• 24.01.2014
      22:00 Uhr
      Unter uns Geschichten aus dem Leben mit Griseldis Wenner und Axel Bulthaupt | MDR FERNSEHEN
       

      Gäste:

      • Birgit Körner-Lübke - Säureopfer kämpft sich zurück ins Leben
      • Kathrin und Danny Häfer - Ein Herz für Pascal
      • Heidi Hetzer - Im Oldtimer um die Welt
      • Bärbel und Wolfgang Krautz - Braunkohletagebau bedroht ihr Eigenheim
      • Kerstin Eger - Partnersuche auf traditionelle Art
      • Olivia Bergmann - Sieben Schlaganfälle in sieben Jahren
      • Alexander Spitz - Spitzensportler engagiert sich für Krebshilfe
      • Rita Goller - "Die Schneckenpäpstin" von der Alb
      Freitag, 24.01.14
      22:00 - 23:58 Uhr (118 Min.)
      118 Min.

      Gäste:

      • Birgit Körner-Lübke - Säureopfer kämpft sich zurück ins Leben
      • Kathrin und Danny Häfer - Ein Herz für Pascal
      • Heidi Hetzer - Im Oldtimer um die Welt
      • Bärbel und Wolfgang Krautz - Braunkohletagebau bedroht ihr Eigenheim
      • Kerstin Eger - Partnersuche auf traditionelle Art
      • Olivia Bergmann - Sieben Schlaganfälle in sieben Jahren
      • Alexander Spitz - Spitzensportler engagiert sich für Krebshilfe
      • Rita Goller - "Die Schneckenpäpstin" von der Alb
       
