• 10.11.2017
      21:15 Uhr
      Wir gründen ein Dorf Gemeinsam alt werden | NDR Fernsehen Mediathek
       

      Bosau: Eine 700-Seelen Gemeinde am Plöner See. Kein Supermarkt, keine Bank, kein Bäcker. Ein Wildacker mit Seeblick: Hier wollen sich Caroline und Uli Reimann einen Traum erfüllen. Sie wollen ein Seniorendorf bauen. Eine Ökosiedlung mit 30 Holzhäuschen, einem Dorfhaus für alle, mit Gemeinschaftsgarten und Weideflächen für Tiere. Ihre Vision: aktiv und selbstbestimmt alt werden, gemeinsam mit anderen. Doch "die anderen" müssen sie erst finden. Interessenten gibt es in ganz Deutschland, doch wie viele Senioren wagen tatsächlich den Umzug nach Norddeutschland?

      Freitag, 10.11.17
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Bosau: Eine 700-Seelen Gemeinde am Plöner See. Kein Supermarkt, keine Bank, kein Bäcker. Ein Wildacker mit Seeblick: Hier wollen sich Caroline und Uli Reimann einen Traum erfüllen. Sie wollen ein Seniorendorf bauen. Eine Ökosiedlung mit 30 Holzhäuschen, einem Dorfhaus für alle, mit Gemeinschaftsgarten und Weideflächen für Tiere. Ihre Vision: aktiv und selbstbestimmt alt werden, gemeinsam mit anderen. Doch "die anderen" müssen sie erst finden. Interessenten gibt es in ganz Deutschland, doch wie viele Senioren wagen tatsächlich den Umzug nach Norddeutschland?

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Michael Schinschke
      Autor Ute Jurkovics
      Redaktionelle Leitung Kuno Haberbusch
      Redaktion Julia Saldenholz

      Bosau: Eine 700-Seelen Gemeinde am Plöner See. Kein Supermarkt, keine Bank, kein Bäcker. Ein Wildacker mit Seeblick: Hier wollen sich Caroline und Uli Reimann einen Traum erfüllen. Sie wollen ein Seniorendorf bauen. Eine Ökosiedlung mit 30 Holzhäuschen, einem Dorfhaus für alle, mit Gemeinschaftsgarten und Weideflächen für Tiere. Ihre Vision: aktiv und selbstbestimmt alt werden, gemeinsam mit anderen. Doch "die anderen" müssen sie erst finden. Interessenten gibt es in ganz Deutschland, doch wie viele Senioren wagen tatsächlich den Umzug nach Norddeutschland und beteiligen sich an dem ambitionierten Wohnprojekt von Caroline und Uli Reimann?

      Die Reimanns gehören zu den "neuen Alten", eine Generation, die schon in ihrer Jugend Wohngemeinschaften gegründet hat und jetzt neue Wohnmodelle für den dritten Lebensabschnitt ausprobiert. "Wir sind ja nicht so abgearbeitet, wie unsere Eltern", sagt Caroline Reimann. "Wir freuen uns auf eine spannende Restlaufzeit. Spannender noch als die Pubertät."

      Zu einem Info-Treffen in Bosau kommen Interessenten aus ganz Deutschland. Alle treibt die Idee um, im Alter noch einmal ganz neu anzufangen. Die Reimanns gehen ein großes Risiko ein. 800.000 Euro haben sie bereits in das Projekt gesteckt: für Grundstück und Planungskosten. Acht Millionen Euro soll der Bau der Siedlung kosten. Er lässt sich nur realisieren, wenn weitere Bewohner finanziell miteinsteigen.

      Das Ehepaar Mehring zum Beispiel. Es sucht schon lange nach einem Wohnprojekt. Doch sie müssen ihr eigenes Haus im niedersächsischen Teufelsmoor verkaufen, um in Bosau mitzumachen. Klappt das? Und finden die Dorfgründer eine Bank, die das Projekt finanziert? Nur dann bekommen sie eine Baugenehmigung.

      Die NDR-Reportage hat die Pioniere des Seniorendorfs mehr als zwei Jahre lang begleitet. NDR-Autorin Ute Jurkovics war dabei, als die ersten Gespräche stattfanden und die ersten Interessenten aufeinander trafen. Sie hat den Baubeginn im November 2016 ebenso gedreht wie den Einzug der ersten Bewohner.

      Für die meisten der 30 Häuser gibt es inzwischen Mieter. Viele haben sich beim Richtfest das erste Mal gesehen. Der Kontakt läuft bisher fast nur über Telefon, E-Mail und Internet. "Wir sind alle sehr mutig", meint eine zukünftige Bewohnerin. "Wir kennen uns gar nicht und wollen dennoch gemeinsam leben. Während die Ökosiedlung wächst und die ersten Mieter einziehen, macht sich unter den eingesessenen Bewohnern in Bosau Skepsis breit. Wer sind die Zugezogenen? Eine Sekte, geht ein Gerücht.

      Mit einem Tag der offenen Tür und Führungen durch den Uhlenbusch versuchen die Senioren der Skepsis entgegenzuwirken. Gleichzeitig müssen sie sich selbst als Gemeinschaft finden und viele Fragen klären. Wie soll der Garten aussehen? Wer kümmert sich um die Hühner? Dürfen die vielen Hunde frei herumlaufen? Und wie trifft man überhaupt Entscheidungen? Nach Konsensprinzip? Durch Mehrheitsvotum?
      Das Seniorendorf Uhlenbusch ist ein Abenteuer. Langweilig wird die Restlaufzeit dort bestimmt nicht.

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