• 15.11.2017
      20:15 Uhr
      Lasst die Kohle in der Erde - Rote Linien für das Klima Aus der Reihe "tag7" | tagesschau24
       

      Fast 20.000 Teilnehmer, internationale Diplomaten, Politiker und NGOs ringen derzeit in Bonn darum, die Erwärmung der Erde zu verlangsamen. Während der Weltklimagipfel tagt, formiert sich im nur 70 Kilometer entfernten Hambacher Forst, im rheinischen Braunkohlerevier, der Widerstand. Seit vielen Jahren besetzen hier Aktivisten den Wald.

      Ein Film über Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder, ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung, während der Weltklimagipfel tagt.

      Mittwoch, 15.11.17
      20:15 - 20:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Fast 20.000 Teilnehmer, internationale Diplomaten, Politiker und NGOs ringen derzeit in Bonn darum, die Erwärmung der Erde zu verlangsamen. Während der Weltklimagipfel tagt, formiert sich im nur 70 Kilometer entfernten Hambacher Forst, im rheinischen Braunkohlerevier, der Widerstand. Seit vielen Jahren besetzen hier Aktivisten den Wald.

      Ein Film über Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder, ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung, während der Weltklimagipfel tagt.

       

      Fast 20.000 Teilnehmer, internationale Diplomaten, Politiker und NGOs ringen derzeit in Bonn darum, die Erwärmung der Erde zu verlangsamen. Während der Weltklimagipfel tagt, formiert sich im nur 70 Kilometer entfernten Hambacher Forst, im rheinischen Braunkohlerevier, der Widerstand. Seit vielen Jahren besetzen hier Aktivisten den Wald: "Ich werde nicht weggehen, solange dieses Loch weitergebaggert wird", sagt Clumsy, der in einem Baumhaus nahe des Tagebaus lebt um weitere Abholzungen zu verhindern.

      Dabei ist die Unterstützung durch Bürgerinitiativen und Umweltgruppen deutlich gewachsen. Bei einer der größten Protestaktionen Ende August bildeten 3.000 rot gekleidete Menschen auf der Trasse der alten A4 eine rote Linie. Sie zeigten damit: Hier sollen die Bagger halt machen, um die Reste des am meisten umkämpften Waldes Deutschlands und die umliegenden Dörfer zu retten.

      RWE, der Energiekonzern, der die wertvolle Kohle für Strom aus der Erde holt, hat das Gesetz auf seiner Seite und alle rechtlichen Grundlagen dafür, bis 2045 Braunkohle abzubauen. Dafür garantiert er die Stromerzeugung und Energieversorgung des Landes und sichert Arbeitsplätze. Nun ist das Revier zur größten CO2-Quelle Europas geworden und steht damit als Klimakiller am Pranger.

      "Es geht nicht nur um den Erhalt unserer Dörfer", sagt Antje Grothus von der Bürgerinitiative aus Buir, wenige Kilometer vom Tagebau Hambach entfernt: "An der roten Linie entscheidet sich, ob Deutschland seine Klimaziele erreichen wird". Denn, so meinen die Experten, wenn Deutschland an der Braunkohle festhält, kann es die eigenen Klimaversprechen nicht mehr halten. Unterstützt werden die Forderungen an die Politik von engagierten Kirchengemeinden, die sich auf Papst Franziskus berufen. Er hat sich in seiner Enzyklika 'Laudato si' deutlich für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen ausgesprochen.

      Ein Film über Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder, ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung, während der Weltklimagipfel tagt.

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      Mittwoch, 15.11.17
      20:15 - 20:45 Uhr (30 Min.)
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