      • Birgit Körner-Lübcke (42) aus Oderwitz leidet noch immer unter den Folgen eines brutalen Säureattentates. Am 19. November 2010 hatte eine vermummte Person an der Wohnungstür geklingelt und sie mit Schwefelsäure überschüttet. Birgit Körner-Lübcke erlitt unglaubliche Schmerzen und lag wochenlang im Koma. Große Teile ihrer Gesichtshaut und des Oberkörpers waren verbrannt bzw. verätzt. Sie musste zahlreiche Hauttransplantationen über sich ergehen lassen. Noch heute braucht Birgit Körner-Lübcke ständige medizinische Betreuung. Ihr Partner Uwe Lübcke (44) half ihr, sich Schritt für Schritt ins Leben zurückzukämpfen. Er heiratete sie und kümmert sich liebevoll um sie. Wie die Polizei ein Dreivierteljahr nach der Tat ermitteln konnte, handelt es sich bei der Täterin um die frühere Lebensgefährtin von Uwe Lübcke. Sie wurde vor wenigen Wochen wegen schwerer Körperverletzung zu fünf Jahren Haft verurteilt.
      • Kathrin (32) und Danny Häfer (34) aus Tabarz sind überglücklich, dass ihr fünfjähriger Sohn mit einem neuen Herzen ein neues Leben beginnen kann. Der Junge war mit einem schweren Herzfehler geboren worden. Er besaß nur eine Herzkammer und musste bereits wenige Tage nach seiner Geburt operiert werden. Um überleben zu können, brauchte er ein "Kunstherz". Im Februar 2011 wurde er daran angeschlossen - an eine Maschine so groß wie ein Kühlschrank. Zwei mit Blut gefüllte Schläuche führten aus diesem großen Kasten auf Rädern in Pascals Brust. Insgesamt 841 Tage hielt ihn die Maschine am Leben. Kathrin und Danny Häfer wachten in dieser Zeit täglich am Krankenbett ihres Sohnes. Es war wie eine Erlösung, als im Mai des vergangenen Jahres endlich ein geeignetes Spenderherz zur Verfügung stand. Der Junge überstand die Transplantation gut. Endlich zu Hause in seiner Thüringer Heimat hat er begonnen, wie ein normales Kind die Welt außerhalb eines Krankenhauses zu entdecken.
      • Heidi Hetzer (76) aus Berlin will als die berühmteste Rennfahrerin der Hauptstadt im Juni mit einem Oldtimer auf eine Weltreise und damit auf die größte Fahrt ihres Lebens gehen. Die über 70 000 Kilometer rund um die Welt werden sie u.a. durch Russland, Iran, Japan und Australien führen. Heidi Hetzer hat schon über 200 Rallyes hinter sich, die erste fuhr sie im Jahr 1953 rund um die Müggelberge in Berlin. Die Leidenschaft für Motoren und Autos erbte sie von ihrem Vater. Sie erlernte im Familienbetrieb den damals für eine Frau sehr ungewöhnlichen Beruf des Kfz-Mechanikers, mit 31 Jahren übernahm sie das Unternehmen und baute es zu einem der größten Autohäuser Berlins aus. Erst im Jahr 2012 trennte sich Heidi Hetzer von ihrem Geschäft - aber nicht, um sich völlig zur Ruhe zu setzen, sondern um nun erst recht die Welt zu erobern. Bei ihrer Fahrt rund um die Welt wird sie einen Oldtimer des Baujahres 1930 steuern. Ein Monteur begleitet sie dabei. Wenn Heidi Hetzer im Jahr 2016 zurückkommt, will sie ihren 80. Geburtstag vorbereiten.
      • Bärbel (52) und Wolfgang (53) Krautz aus Spreetal fürchten im Braunkohle-Rekultivierungsgebiet Lausitzer Seenland um die Existenz ihres Hauses. Das Gebäude senkt sich zunehmend ab, das Mauerwerk durchziehen immer mehr Risse. Bärbel und Wolfgang Krautz führen dies darauf zurück, dass in der gesamten Region durch die Flutung von ehemaligen Tagebauen der Grundwasserspiegel steigt. Sie werfen der verantwortlichen Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) vor, einen ursprünglich geplanten Überflutungsgraben nicht gebaut zu haben. Sie stützen sich dabei auch auf Gutachten ihrer Architektin Ines Albrecht, die nachweist, dass das Haus aufgrund des steigenden Grundwassers unkontrolliert einzustürzen droht. Das Ehepaar stellte Schadensanzeige bei der LMBV. Es verlangt Unterstützung bei der Sanierung des Hauses und den Bau eines Überflutungsgrabens. Doch Bärbel und Wolfgang Krautz müssen fassungslos erleben, dass die LMBV zunächst jegliche Verantwortung ablehnte und bis heute keinerlei Hilfe leistet.
