• 01.11.2011
      22:30 Uhr
      Herr Alsmann trifft Frau Hielscher WDR Fernsehen
       

      Götz Alsmann, Musiker und Entertainer, verehrt seit vielen Jahren die Grand Dame des deutschen Chansons, gleichzeitig eine unserer letzten Leinwand-Göttinnen: Margot Hielscher.

      Dienstag, 01.11.11
      22:30 - 23:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Götz Alsmann, Musiker und Entertainer, verehrt seit vielen Jahren die Grand Dame des deutschen Chansons, gleichzeitig eine unserer letzten Leinwand-Göttinnen: Margot Hielscher.

       

      Geboren in Berlin kurz nach dem Ersten Weltkrieg, ist Margot Hielscher Zeitzeugin fast eines ganzen Jahrhunderts. Aufgewachsen in einem ebenso gutbürgerlichen wie musisch interessierten Elternhaus, wagte sie als Kostümbildnerin Heinz Rühmanns kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs den Schritt vor die Kamera und wirkte neben Zarah Leander, Hans Söhnker, Ferdinand Marian, Paul Dahlke, Peter van Eyck und vielen anderen in zahlreichen großen Spielfilmen mit. Nicht zuletzt ihre Fähigkeiten als Sängerin und Pianistin verhalfen ihr dabei zu außergewöhnlichen Rollen.

      Den persönlichen Avancen des Propagandaministers Joseph Goebbels widerstand sie ebenso wie den politischen Anfechtungen des so genannten Dritten Reiches, weshalb sie unmittelbar nach der Kapitulation Deutschlands weiter arbeiten konnte und sogar im Auftrag der amerikanischen Besatzungsmacht mit einer großen Bühnenshow für Angehörige des Militärs - und später auch für deutsche Zivilisten - auf Tournee gehen durfte.

      Ihr Talent sowie ihre Vorliebe für Jazz und Swing führten sie schließlich zum Komponisten Friedrich Meyer, den sie ehelichte. Gemeinsam mit ihm entstanden in den folgenden Jahrzehnten unzählige Fernseh- und Rundfunkaufnahmen. Die beiden Auftritte beim Grand Prix de la Chanson 1957 und 1958 sind so gesehen nur eine kleine Episode im musikalischen Leben Margot Hielschers.

      Durch persönliche Freundschaften zum Beispiel mit Leonard Bernstein, Maurice Chevalier, Gary Cooper, Kirk Douglas, Benny Goodman, Erich Kästner, Gene Kelly oder Fritz Wunderlich wurde das Ehepaar Meyer an seinem Wohnort München zum gesellschaftlichen Mittelpunkt. Seine privaten Einladungen inspirierten die frühen Fernsehmacher zu Deutschlands erstem "Late Night Talk", auch wenn dieser Begriff noch nicht bekannt war: "Zu Gast bei Margot Hielscher" - mit Friedrich Meyer und Band. (Die bescheidenen fernsehtechnischen Möglichkeiten der damaligen Zeit verhinderten eine Archivierung.)

      Götz Alsmann besuchte Margot Hielscher in ihrem Münchener Bungalow und machte dort, neben ihr am Flügel sitzend, deren Leben buchstäblich noch einmal hörbar.

      Klaus Michael Heinz hat diese Musestunden mit ihren vergnüglichen Anekdoten dokumentiert und reichhaltig bebildert. Es entstand dabei ein ebenso unterhaltsames wie anrührendes Stückchen Kulturgeschichte.

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      22:30 - 23:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

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