• 09.02.2018
      19:30 Uhr
      Kulturjournal ARD-alpha
       

      Themen:

      • Literatur für alle: Einfache Sprache und Leichte Sprache
      • Wer braucht noch Europa? Das "Kulturjournal" auf dem Hamburger "Europa Camp"
      • Ist das ein Denkmal oder kann das weg? Streit um das

      Sauerstoffwerk in Peenemünde

      • Was passierte mit Osama Bin Laden: das NDR-Hörspiel "Geronimo"
      • "Die Neunte Kunst" in drei Museen: Graphic-Novel in Oldenburg
      • "Wahr. Schön. Gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Moderation: Julia Westlake

      Freitag, 09.02.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Literatur für alle: Einfache Sprache und Leichte Sprache
      • Wer braucht noch Europa? Das "Kulturjournal" auf dem Hamburger "Europa Camp"
      • Ist das ein Denkmal oder kann das weg? Streit um das

      Sauerstoffwerk in Peenemünde

      • Was passierte mit Osama Bin Laden: das NDR-Hörspiel "Geronimo"
      • "Die Neunte Kunst" in drei Museen: Graphic-Novel in Oldenburg
      • "Wahr. Schön. Gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Moderation: Julia Westlake

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Wer braucht noch Europa? Das "Kulturjournal" auf dem

      Hamburger "Europa Camp"

      Sie umfasst 28 Länder, hat mehr als eine halbe Milliarde
      Einwohner, und 2012 bekam sie sogar den Friedensnobelpreis:
      die Europäische Union. Nur gerade sieht es nicht allzu rosig für
      sie aus. Der Ruf separatistischer Gruppen wird lauter, viele
      Länder sind sich in vielen Fragen uneins, die Briten wollen nicht
      mehr dazugehören. Quo vadis, Europa? Am 2. und 3. Februar
      findet auf Kampnagel in Hamburg in Kooperation mit der ZEIT-
      Stiftung das "Europa Camp" statt, das sich mit dieser Frage
      auseinandersetzen und Interesse für Europa wecken will, durch
      Workshops, aber auch durch zahlreiche prominente Gäste.
      Unter anderem werden Außenminister Sigmar Gabriel (SPD)
      und der Politiker Peer Steinbrück (SPD), aber auch Moderator
      Jan Böhmermann erwartet. Reporterin Nadia Kailouli wird sich
      als bekennender Europa-Fan unter das Publikum mischen. Sie
      will herausfinden, wie man Europa wieder zum Laufen
      bekommt.

      • Ist das ein Denkmal oder kann das weg? Streit um das

      Sauerstoffwerk in Peenemünde

      Sie prägt den Ortskern von Peenemünde. Unübersehbar. 73
      Meter ist sie lang, über 20 Meter hoch, die Ruine des
      ehemaligen Sauerstoffwerks in Peenemünde. KZ-Häftlinge und
      später Kriegsgefangene mussten das Gebäude zu Beginn des
      Zweiten Weltkrieges errichten, damit dort ab 1942 täglich bis
      zu 13 Tonnen Flüssigsauerstoff hergestellt werden konnten. Der
      wurde als Treibstoff für die im Norden von Usedom getesteten
      V2-Raketen benötigt, die unter Leitung von Wernher von Braun
      entwickelt wurden. Durch zwei Bombenangriffe wurde das
      Sauerstoffwerk stark beschädigt. Zeitweilig wurde es zu DDR-
      Zeiten noch als Lagerraum genutzt. Seitdem verfällt es. 2013
      hat die Gemeinde die Ruine für 50.000 Euro übernommen,
      doch für die Sanierung fehlt das Geld. Dabei gibt es Pläne, es in
      die Museumslandschaft einzubinden. Da aber allein die
      Sicherung des Areals zwei Millionen Euro kosten würde, erwägt
      die Gemeinde nun den Rückbau des eigentlich unter
      Denkmalschutz stehenden Sauerstoffwerks. Das "Kulturjournal"
      spricht mit dem Bürgermeister von Peenemünde sowie mit
      dem Archivar des Historisch-Technischen Museums
      Peenemünde: Was ist Denkmalschutz wert?

