinesischen Kultur vor mehr als hundert Jahren. Seine Fotos zeigen ominöse Heilmittel, die es auf den Märkten des Landes zu kaufen gibt, Opiumhöhlen und Freudenhäuser, aber auch die Schönheit der wilden Flusslandschaften Chinas.

      Die Reihe „Augenblicke der Weltgeschichte“ erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.07.2017