Baron Münchhausen ist ein Mann, der die Herzen der Frauen höherschlagen lässt, und ein wahrer Teufelskerl dazu - wenn man seinen abenteuerlichen Geschichten glauben darf. Mit ewiger Jugend beschenkt, genießt er im Russland des 18. Jahrhunderts die Gunst der Zarin Katharina II., reitet auf einer Kanonenkugel in eine türkische Festung und wird zum Vertrauten des Sultans. Zu guter Letzt führen seine waghalsigen Reisen ihn sogar auf den Mond.

Mittwoch, 13.09.17
14:00 - 15:50 Uhr (110 Min.)
110 Min.

Baron Münchhausen ist ein Mann, der die Herzen der Frauen höherschlagen lässt, und ein wahrer Teufelskerl dazu - wenn man seinen abenteuerlichen Geschichten glauben darf. Mit ewiger Jugend beschenkt, genießt er im Russland des 18. Jahrhunderts die Gunst der Zarin Katharina II., reitet auf einer Kanonenkugel in eine türkische Festung und wird zum Vertrauten des Sultans. Zu guter Letzt führen seine waghalsigen Reisen ihn sogar auf den Mond.

 

Stab und Besetzung

Baron Münchhausen Hans Albers
Zarin Katharina II. Brigitte Horney
Mondmann Wilhelm Bendow
Herzog Karl von Braunschweig Michael Bohnen
Graf Cagliostro Ferdinand Marian
Freiherr von Hartenfeld Hans Brausewetter
Christian Kuchenreutter Hermann Speelmans
Sophie von Riedesel Marina von Ditmar
Fürst Potemkin Andrews Engelmann
Baronin Münchhausen Käte Haack
Fürst Grigorij Orlow Waldemar Leitgeb
Läufer Walter Lieck
Prinz Anton Ulrich Hubert von Meyerinck
Graf Lanskoi Jaspar von Oertzen
Prinz Francesco d'Este Werner Scharf
Prinzessin Isabella d'Este Ilse Werner
Sultan Abd-ul-Hamid Leo Slezak
Giacomo Casanova Gustav Waldau
Regie Josef von Baky
Sonstige Mitwirkung Georg Haentzschel
Manon Hahn
Universum Film (UFA)
Autor Gottfried August Bürger
Rudolph Erich Raspe
Kamera Konstantin Irmen-Tschet
Werner Krien
Drehbuch Erich Kästner

Bei einem Kostümfest gesteht eine junge Frau dem Baron von Münchhausen ihre heimliche Liebe. Dies nimmt der Baron zum Anlass, am nächsten Tag eine wunderliche Lebensbeichte abzugeben. Er lädt die junge Frau, deren Verlobten und seine eigene, deutlich ältere Ehefrau zum Tee ein und erzählt der Runde die unwahrscheinlich abenteuerliche Lebensgeschichte seines Vorfahren, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht.

Laut Münchhausen verführte dieser einst die Zarin Katharina II. am russischen Hof, bekam vom diabolischen Zauberer Cagliostro die ewige Jugend geschenkt, zog gegen die Türken in den Krieg, lernte in Venedig den berüchtigten Giacomo Casanova kennen und reiste in einem Heißluftballon bis zum Mond. Und damit nicht genug der Überraschungen.

Bei Josef von Bakys „Münchhausen“ handelt es sich um einen aufwendig produzierten Kostümfilm mit Starbesetzung, einen überwältigenden frühen Fantasyfilm mit verblüffenden Tricks. Mitten im Krieg produziert und im Bombenhagel uraufgeführt, ist „Münchhausen“ gleichzeitig ein erschreckend perfektes Beispiel für das von Joseph Goebbels geförderte Unterhaltungskino in Kriegszeiten.

Propagandaminister Joseph Goebbels wollte demonstrieren, dass die deutsche Filmindustrie auch im Krieg mit Hollywood konkurrieren kann, und machte daher viele Konzessionen für die aufwendige und trickreiche Produktion. Der pompös-farbenfrohe Streifen sollte die Bevölkerung von den Strapazen des bereits seit vier Jahren andauernden Krieges ablenken. Goebbels' verhasster Publikumsliebling Hans Albers durfte die Hauptrolle spielen. Das Drehbuch schrieb Erich Kästner, der als Schriftsteller im NS-Staat verfemt war, so musste er ein Pseudonym benutzen und nannte sich Berthold Bürger.

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Mittwoch, 13.09.17
14:00 - 15:50 Uhr (110 Min.)
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