• 21.04.2017
      13:35 Uhr
      Pforten der Nacht Spielfilm Frankreich 1946 (Les Portes de la nuit) | arte
       

      Im Februar 1945 tummeln sich im befreiten Paris Kriegsgewinnler und Spekulanten, Résistance-Veteranen und Kollaborateure, Helden und Verräter. Der Weltenbummler Diego verliebt sich in die schöne Malou, die ihren reichen und egozentrischen Mann Georges verlassen will. Malous Bruder Guy allerdings entpuppt sich als Denunziant, der einst Diegos Freund an die Gestapo verraten hat. Von Diego vor versammelter Familie bloßgestellt, findet Guy bald eine Gelegenheit, sich zu rächen. Er zeigt dem eifersüchtigen Georges, wo sich Diego und Malou aufhalten, und leiht ihm seine Pistole.

      Freitag, 21.04.17
      13:35 - 15:50 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Im Februar 1945 tummeln sich im befreiten Paris Kriegsgewinnler und Spekulanten, Résistance-Veteranen und Kollaborateure, Helden und Verräter. Der Weltenbummler Diego verliebt sich in die schöne Malou, die ihren reichen und egozentrischen Mann Georges verlassen will. Malous Bruder Guy allerdings entpuppt sich als Denunziant, der einst Diegos Freund an die Gestapo verraten hat. Von Diego vor versammelter Familie bloßgestellt, findet Guy bald eine Gelegenheit, sich zu rächen. Er zeigt dem eifersüchtigen Georges, wo sich Diego und Malou aufhalten, und leiht ihm seine Pistole.

       

      Stab und Besetzung

      Georges Pierre Brasseur
      Guy Sénéchal Serge Reggiani
      Diego Yves Montand
      Malou Nathalie Nattier
      Monsieur Sénéchal Saturnin Fabre
      Raymond Lécuyer Raymond Bussières
      Landstreicher Jean Vilar
      Claire Lécuyer Sylvia Bataille
      Monsieur Quinquina Julien Carette
      Madame Quinquina Mady Berry
      Regie Marcel Carné
      Musik Joseph Kosma
      Cutting Jean Feyte
      Marthe Gottié
      Kamera Philippe Agostini
      Drehbuch Jacques Prévert

      Februar 1945, im befreiten Paris: Der charmante und weit gereiste Diego ist auf dem Weg nach Barbès-Rochechouart, einem Arme-Leute-Viertel, um der Frau seines Freundes Raymond Lécuyer die traurige Nachricht vom Tod ihres Mannes zu überbringen. Doch wie durch ein Wunder hat Raymond die Folter der Gestapo überlebt und steht lebendig vor ihm. Die Wiedersehensfeier zieht sich in die Länge, und Diego verpasst die letzte Metro. Er übernachtet bei den Lécuyers.

      Im Hinterhof trifft er auf die schöne Malou, die sich mit ihrem Mann Georges, einem egozentrischen Kriegsgewinnler, zerstritten hat und gerade von einem enttäuschenden Wiedersehen mit ihrem alten Vater zurückkehrt. Das romantische Tête-à-tête mit Diego wird von Stimmengewirr unterbrochen. Diego erkennt das Lachen des Mannes, der Raymond an die Gestapo verraten hat - es gehört Malous Bruder Guy. Gemeinsam mit Raymond verpasst Diego dem Denunzianten eine Abreibung.

      Gedemütigt schleicht Guy davon - und trifft auf Georges, der auf der Suche nach Malou ist. Er bietet dem eifersüchtigen Ehemann an, ihn zu seiner Frau zu führen, und leiht ihm seinen Revolver.

      Das Drehbuch entstand nach dem Ballett „Le Rendez-vous“, das Prévert gemeinsam mit dem Komponisten Joseph Kosma verfasst hat. Mit seiner düster-melancholischen Grundstimmung, seinen allegorischen Elementen und seinen expressiven Schwarz-Weiß-Bildern ist der Film ein perfektes Zeugnis des poetischen Realismus.

      „Pforten der Nacht" ist das letzte Gemeinschaftswerk eines Traumduos des französischen Kinos, Marcel Carné und Jacques Prévert, das in der Vorkriegszeit mit „Hafen im Nebel“ (1938), „Der Tag bricht an" (1939) und „Kinder des Olymp“ (1945) Filmgeschichte geschrieben hat. Carné setzte wahre Kinomaßstäbe und wurde 1971 in Venedig gemeinsam mit Ingmar Bergman und John Ford für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 1979 erhielt er einen Ehren-César und 1995 den Europäischen Filmpreis Felix für sein Gesamtwerk. Carné starb 1996.

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      13:35 - 15:50 Uhr (135 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 28.04.2017