• 13.08.2017
      10:40 Uhr
      Die Geschichte des Südwestens Wie wir um den rechten Glauben kämpften | SWR Fernsehen BW
       

      Auch im Südwesten findet die Reformation Anhänger. Viele jubeln Martin Luther zu, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms standhaft bleibt und seine Lehre nicht, wie von Kaiser Karl V. erwartet, widerruft. Die Bauern im Südwesten lernen daraus, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf. Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

      Sonntag, 13.08.17
      10:40 - 11:30 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Auch im Südwesten findet die Reformation Anhänger. Viele jubeln Martin Luther zu, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms standhaft bleibt und seine Lehre nicht, wie von Kaiser Karl V. erwartet, widerruft. Die Bauern im Südwesten lernen daraus, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf. Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

       

      Auch im Südwesten findet die Reformation Anhänger. Viele jubeln Martin Luther zu, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms standhaft bleibt und seine Lehre nicht, wie von Kaiser Karl V. erwartet, widerruft. Die Bauern im Südwesten lernen daraus, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf. Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

      Götz von Berlichingen, Raubritter mit eiserner Hand. Das 16. Jahrhundert ist eine schwierige Zeit für Ritter. Sie verlieren immer mehr an Bedeutung. Götz hält sich als "Fehdeunternehmer" über Wasser. Bei Streitigkeiten schlägt er sich auf die Seite einer Partei, unterstützt sie - notfalls mit Waffengewalt - und erhält dafür eine Provision. Dieses Geschäftsmodell verschafft ihm ein gutes Auskommen. Doch als ihn eine Abordnung aufständischer Bauern 1525 für den Aufstand gegen die Obrigkeit gewinnen will, muss Götz von Berlichingen Farbe bekennen.

      Joß Fritz ist der Sohn eines Leibeigenen. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Landbevölkerung hat er am eigenen Leib erfahren. 1501 sammelt er die Bauern in der Bundschuh-Bewegung. Gemeinsam erheben sie sich gegen die Obrigkeit.

      Der Kürschnergeselle Sebastin Lotzer gilt als Verfasser der "12 Artikel" von Memmingen, mit denen die Bauern ihre Forderungen gegenüber der Obrigkeit im Bauernkrieg formulieren. Die "12 Artikel" gelten als die erste Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.

      Kaspar Sturm, Reichsherold und heimlicher Unterstützer der Reformation. 1521 ist es die Aufgabe des kaiserlichen Beamten aus Oppenheim, den rebellischen Mönch Martin Luther aus Wittenberg sicher nach Worms zum Verhör vor Kaiser und Kurfürsten bringen. Was kaum einer ahnt: Sturm ist ein glühender Anhänger des aufrührerischen Luther.

      Der Südwesten der Bundesrepublik hat eine reiche Geschichte, überall finden sich noch heute Zeugnisse seiner wechselvollen Historie. Das multimediale Projekt "Die Geschichte des Südwestens" führt die Zuschauer an diese Schauplätze und erzählt die Erlebnisse bekannter und weniger bekannter Menschen, die in der jeweiligen Zeit gelebt und sie oft auch geprägt haben. Es bietet einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse und historischen Entwicklungen - vom Mittelalter bis in die Neuzeit - in sieben Fernsehfilmen, einem aufwändigen Online-Special und einem Buch. Es will die Menschen im Südwesten für ihre eigene Geschichte interessieren, Wissen vermitteln, Orientierung geben, ihnen helfen, historische Zusammenhänge zu verstehen und mitreden zu können - vielleicht auch ein bisschen stolz zu sein auf "ihre" Heimat, "ihre" Geschichte.

      ARD-Themenwoche 2017: "Woran glaubst Du?"

      Auf der Suche nach uns selbst, nach letzten Gewissheiten und unserem Lebenssinn schlagen wir verschiedene Wege ein. Ganz gleich, ob wir an Gott oder an die Vernunft glauben oder zum Meditationskurs gehen: „Woran glaubst Du?“ ist eine Frage, die jeden betrifft, der man sich nicht einfach entziehen kann. Trifft sie doch den Kern des Menschseins.

      Gerade in einer Zeit, in der zum einen Unkenntnis und Ratlosigkeit in Glaubensangelegenheiten zunehmen, zum anderen sich Familienstrukturen massiv ändern und Arbeitsverhältnisse unsicherer werden, kommt der Frage nach den Gewissheiten eine grundlegende Bedeutung zu. Auch wenn Menschen den Volkskirchen den Rücken kehren, gibt es ein wachsendes Interesse an Religion, einer Sehnsucht nach Spiritualität und Neugier auf übersinnliche Erfahrungen.

      In der ARD-Themenwoche soll der Blick für viele Spielarten des Glaubens geöffnet, traditionelle Glaubenswelten und esoterische Strömungen sollen gleichermaßen dargestellt werden. Die Themenwoche untersucht, ob und wie die Kraft des Glaubens Menschen heute helfen kann, ihr Leben angesichts einer Fülle von Entscheidungsmöglichkeiten und der Herausforderung einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu gestalten.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Sonntag, 13.08.17
      10:40 - 11:30 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2017