• 20.03.2017
      06:50 Uhr
      Lieb & Teuer Moderation: Janin Ullmann | Radio Bremen TV
       

      Kunstobjekte im Überblick:

      • Goldene Kugeluhr aus der Schweiz
      • Gemälde mit Dienstmagd von Johann Hamza
      • Zuckerzanken in Storchenform
      • Große Redensche Vase von KPM
      • Antike Geige aus Süddeutschland
      Montag, 20.03.17
      06:50 - 07:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Kunstobjekte im Überblick:

      • Goldene Kugeluhr aus der Schweiz
      • Gemälde mit Dienstmagd von Johann Hamza
      • Zuckerzanken in Storchenform
      • Große Redensche Vase von KPM
      • Antike Geige aus Süddeutschland
       

      Stab und Besetzung

      Produktion Carmen Messmer
      Moderation Janin Ullmann
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      Redaktion Marina Bartsch-Rüdiger
      • Goldene Kugeluhr aus der Schweiz

      Die kleine originelle Uhr befindet sich in einer Kugel aus durchsichtigem Kunststoff. Das Gehäuse hat so auch eine Art Lupeneffekt. Sie ist eigentlich als Schlüsselanhänger gedacht, wie die Kette mit Verschluss zeigt. Solche Uhren wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gern auch als Werbegeschenke gerne genommen. Entstanden ist sie in den 1950er-Jahren des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Der Herstellername Belart ist auf dem Zifferblatt vermerkt, eine Firma aus der Nähe von Genf. Das Ankerwerk ist ebenfalls gut durch das Gehäuse zu erkennen.

      • Gemälde mit Dienstmagd von Johann Hamza

      Das Ölbild zeigt eine Genreszene mit einem Dienstmädchen, das vor einem Gittertor an der Hausglocke zieht. In der Hand hält sie einen Blumenstrauß, sie ist leicht errötet und lächelt verschämt. Die Blumen überbringt sie sicherlich von einem Verehrer. Durch das Tor ist eine Dame im Garten zu sehen, die in ihre Richtung schaut. Am Fenster des Hauses steht eine junge Frau, die die Szene ebenfalls beobachtet. Das Gemälde ist geradezu theatralisch aufgebaut. Die Malqualität ist ausgezeichnet, wenn auch der österreichische Maler Johann Hamza (1850 - 1927) nicht allzu bekannt ist.

      • Zuckerzanken in Storchenform

      Die beiden scherenähnlichen Objekte können als Zuckerzange verwendet werden - ein klassisches Geschenk zu einer Geburt. Im Volksglauben bringt der Klapperstorch die Kinder, wenn man ein Stück Zucker auf das Fensterbrett legt. In den Griffen ist ein kleines plastisches Wickelkind dargestellt. Das Gelenk der Zange sitzt jeweils im Auge des Storchs. Es gibt keinen Herstellerhinweis, aber der Silbergehalt ist jeweils angegeben. Die Objekte sind etwa um 1900 entstanden.

      • Große Redensche Vase von KPM

      Die große Krater-Vase mit eingezogenen Henkeln und üppiger Golddekoration wurde von der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) hergestellt. Dieses Modell wird als Redensche Vase bezeichnet und geht auf ein frühes Vorbild zurück, die sogenannte Medici-Vase, die aus Marmor war und heute in den Uffizien in Florenz steht. Friedrich Wilhelm von Reden (1752 - 1815) war Vorstand in der Porzellankommission und hat wohl Einfluss genommen auf die Gestaltung der Vase. 1799 wurde sie das erste Mal von der KPM vorgestellt. Sie ist mit verschiedenen Motiven - oft auch mit Berlin-Ansichten - dekoriert worden. Die beiden Ansichten hier zeigen den Saturntempel und das Heiligtum der Vesta vom Forum Romanum. Die Zeptermarke der Porzellanmanufaktur verweist auf die Herstellung zwischen 1823 und 1832. Die Vase hat museale Qualität.

      • Antike Geige aus Süddeutschland

      Die Geige ist im 19. Jahrhundert, womöglich sogar in der ersten Jahrhunderthälfte, entstanden. Dem Erscheinungsbild nach kommt sie aus dem südostdeutschen Raum, aus dem Donaugebiet. Sie scheint den Eindruck erwecken zu wollen, dass sie aus Italien stammt. Ein eingeklebter Zettel im Instrument mit dem Namen Baldantoni ist nicht authentisch. Die Geige ist handwerklich hochwertig gearbeitet, aber in schlechtem Zustand. Eine Restaurierung würde mehrere tausend Euro kosten.

      Ist das Ölgemälde, das schon lange auf dem Dachboden verstaubt, vielleicht von einem berühmten Maler? Oder das Schnäppchen vom Flohmarkt ein wahrer Kunstschatz?
      Janin Ullmann lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen.

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      Montag, 20.03.17
      06:50 - 07:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.05.2017