• 08.12.2017
      02:10 Uhr
      The Wrestler - Ruhm, Liebe, Schmerz Spielfilm USA / Frankreich 2008 (The Wrestler) | Das Erste
       

      Einst war Randy Ramzinski ein Gigant. Als Randy „The Ram“ Robinson eroberte er die Arenen des Wrestling-Sports. Jetzt aber, zwei Jahrzehnte später, bekommt der lädierte Kämpfer kaum noch ein Bein auf den Boden und fightet seinem ehemaligen Ruhm mit unterbezahlten Show-Auftritten hinterher. Als ihn die Folgen von jahrelangem Medikamentenmissbrauch schließlich zum Aufhören zwingen, ist Randy am Boden zerstört. Einsam und verzweifelt sucht er Trost bei der verständnisvollen Stripperin Cassidy und bemüht sich, die brachliegende Beziehung zu seiner Tochter Stephanie neu aufleben zu lassen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 08.12.17
      02:10 - 03:55 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Einst war Randy Ramzinski ein Gigant. Als Randy „The Ram“ Robinson eroberte er die Arenen des Wrestling-Sports. Jetzt aber, zwei Jahrzehnte später, bekommt der lädierte Kämpfer kaum noch ein Bein auf den Boden und fightet seinem ehemaligen Ruhm mit unterbezahlten Show-Auftritten hinterher. Als ihn die Folgen von jahrelangem Medikamentenmissbrauch schließlich zum Aufhören zwingen, ist Randy am Boden zerstört. Einsam und verzweifelt sucht er Trost bei der verständnisvollen Stripperin Cassidy und bemüht sich, die brachliegende Beziehung zu seiner Tochter Stephanie neu aufleben zu lassen.

       

      Randy Ramzinski (Mickey Rourke) hat schon wesentlich bessere Tage gesehen. In den 80er Jahren war er so etwas wie ein Star und feierte unter dem Ringnamen Randy „The Ram“ Robinson große Erfolge als Profi-Wrestler. In den Arenen jubelte dem Hünen das Publikum zu. Von ihm wurden Actionfiguren und Computerspiele produziert. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. 20 Jahre später lebt Randy allein und beinahe mittellos in einem schäbigen Wohnwagen und hält sich mit drittklassigen Schaukämpfen über Wasser. Wenn er die Miete nicht bezahlen kann, muss er im Auto schlafen. Der Job im Supermarkt frustriert den ehemaligen Champion, zu seiner inzwischen erwachsenen Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) hat er keinen Kontakt mehr. Und die Zuneigung zur Stripperin Pam (Marisa Tomei), die sich auf der Bühne „Cassidy“ nennt, wird von ihr lediglich mit freundschaftlicher Professionalität erwidert. All das nagt an Randys Selbstbewusstsein. Nur im Wrestling-Ring fühlt er sich noch wie ein vollwertiger Mensch. Hier kennt er alle Tricks und Kniffe, zu denen nicht zuletzt die regelmäßige Einnahme illegaler Steroide gehört. Diese fordert ihren Tribut, als Randy nach einem besonders harten Kampf einen Herzanfall erleidet. Die Folgen könnten nicht niederschmetternder sein: Der Arzt mahnt zum sofortigen Ende des aufreibenden Sports, der nächste Fight könnte der letzte sein. Für den stolzen Kämpfer bricht eine Welt zusammen. Verzweifelt versucht Randy, wenigstens sein Privatleben in Ordnung zu bringen. Seine Bemühungen, die Beziehung zu Tochter Stephanie wieder aufleben zu lassen, scheinen nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar auf fruchtbaren Boden zu fallen. Auch ein paar private Verabredungen mit Pam lassen Positives erhoffen. Doch dann leistet sich „The Ram“ erneut einen Fehler, steht plötzlich wieder alleine da, und sieht nur einen Ausweg: Zurück in den Ring - zum dem einen, dem alles entscheidenden letzten großen Kampf.

      Selten lagen Fiktion und Realität so eng beieinander wie in Darren Aronofskys meisterhafter Charakterstudie eines gefallenen Helden. Ähnlich wie der tragische Protagonist war Hauptdarsteller Mickey Rourke in den 80er Jahren einer der gefragtesten Hollywood-Akteure, bevor er seine Schauspielkarriere spektakulär in den Sand setzte. „The Wrestler“ verhalf ihm zu einem großen Comeback, dem sogar eine Oscar-Nominierung folgte. Neben Rourkes machtvoller Verkörperung der Titelfigur zeigt der Film die unglamouröse Kehrseite des martialischen Wrestling-Geschäfts: Ein bizarres Schaulaufen scheinbar unbesiegbarer Gladiatoren, aus denen abseits des Kampfrings verletzliche Individuen werden, die an ihrem alltäglichen Umfeld zu scheitern drohen. Die emotionale Verliererballade überzeugte auch die Jury der 65. Internationalen Filmfestspiele von Venedig, wo sie 2008 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 08.12.17
      02:10 - 03:55 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 12.12.2017