      • Literatur für alle: Einfache Sprache und Leichte Sprache

      Die Zahlen sind erstaunlich hoch: 7,5 Millionen Menschen in
      Deutschland sollen "funktionale Analphabeten" sein, das heißt,
      sie können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, aber
      keine zusammenhängenden Texte. Dazu kommen 13,3
      Millionen Menschen, die nur fehlerhaft und/oder sehr langsam
      lesen und schreiben können. Insgesamt sind das gut 40 Prozent
      der erwachsenen Bevölkerung, so die Ergebnisse einer großen
      Studie von 2011. Umso wichtiger, dass auch für diese
      Menschen Literatur und Sachtexte veröffentlicht werden, die
      sie verstehen können. Dafür gibt es die Einfache" und Leichte
      Sprache, Texte mit klaren Hauptsätzen, ohne Nebensätze, ohne
      komplizierte Wörter. Inzwischen gibt es viele literarische Werke,
      die in Einfache Sprache übertragen wurden: Klassiker wie
      "Romeo und Julia" oder moderne Literatur wie "Tschick". Und
      Bundesbehörden sind seit dem 1. Januar 2018 verpflichtet,
      Bescheide und Verfügungen auch in Leichter Sprache anzubieten. Doch wie übersetzt man Literatur und Sachtexte,
      was geht dabei verloren? Das "Kulturjournal" spricht unter
      anderem mit dem Schriftsteller Kristof Magnusson und mit
      Christiane Maaß von der Forschungsstelle Leichte Sprache der
      Universität Hildesheim.

      • Was passierte mit Osama Bin Laden: das NDR Hörspiel

      "Geronimo"

      "Geronimo" ist der Codename der US-Amerikaner für die
      Ergreifung von Osama Bin Laden, und so heißt auch der Polit-,
      Action- und Agententhriller von Leon de Winter. Der
      niederländische Bestsellerautor hatte einen Soldaten der
      Spezialtruppe Navy Seals kennengelernt, der dabei war, als der
      meistgesuchte Terrorist aller Zeiten in seinem Versteck in
      Pakistan im Mai 2011 aufgespürt wurde

      . Dieser säte bei de
      Winter Zweifel an der offiziellen Version der Erschießung.
      Perfekt für Verschwörungstheorien, da es kein Bild von der
      Leiche Bin Ladens gibt. Ein toller Romanstoff für de Winter und
      für ein spannendes neues Kriminalhörspiel auf NDR Info, das
      auf de Winters Buch basiert.

      • "Die Neunte Kunst" in drei Museen: Graphic Novel in Oldenburg

      Ursprünglich waren es lustige Bildergeschichten für Kinder,
      versehen mit Text im Bild. Dann wurde der Comic
      kommerzialisiert und zum Massenphänomen, schließlich Teil
      der Popkultur. Als Graphic Novel entwickelte er sich
      künstlerisch weiter. Jetzt widmen sich gleich drei Museen in
      Oldenburg dieser sogenannten "Neunten Kunst": Stadtmuseum,
      Horst-Janssen-Museum und Edith-Russ-Haus (ab 1./3. Februar).
      Dabei sind die Schwerpunkte unterschiedlich gesetzt. Im
      Stadtmuseum gibt es die Geschichte des Comics von Walt
      Disney bis Art Spiegelman. Das Horst-Janssen-Museum zeigt
      aktuelle deutsche Graphic Novels, und vor allem deren
      Entstehung anhand von vielen Vorzeichnungen. Und das Edith-
      Russ-Haus widmet sich den Geschichten, die nur gezeichnet
      werden können, weil es keine oder nur wenige reale Bilder
      davon gibt, wie etwa der zeitgenössischen Sklaverei. Das
      "Kulturjournal" besucht die Ausstellungen und verschafft sich
      einen umfassenden Überblick von der "Neunten Kunst".

      • "Wahr. Schön. Gut.": Julia Westlake kommentiert die

      Kulturwoche

      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der
      Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert?
      Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und
      Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der
      menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre,
      Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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      Freitag, 09.02.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.05.2018