• 21.04.2017
      16:20 Uhr
      Magische Gärten Murin-an | arte
       

      Im späten 19. Jahrhundert schuf der bedeutende Staatsmann Aritomo Yamagata in Kyoto einen traditionellen japanischen Garten, durch den ein Fluss quer hindurchfließt, um den herum alles gestaltet ist: Bäume, Felsen, Wege und Rasen- wie Moosflächen. Zum einen folgt alles der ursprünglichen Landschaft und dem natürlichen Flusslauf, zum anderen spiegelt sich die Umgebung mit ihrer Berglandschaft in der Konzeption des Gartens wider. Berühmt ist der Garten auch für seine vielen Moosarten, die sehr aufwendig gepflegt werden müssen.

      Freitag, 21.04.17
      16:20 - 16:45 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Im späten 19. Jahrhundert schuf der bedeutende Staatsmann Aritomo Yamagata in Kyoto einen traditionellen japanischen Garten, durch den ein Fluss quer hindurchfließt, um den herum alles gestaltet ist: Bäume, Felsen, Wege und Rasen- wie Moosflächen. Zum einen folgt alles der ursprünglichen Landschaft und dem natürlichen Flusslauf, zum anderen spiegelt sich die Umgebung mit ihrer Berglandschaft in der Konzeption des Gartens wider. Berühmt ist der Garten auch für seine vielen Moosarten, die sehr aufwendig gepflegt werden müssen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Emmanuel Descombes

      Im Herzen von Kyoto befindet sich der Garten Murin-an. Er wurde im späten 19. Jahrhundert von Aritomo Yamagata angelegt, einem bedeutenden japanischen Staatsmann, der auch als talentierter Gärtner in die Geschichte einging. Für seinen Park in Kyoto erwarb er von den Mönchen des Nanzen-ji-Tempels ein circa 3.000 Quadratmeter großes Grundstück. Bei der Gestaltung wurden Elemente der umliegenden bergigen Landschaft optisch in den Garten miteinbezogen - ein Konzept, das in Japan „Shakkei“ („geliehene Landschaft“) heißt. Ferner spielen Steine in Murin-an eine wichtige Rolle: Sie begrenzen die Wege, führen über das Flüsschen und schaffen kleine Strände.

      Besonders bekannt ist der Garten für die vielen verschiedenen Moose, die dort zu finden sind. Es gibt dort circa 80 verschiedene Moosarten. Bei der Pflege und beim Anbau der Moose arbeiten die Gärtner eng mit einer Universität zusammen. Die Gestaltung mit Moosen folgt dem ästhetischen Konzept des Wabi-Sabi, das eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden ist und das Melancholische sowie das Einsam-Stille mit Alter und Reife verbindet. Insgesamt entsteht der Gesamteindruck eines natürlich gewachsenen Gartens, obwohl jedes Detail sorgfältig durchdacht ist. Im Garten befindet sich auch ein Aquädukt, das im Jahr 1890 erbaut wurde und bis heute Wasser in die Umgebung befördert.

      Die Dokumentation beleuchtet auch die Meiji-Zeit, in der der Garten entstanden ist: Jedes Jahr im Juli wird in Kyoto das Gion-Matsuri-Festival abgehalten, bei dessen prachtvollen Paraden mit Festwagen die Geschichte der Stadt erzählt wird, als sich diese langsam dem Westen öffnete. Moderne europäische Einflüsse aus Frankreich und Großbritannien spiegeln sich so auch im Murin-an-Garten wider - eine neue Vision des traditionellen japanischen Gartens.

      Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten der Welt. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken - und die Menschen kennenzulernen, die diese Gärten pflegen, erforschen und gestalten.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2016

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      Freitag, 21.04.17
      16:20 - 16:45 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.10.2017