• 21.03.2017
      17:45 Uhr
      Abenteuer Alpen - mit Reinhold Messner auf historischer Bergtour (2/2) Falsche Kameraden und starke Frauen | 3sat
       

      Auf historischer Bergtour: Die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner nimmt die Zuschauer mit in die Eiger Nordwand. Er erzählt von Heinrich Harrer, dem 1938 als Erstem die Durchsteigung gelingt. Aber auch dem Wanderer erschließen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Berge immer mehr. Die Geschichte der Alpenhütten ist auch als eine der Ausgrenzung, denn schon früher als anderswo sind hier "Juden unerwünscht". Und in Zermatt findet Messner Zeugnisse für eine bisher eher unbekannte Eroberung. Schon sechs Jahre nach der Erstbesteigung steht 1871 eine Frau auf dem Gipfel des Matterhorns: Lucy Walker. Im Flanellrock.

      Dienstag, 21.03.17
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Auf historischer Bergtour: Die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner nimmt die Zuschauer mit in die Eiger Nordwand. Er erzählt von Heinrich Harrer, dem 1938 als Erstem die Durchsteigung gelingt. Aber auch dem Wanderer erschließen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Berge immer mehr. Die Geschichte der Alpenhütten ist auch als eine der Ausgrenzung, denn schon früher als anderswo sind hier "Juden unerwünscht". Und in Zermatt findet Messner Zeugnisse für eine bisher eher unbekannte Eroberung. Schon sechs Jahre nach der Erstbesteigung steht 1871 eine Frau auf dem Gipfel des Matterhorns: Lucy Walker. Im Flanellrock.

       

      Im zweiten Teil der historischen Tour nimmt Reinhold Messner die Zuschauer mit in die Eiger Nordwand. Was haben Menschen hier verloren? Zahlreiche tödliche Versuche gab es, ehe Heinrich Harrer mit seiner Seilschaft 1938 die Durchsteigung der eisigen Wetterseite des Eiger gelingt. Er ist ein Held, und er lässt sich feiern von den Nationalsozialisten - ein Kamerad, der den Tod nicht fürchtet, ein Vorbild für den geplanten Krieg. Wie kein zweiter kann Messner von Gipfelglück und tragischem Scheitern erzählen, von Menschen, die genau wie er an Grenzen gehen. Einer, der das ohne Eispickel und Hanfseil tat, war der Ingenieur Guyer-Zeller. Der Visionär eroberte den Eiger von innen, seither können Touristen das Jungfraujoch durch einen Tunnel mit der Bahn erreichen. Aber auch dem Wanderer erschließen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Berge immer mehr. Tonnen von Steinen werden hinauf geschleppt und Hütten gebaut. Wie die Wege angelegt wurden und welch grandiose Landschaften sich dem Wanderer dadurch eröffneten, zeigen eindrucksvolle Bilder aus der Luft. Aber Messner erzählt die Geschichte der Alpenhütten auch als eine von Ausgrenzung und Intoleranz. Der Antisemitismus nistet sich früher als anderswo in den Alpen ein. Die Schutzhütten, die sie selbst mit gebaut haben, dürfen Juden nicht mehr betreten. Dennoch können einige gerade in den Alpen ihr Leben retten. Messner trifft im Jamtal den Sohn des Hüttenwirtes Albert Lorenz. Der erinnert sich noch, wie sein Vater in der NS-Zeit für 1.000 Reichsmark jüdische Flüchtlinge auf steilen Bergpfaden in die Schweiz brachte. Messner führt die Zuschauer zu grandiosen Schauplätzen von Dramen und Heldentaten, Verbrechen und Mutproben, er trifft Zeitzeugen und Fachleute. In Zermatt findet Messner Zeugnisse für eine bisher eher unbekannte Eroberung. Schon sechs Jahre nach der Erstbesteigung steht 1871 eine Frau auf dem Gipfel des Matterhorns: Lucy Walker. Im Flanellrock. Heute ist das Matterhorn in Ketten gelegt, wie Messner es nennt. Aber trotz der Fixseile ist der Aufstieg noch immer lebensgefährlich. Die Kamera begleitet zwei junge Bergsteigerinnen bis auf den Gipfel. Atemberaubend Schritt für Schritt. Damit endet die dramatische Zeitreise durch 150 Jahre Alpengeschichte. Kenntnisreich erzählt von Reinhold Messner mit faszinierenden Aufnahmen und eindrucksvollem Archivmaterial.

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      Dienstag, 21.03.17
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
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