• 06.09.2017
      23:45 Uhr
      Am Kölnberg SWR Fernsehen RP
       

      Die Kölner Hochhaussiedlung "Am Kölnberg" genießt einen schlechten Ruf. Neben Flüchtlingsfamilien und Einwanderern aus aller Welt leben hier Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen am äußeren Rand der Gesellschaft gelandet sind. Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Prostitution gehören für viele zum Alltag. Der Film begleitet 4 Personen über einen Zeitraum von zwei Jahren und dokumentiert ihr Leben am Kölnberg mit Höhen und Tiefen. Eines haben sie alle gemeinsam: Den Traum von einem erfüllten Leben, fernab vom Kölnberg.

      Mittwoch, 06.09.17
      23:45 - 01:10 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Kölner Hochhaussiedlung "Am Kölnberg" genießt einen schlechten Ruf. Neben Flüchtlingsfamilien und Einwanderern aus aller Welt leben hier Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen am äußeren Rand der Gesellschaft gelandet sind. Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Prostitution gehören für viele zum Alltag. Der Film begleitet 4 Personen über einen Zeitraum von zwei Jahren und dokumentiert ihr Leben am Kölnberg mit Höhen und Tiefen. Eines haben sie alle gemeinsam: Den Traum von einem erfüllten Leben, fernab vom Kölnberg.

       

      Die Kölner Hochhaussiedlung "Am Kölnberg" genießt einen schlechten Ruf. Neben Flüchtlingsfamilien und Einwanderern aus aller Welt leben hier Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen am äußeren Rand der Gesellschaft gelandet sind. Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Prostitution gehören für viele zum Alltag. Der Film begleitet vier Personen über einen Zeitraum von zwei Jahren und dokumentiert ihr Leben am Kölnberg mit Höhen und Tiefen. Eines haben sie alle gemeinsam: den Traum von einem erfüllten Leben woanders.

      Biene geht auf den umliegenden Straßen anschaffen. Sie ist erst durch ihre Drogensucht zum Kölnberg gekommen, die Siedlung ist die Heroin-Hochburg Kölns. Biene kommt bei Freunden unter, denen sie als Gegenleistung Heroin und Crack mitbringt. Ihr Leben folgt einer festgelegten Routine. Den Kölnberg verlässt sie fast nie, denn sie hat dort alles was sie braucht: Der Straßenstrich ist direkt vor der Tür, der Aldi nebenan, Dealer findet sie auf jeder zweiten Etage.

      Sie ist drei Tage lang durchgehend wach, geht anschaffen, konsumiert Heroin und Crack. Dann schläft sie zwei Tage lang. Biene lebt ohne Zeitgefühl und geregelten Tagesablauf, in einer Abwärtsspirale, die schon vielen Frauen am Kölnberg das Leben gekostet hat. Doch trotz ihres harten Alltags ist sie ein positiver Mensch geblieben, der stets versucht das Beste aus seiner misslichen Lage zu machen. Manchmal malt sie Aquarelle oder verfasst Gedichte über ihren Alltag auf der Straße.

      Seitdem die Spargelzeit angebrochen ist, geht Martha regelmäßig aufs Feld. Rote Beete-, Kohl-, Süßkartoffel- und Spargelfelder umringen den Kölnberg. Sie sind der Nährboden vieler Überlebenskünstler, die sich heimlich nachts an der Ernte bedienen. Martha kämpft jeden Monat um den letzten Cent. Ihre Rente reicht nicht aus, um für sich und ihre drei Hunde zu sorgen. Mit Lebensmitteln von den Tafeln hält sie sich gerade mal über Wasser. Ihr größter Wunsch ist es, nach Jamaika auszuwandern. Dreimal ist sie schon dort gewesen, jedes Mal hat es sie aber zurück nach Deutschland gezogen. Doch nun will sie Ernst machen und für immer auswandern.

      Mariana, verarmte Freifrau von S., hat mit 75 Jahren einen Neuanfang gewagt und ist zum Kölnberg gezogen, um im Haus ihrer besten Freundin Martha zu leben. Als einzige Adlige am Kölnberg versucht sie, sich mit ihrem wertvollen Hab und Gut ein neues Leben aufzubauen. Dabei verwandelt sie ihre Wohnung in einen Palast aus wertvollen Schätzen und Andenken aus aller Welt. Doch es fällt ihr schwer, sich in der rauhen Welt des Kölnbergs zurechtzufinden. Dort muss man dickhäutig und stark sein, wie Martha, die sich sämtlichen Situationen stellt und vor niemandem Angst hat. Mariana hingegen verlässt ihre Wohnung nur, wenn es sein muss.
      Karl Heinz ist Mitte 40 und seit über 30 Jahren Alkoholiker. Durch seine Sucht und die damit einhergehenden Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden, strandete er vor zehn Jahren am Kölnberg. Er fühlt sich wohl in der ihm zugeteilten Sozialwohnung auf der 23. Etage, hat Freundschaften geschlossen und einen geregelten Tagesablauf. Dennoch möchte er etwas an seinem Leben verändern: Er möchte endlich mit dem Trinken aufhören, denn der Alkohol hat schon seinem Vater das Leben gekostet.

      Mit großer Nähe zu den Protagonisten erzählt der Film, wie Menschen ihr Leben am Rand der Gesellschaft zu meistern versuchen. Ein hoffnungsvoller Film über Wünsche, Träume und Realitäten.

      Der Film wurde mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis 2015 / Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms ausgezeichnet.

      Regie: R. Humboldt/L. Genske
      Autor: Robin Humboldt, Laurentia Genske

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      23:45 - 01:10 Uhr (85 Min.)
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