Janin Reinhardt lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen.
Die Kunstgegenstände im Überblick:
- Japanische Okimonos
- Gemälde von Ernst Eitner
- Ananas-Pokal
- Wandschrank
- Seifenschale

Montag, 17.07.17
06:50 - 07:20 Uhr (30 Min.)
30 Min.
Stereo

Janin Reinhardt lädt Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre Familien- und Sammlerstücke ausgewählten Kunstexperten vorzustellen. Diese begutachten und bewerten die Objekte. Dabei können sich unscheinbare Dinge als wahrer Schatz entpuppen.
Die Kunstgegenstände im Überblick:
- Japanische Okimonos
- Gemälde von Ernst Eitner
- Ananas-Pokal
- Wandschrank
- Seifenschale

 

Stab und Besetzung

Produktion Carmen Messmer
Moderation Janin Ullmann
Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
Redaktion Marina Bartsch-Rüdiger

Die Kunstgegenstände im Überblick:
Okimonos
Die japanischen Okimono-Figuren sind aus Elfenbein geschnitzt und wurden Ende des 19. Jahrhunderts - in der Meiji-Zeit - für den Export ins Ausland produziert. Sie zeigen unterschiedliche Szenen: einen Mann bei der Pflege eines Bonsai Bäumchens, einen Mann, der einen Fisch zubereitet, drei an einem Stellschirm spielende Kinder, Jurojin, den Gott der Weisheit und die sieben Glücksgötter in ihrem Phoenix-Boot. Zum Teil wurden die Arbeiten durch das Einsetzten von Perlmutt oder Koralle aufgewertet.

Gemälde von Ernst Eitner
Das Gemälde des Hamburger Malers Ernst Eitner (1867-1955) zeigt eine Gruppe von Fischern am Strand bei untergehender Sonne. Nach getaner Arbeit flicken sie ihre Netze und schauen auf das Meer hinaus. Mit lockerem Duktus und großer Farbigkeit fängt der Künstler die abendliche Stimmung ein. Auf der Rückseite befindet sich ein Blumenstilleben von Ernst Eitner, das ursprünglich signiert gewesen sein soll. Das Bild wurde bei der Rahmung beschnitten, deshalb ist es nun unsigniert. Die Handschrift Eitners ist jedoch unverkennbar.

Ananas-Pokal
Die Bezeichnung geht auf die außergewöhnliche Form zurück, die durch ihre vielen Buckel an eine Ananas erinnert. Am Fuße des Pokals befindet sich eine figürliche Darstellung, bestehend aus einem Mann mit einer Axt an einem Weinstock. Eine fast nicht mehr erkennbare Naht zeigt, dass der Pokal aus zwei Teilen zusammengefügt wurde. Er stammt deshalb nicht aus dem Barock, sondern wurde um 1900 wahrscheinlich in Hanau produziert. Die dortigen Werkstätten waren dafür bekannt, ihre Stücke historischen Vorbildern nachzuempfinden.

Wandschrank
Der Hängeschrank aus Eisenguss und Holz hat die Gestalt einer Renaissance-Fassade. Auf der Schauseite sind drei Reliefs mit christlichen Szenen. Die beiden unteren gehen zurück auf zwei silberne Bildplatten des italienischen Goldschmieds und Medailleurs Galeazzo Mondella (1467-1528), genannt "Moderno". Sie zeigen die Geißelung Christi und Maria mit dem Jesuskind und zwei Heiligen. Die Originale aus Silber kamen Ende des 19. Jahrhunderts in das Kunsthistorische Museum in Wien. Um diese Zeit wird auch das Wandschränkchen gefertigt worden sein.

Seifenschale
Die Seifenschale aus Steingut ist Teil einer ganzen Waschgarnitur, bestehend aus Waschkrug, Schüssel und Kammschale. Sie ist mit einer grünen Jugendstil-Bordüre verziert. Die Marke verrät, dass es sich um ein Objekt aus der Steingutfabrik Franz Anton Mehlem aus Bonn handelt. Das Ensemble wurde 1901 von Peter Behrens (1868-1940), einem der ersten deutschen Industriedesignern entworfen.

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Montag, 17.07.17
06:50 - 07:20 Uhr (30 Min.)
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