• 13.08.2017
      07:35 Uhr
      Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin | NDR Fernsehen
       
      • Die neue Straßenbahn für Leipzig
      • Aufblasbare Beamerwand
      • Turtlebox
      • Neue App- zur räumlichen Darstellung von virtuellen Dingen

      Sonntag, 13.08.17
      07:35 - 08:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      • Die neue Straßenbahn für Leipzig
      • Aufblasbare Beamerwand
      • Turtlebox
      • Neue App- zur räumlichen Darstellung von virtuellen Dingen

       

      Die neue Straßenbahn für Leipzig
      Sie hat eine Länge von 38 Meter, Platz für 220 Fahrgäste und ist bereits seit Wochen in den Schlagzeilen: Die neue „XL“-Straßenbahn der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Sie wurde in Polen gebaut, mit einer Tarnfolie beklebt und im Dezember nach Leipzig transportiert. Fünf Jahre lang wurde an der Entwicklung der Straßenbahn gearbeitet und sie steckt voller Innovationen. Im Gegensatz zu den alten Tatra-Wagen sind bei der neuen Bahn die Türen 40 cm breiter. Das sorgt nicht nur für Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Auch der Fahrgastwechsel an den Stationen soll beschleunigt werden. Dafür sorgen auch grüne und rote Leuchtstreifen an der Tür. Sie zeigen an, ob das Einsteigen noch möglich ist, oder die Tür sich schließt. Die Temperatur in der Bahn wird durch eine hochmoderne Klima-Automatik geregelt. Das Temperaturempfinden wird durch flache LED-Leuchten an der Decke unterstützt, die je nach Außentemperatur warme oder kalte Stimmung erzeugen. Auch für die Fahrer ändert sich einiges. In der Fahrerkabine wurden die herkömmlichen Spiegel durch Monitore ersetzt und Touchscreens eingebaut, über die der Fahrer alle möglichen Funktionen regeln kann. Ab Frühsommer 2017 soll die Bahn im Liniennetz der LVB eingesetzt werden.

      Aufblasbare Beamerwand
      Aus über 20 Metern Stoff und mit einer Menge Zeit an der Nähmaschine entsteht bei dem Tüftler Dieter Mohn aus Ludwigslust eine geniale Erfindung: eine aufblasbare Beamerwand. Binnen zwei Minuten füllt ein Gebläse den Rahmen für die Leinwand mit Luft. Gegen Windböen wird sie mit Seilen und Heringen im Boden befestigt. Das Material für Rahmen und Leinwand ist das sogenannte „Ripstop“-Gewebe, das auch für Heißluftballons verwendet wird. Es ist extrem reißfest und zudem halbdurchlässig – so kann das Bild im Freilichtkino auch von hinten auf die Leinwand projiziert werden. Insgesamt wiegt die Beamerwand gerade einmal fünf Kilo und lässt sich auf Handgepäck-Größe zusammenfalten. Somit ist auch das Verstauen dieser Erfindung kein Problem.

      Turtlebox
      Umzugskisten aus Pappe sind zwar zunächst praktisch, aber reißen nach mehrfacher Benutzung ein und verlieren an Stabilität. Als Lösung dieses Problems haben Oliver Mund und sein Team die sogenannte „Turtlebox“ entwickelt. Sie besteht zu 25% aus recyceltem und zu 75% aus recycelbarem Kunststoff. Zwar ist sie etwas kleiner als eine Standart-Umzugskiste, aber hat trotzdem ein Fassungsvermögen von circa 68 Litern. Eine Box soll mindestens 200 Umzüge mitmachen. Das junge Start-Up hat dafür ein Vermietungssystem aufgebaut, das man bereits in 10 deutschen Städten nutzen kann.

      Neue App- zur räumlichen Darstellung von virtuellen Dingen
      Heutzutage können die Kameras in Tablets und Smartphones viel mehr als nur Filmen und Fotos schießen: Sie erfassen die Umgebung in ihrer Dreidimensionalität. Dies hat sich das Magdeburger Entwicklerteam um Daniel Anderson zunutze gemacht: Sie vereinfachen mit ihrer App „3DQR“ den Kauf von Einrichtungsgegenständen, indem das gewünschte Möbelstück als 3D-Objekt ins Wohnzimmer projiziert werden kann. Dafür nutzen sie einen sogenannten QR-Code, der aus verschlüsselten Zeichen besteht. Dieser kann ausgedruckt und an der Stelle des Raumes befestigt werden, an der zukünftig der neue Sessel oder Fernseher stehen soll. Nun scannt man den QR-Code mit dem Tablet oder Handy. So kann man sich den Einrichtungsgegenstand als 3D-Objekt in die Wohnstube holen.
      Diese Technologie kann in vielen weiteren Anwendungen eingesetzt werden; zum Beispiel können die Entwickler jetzt schon Einzelteile eines Automotors sichtbar machen oder Videos und Fotos in Räume projizieren.
      Demnächst soll es eine Plattform geben, auf der Nutzer ihren eigenen QR-Code erstellen können.

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      07:35 - 08:00 Uhr (25 Min.)
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