• 02.08.2015
      19:20 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | Das Erste
       

      Themen:

      • Mazedonien: Auf der Flucht
      • Ägypten: Krieg gegen die eigene Jugend
      • Bangladesch: Untergehende Insel
      • Sambia: Wälder zu Holzkohle
      • Japan: Warum die zweite Bombe fiel
      • Schnappschuss: Warum wird in der Schweiz Sauberkeit eigens vermessen?

      Moderation: Ute Brucker

      Sonntag, 02.08.15
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      HD-TV Stereo

      Themen:

      • Mazedonien: Auf der Flucht
      • Ägypten: Krieg gegen die eigene Jugend
      • Bangladesch: Untergehende Insel
      • Sambia: Wälder zu Holzkohle
      • Japan: Warum die zweite Bombe fiel
      • Schnappschuss: Warum wird in der Schweiz Sauberkeit eigens vermessen?

      Moderation: Ute Brucker

       
      • Mazedonien: Auf der Flucht

      Ihre Flucht hat sie durch Länder in Krieg geführt. Sie hatten den Tod vor Augen, als sie von Libyen aus in maroden Schlepperbooten das Mittelmeer überquerten. Sie sind in Griechenland gelandet, Hilfe haben sie dort kaum gefunden. Sie haben sich bis nach Mazedonien durchgeschlagen. Auch das ist nur eine Durchgangsstation. Überall, wo sie gerade ankommen, fühlen sie sich nicht erwünscht. So schnell es irgend geht, wollen sie weiter in den Norden Europas. Ihre Flucht ist noch nicht zu Ende.
      ARD-Korrespondentin Susanne Glass (ARD Wien) über Menschen, die in Europa gestrandet sind und sich im Nirgendwo fühlen

      • Ägypten: Krieg gegen die eigene Jugend

      Plötzlich ist Esraa weg. Am Abend ist sie mit Freunden in einem Restaurant am Nil essen, dann verschwindet die 23-jährige Studentin aus Kairo - wie viele Menschen in Ägypten. Die Familie sucht verzweifelt nach ihr, startet eine Kampagne im Internet. Erst zwei Wochen später finden sie die junge Frau. In einem Gefängnis. Ein typischer Fall, sagen Menschenrechtsaktivisten. Ägypten erlebe zurzeit eine regelrechte Entführungswelle. Im Fadenkreuz: angebliche Dissidenten, Oppositionelle, Sympathisanten der verbotenen Muslimbruderschaft. Es könne jeden treffen, den der Staat zum Feind erklärt. Die Entführer sind meist Sicherheitskräfte in Zivilkleidung, sie nehmen die Verdächtigen auf offener Straße, in Privatwohnungen, in Cafés, und sogar auf dem Gelände staatlicher Universitäten fest. Die Familien bleiben oft im Ungewissen, was mit ihren Angehörigen passiert ist. Einige verschwinden für immer, manche werden tot aufgefunden mit fürchterlichen Folterspuren.
      Die ARD-Korrespondenten Kristin Becker und Eric Beres über totalitäre Praktiken im heutigen Ägypten

      • Bangladesch: Untergehende Insel

      Bhola ist Bangladeschs größte Insel. Sie befindet sich in einem riesigen Strom, der vom Himalaya kommt und in den Ozean fließt. 1,7 Millionen Menschen leben derzeit auf Bhola. Sie verlieren langsam ihr Zuhause. Die Insel ist flach und ragt gerade mal vier Meter aus dem Wasser. Zu wenig in Zeiten des Klimawandels. Der Meeresspiegel steigt und die Insel säuft langsam ab. In den letzten zwei Jahren haben 20.000 Familien, die in Küstennähe wohnen, ihre Häuser und ihre Arbeit verloren und sind ins Landesinnere gezogen. Die Insel bröckelt ab und wird in einigen Jahrzehnten ganz überflutet sein.
      ARD-Korrespondent Markus Spieker (ARD-Studio Neu-Delhi) über Menschen, deren Schicksal in den Händen anderer liegt

      • Sambia: Wälder zu Holzkohle

      Es ist ein langsames Geschäft: Das Holz wird gehackt, gestapelt, dann luftdicht mit Gras und Sand bedeckt und schließlich angezündet. In einem selbstgebauten Meiler schwelen die Scheite tage- und nächtelang zu Holzkohle. Holzkohle ist die billigste Energiequelle Sambias. Die Produktion des Brennstoffes vernichtet Jahr für Jahr mehr Wälder. Berghänge erodieren, eigentlich fruchtbarer Boden wird weggeschwemmt, Bauern verlieren ihre Lebensgrundlage. Das einzige, was ihnen bleibt: Der Verkauf selbstgefertigter Holzkohle. Ein Kreislauf, der immer tiefer in die Armut führt.
      ARD-Korrespondentin Joana Jäschke (ARD-Studio Johannesburg) über Armut als Klimakiller

      • Japan: Warum die zweite Bombe fiel

      Es ist eine Legende, die sich hartnäckig hält: Die Atombomben, die die USA am 6. und 9. August 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abwarfen, hätten den pazifischen Krieg beendet. Falsch, sagen Historiker heute. Japan sei längst besiegt gewesen, die Bomben seien von den USA eher zu militärischen Testzwecken eingesetzt worden. Die hunderttausend Toten seien Opfer eines Kriegsverbrechens.
      ARD-Dokumentarfilmer Klaus Scherer besuchte 70 Jahre nach der Atom-Katastrophe letzte noch lebende Zeitzeugen in Nagasaki und sprach mit Historikern.

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      Sonntag, 02.08.15
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      HD-TV Stereo

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