      • Kerstin Eger (49) aus Dresden betreibt eine Partnervermittlung und ist dabei besonders im Januar gefordert, Paare glücklich zu machen. Denn nach den langen Feiertagen mit oftmals einsamen Stunden suchen mehr Menschen ihre Unterstützung als in anderen Monaten. Die Partnervermittlung von Kerstin Eger hat in Dresden bereits seit 19 Jahren einen guten Namen. Sie konnte über 870 Paare zusammenbringen und verweist auf eine Erfolgsquote von über 85 Prozent. Kerstin Eger sieht ihr Erfolgsgeheimnis vor allem darin, dass sie sich jedem Partnersuchenden sehr persönlich zuwendet. Sie führt ausführliche Gespräche und vermittelt "per Hand" so, dass jeder bei der ersten Begegnung mit einem möglichen Partner das findet, was er sich wünscht: Die Liebe auf den ersten Blick. Die Dresdnerin versteht sich damit als die richtige Adresse für alle, die sich in der virtuellen Welt der Internet-Partnerbörsen nicht wohl fühlen.
      • Olivia Bergmann (32) aus Köln erlitt durch eine seltene, lebensbedrohliche Krankheit bereits sieben Schlaganfälle. Zum ersten Mal musste sie im Alter von 24 Jahren ihr Jurastudium unterbrechen und eine Klinik aufsuchen, weil sie plötzlich kaum noch etwas sah. Diese Sehstörungen verschwanden nach einigen Tagen. Die Mediziner vermuteten damals unterschiedlichste Ursachen, eine Schlaganfallerkrankung diagnostizierten sie noch nicht. Doch Olivia Bergmann wird seitdem fast jährlich von Schlaganfällen aus der Bahn geworfen, immer begleitet von Sehstörungen. Im Jahr 2012 konnte eindeutig diagnostiziert werden, dass sie an dem Sneddon-Syndrom leidet. Diese Durchblutungskrankheit tritt überwiegend bei jungen Menschen zwischen dem 20. und 40 Lebensjahr auf. In Deutschland gibt es nur rund 1.500 Betroffene, deshalb ist die Krankheit wenig erforscht. Olivia Bergmann ist inzwischen zu 80 Prozent schwerbehindert. Ihr Traum, eines Tages als Juristin arbeiten zu können, wird sich nicht erfüllen.
      • Alexander Spitz (45) aus Wesseling-Urfeld besiegte den Krebs und will als einer der erfolgreichsten deutschen Behindertensportler die Überzeugung vermitteln, dass es sich in allen Lebenslagen lohnt, an sich zu glauben. Er gewann in der 90er-Jahren im alpinen Skisport auf einem Bein alles, was man gewinnen kann. Alexander Spitz war zehn Jahre alt, als ihm die Ärzte das rechte Bein amputieren mussten. Er litt an Knochenkrebs. Seine wichtigste Frage lautete damals, ob er weiter Sport treiben kann. Fünf Jahre später gewann er seine erste Medaille bei den Paralympics in Innsbruck. Auch weitere Schicksalsschläge wie die Diagnose einer rätselhaften Krankheit und ein Tumor an der Hirnanhangdrüse konnten ihn nicht aus seiner Lebensbahn werfen. Immer war er sofort entschlossen, zu kämpfen. Als Alexander Spitz kürzlich einen Jungen traf, dem ebenfalls wegen Knochenkrebs ein Bein amputiert werden musste, berührte ihn das sehr. Er riet dem Jungen, unbedingt Sport zu treiben - denn dadurch ist er selbst psychisch und physisch stark geworden. Alexander Spitz ist auch als Botschafter der Deutschen Krebshilfe aktiv.
      • Rita Goller (55) aus Münsingen-Rietheim gilt als die Schneckenpäpstin der Schwäbischen Alb. Sie züchtet Weinbergschnecken und beherbergt in ihrem Garten über 50.000 der Weichtiere. Sie werden geerntet, wenn sie sich im Winterschlaf befinden. Zubereitet als Salat, Wurst oder Pralinen erfreuen sie später Feinschmecker in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. Rita Goller hatte ihre Zucht vor zwölf Jahren in einem kleinen Garten am Haus begonnen. Inzwischen ist die Fläche, auf der sie die Tiere hält, so hergerichtet, dass sie den über 250 Jahre alten Traditionen der Schneckenzucht in der Region entspricht. Die Tiere leben artgerecht und bekommen alles, was zu einem glücklichen Schneckenleben beiträgt: Löwenzahn, Thymian, Brennnesseln und andere Leckereien. Die Zucht gestaltet sich für Rita Goller allerdings sehr aufwendig und intensiv, denn jede Schnecke verzehrt täglich Futter in einer Menge, die fast der Hälfte des Eigengewichts entspricht.

      "Unter uns" - mit Griseldis Wenner und Axel Bulthaupt. Im Mittelpunkt stehen das wirkliche Leben und der ganz normale Alltag. Menschen wie du und ich sprechen offen über ihre Geschichte, über Wendepunkte in ihrem Leben: Spannend und tragisch, nachdenklich und anregend, heiter und lebensfroh. Zu Wort kommen interessante Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen. "Unter uns" - Geschichten aus dem Leben, die man nicht vergisst.

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      Freitag, 24.01.14
      22:00 - 23:58 Uhr (118 Min.)
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