• 22.04.2017
      02:50 Uhr
      Magische Gärten Jnan Sbil | arte
       

      In der nordmarokkanischen Stadt Fès befindet sich die größte Medina der Welt. Zwischen dem hektischen Treiben der Altstadt und dem Lärm der modernen Viertel erstreckt sich der mehr als sieben Hektar große Garten Jnan Sbil. Der Park, dessen Name auf Arabisch „Paradies“ bedeutet, wurde im 18. Jahrhundert von Sultan Moulai Abdallah angelegt und ist seit 1917 öffentlich zugänglich. Von Stadtmauern und Überresten der einstigen Befestigungsanlage umschlossen, ist er eine Oase der Ruhe, ein blühendes Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 22.04.17
      02:50 - 03:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      In der nordmarokkanischen Stadt Fès befindet sich die größte Medina der Welt. Zwischen dem hektischen Treiben der Altstadt und dem Lärm der modernen Viertel erstreckt sich der mehr als sieben Hektar große Garten Jnan Sbil. Der Park, dessen Name auf Arabisch „Paradies“ bedeutet, wurde im 18. Jahrhundert von Sultan Moulai Abdallah angelegt und ist seit 1917 öffentlich zugänglich. Von Stadtmauern und Überresten der einstigen Befestigungsanlage umschlossen, ist er eine Oase der Ruhe, ein blühendes Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Simon Watel

      Die Stadt Fès im Norden Marokkos ist ein Juwel; sie besitzt die größte Altstadt der Welt. An der Schnittstelle zwischen der Altstadt und der riesigen Neustadt erstreckt sich über mehr als sieben Hektar der Garten Jnan Sbil. Im 18. Jahrhundert von Sultan Moulai Abdallah angelegt, wurde er im letzten Jahrhundert zum öffentlichen Park. Später wurde er auf Initiative von Prinzessin Lalla Hasna renoviert und 2010 neu eingeweiht. Seine außergewöhnliche Bepflanzung besteht aus verschiedenen Gehölzen wie Eukalyptus, Nadelbäumen und Palmen, die teilweise mehr als hundert Jahre alt sind.

      Mitten im Stadtzentrum herrscht hier eine sanfte, friedliche Atmosphäre. Seine Struktur erhält der Park durch die spektakuläre Allee aus Washington-Palmen im Norden und die Nord-Süd-Ausrichtung der Wasserbecken im andalusischen Garten. Der Garten ist eine Mischung aus marokkanisch-andalusischer Kultur, weil die Andalusier nach Marokko kamen und den hiesigen Gärten ihren Stempel aufdrückten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Garten von Franzosen umgestaltet. Die marokkanische oder andalusische Kultur zeigt sich in der Struktur. Der Garten ist streng formal und symmetrisch angelegt, mit einer zentralen Achse. Er ist auch vom Riad - also einem marokkanischen Palast mit Innenhof - beeinflusst: mit Patios, Brunnen und geschlossenen Räumen, die durch hohe Pflanzungen geschaffen wurden.

      Auch die Farben, das Gewimmel aus Pflanzen, Blumen und blühenden Hecken ist typisch marokkanisch. Der französische Touch ist die Strukturierung der Beete. Sie sind sehr geometrisch angelegt. Die Hecken, die die Beete begrenzen, sind sorgsam gestutzt; und es gibt eine Blickachse, die über den Garten hinausreicht. Der Garten Jnan Sbil ist also ein echter Mischgarten aus französischem und marokkanischem Know-how.

      Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten der Welt. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken - und die Menschen kennenzulernen, die diese Gärten pflegen, erforschen und gestalten.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2016

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 22.04.17
      02:50 - 03:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.08.2017