• 21.04.2017
      20:15 Uhr
      die nordstory - Das Offshore-Hotel Wohnen und Arbeiten auf der Plattform | NDR Fernsehen Mediathek
       

      Vom nächstgelegenen Hafen dauert der Bootstransfer in den Offshorewindpark DanTysk 70 Kilometer westlich von Sylt bis zu drei Stunden. Um möglichst ständig einsatzbereit vor Ort zu sein, hat der Betreiber sich etwas in Deutschland Einmaliges einfallen lassen: die sogenannte Offshoreunterbringungsplattform OAP, eine Art "Hotel auf Stelzen". Das Kamerateam durfte exklusiv den Bau und den Alltag 20 Meter über der Nordsee miterleben - eine stürmische Angelegenheit.

      Freitag, 21.04.17
      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Vom nächstgelegenen Hafen dauert der Bootstransfer in den Offshorewindpark DanTysk 70 Kilometer westlich von Sylt bis zu drei Stunden. Um möglichst ständig einsatzbereit vor Ort zu sein, hat der Betreiber sich etwas in Deutschland Einmaliges einfallen lassen: die sogenannte Offshoreunterbringungsplattform OAP, eine Art "Hotel auf Stelzen". Das Kamerateam durfte exklusiv den Bau und den Alltag 20 Meter über der Nordsee miterleben - eine stürmische Angelegenheit.

       

      Ihr Arbeitsplatz liegt mitten in der rauen Nordsee, 70 Kilometer westlich von Sylt. Für Christof Huss aus Ahrensburg und Odila Gaertner von der Insel Fehmarn dauert der Bootstransfer in den Offshorewindpark DanTysk vom nächstgelegenen Hafen im dänischen Esbjerg aus bis zu drei Stunden.

      Was tun, damit der Chef zweier Windparks, die Servicechefin von DanTysk und die anderen Offshorearbeiter so lange und so oft wie möglich direkt vor Ort sind? Deren Arbeitgeber hat sich etwas in Deutschland Einmaliges einfallen lassen: die sogenannte Offshoreunterbringungsplattform OAP, eine Art "Hotel auf Stelzen".

      Der NDR durfte exklusiv den Alltag 20 Meter über der Nordsee miterleben. Das Kamerateam hat vom Baustart im Sommer 2016 bis zu den ersten Winterstürmen das Leben und die Arbeit auf dem 100 Millionen Euro teuren Offshorehotel miterlebt. Im Schichtbetrieb sind auf der Wohnplattform bis zu 50 Arbeiter jeweils zwei Wochen lang untergebracht. Auf sechs Stockwerken bietet der Stahlkoloss Unterkünfte, Büros, Werkstätten, Kantine, ein kleines Kino, Fitnessraum und ein Bordhospital. "Jugendherbergsstandard zum Preis vom Berliner Adlon Hotel", scherzen die Offshorearbeiter.

      Sie lieben den Wind, hassen ihn aber zugleich auch. Denn Christof Huss, Odila Gaertner und die anderen wissen, dass zu wenig Wind Riesenverluste für ihren Arbeitgeber bedeutet. Und bei zu viel Wind kommen sie nicht zum Arbeiten heraus. Service und Reparatur der Windturbinen müssen ausfallen. Doch die Erwartungshaltung ihres Arbeitgebers ist groß, auch wegen der Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Die raue Witterung hier draußen ist allerdings eine extreme Belastung für die empfindliche Technik. Vor allem bei den Kränen und den Transferschiffen gibt es immer wieder Probleme oder gar Totalausfälle. Das oberste Ziel, die maximale Auslastung des Windparks, ist kaum zu erreichen.

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